ROUNDUPMachado, Oppositioneller

Oppositioneller Gonzålez soll PrÀsident werden

03.01.2026 - 17:38:31

Die FriedensnobelpreistrÀgerin María Corina Machado fordert nach der Festnahme von Venezuelas PrÀsidenten Nicolås Maduro durch US-SpezialkrÀfte die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo Gonzålez Urrutia als Nachfolger.

Er habe die PrĂ€sidentenwahl vor eineinhalb Jahren gewonnen und sollte sein verfassungsmĂ€ĂŸiges Amt nun unverzĂŒglich antreten, heißt es in einer auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung Machados.

Nach dem MilitĂ€reinsatz der USA sei fĂŒr die Opposition die Zeit gekommen, Venezuela zu regieren, schrieb Machado weiter. "Heute sind wir bereit, unser Mandat durchzusetzen und die Macht zu ĂŒbernehmen. Bleiben wir wachsam, aktiv und organisiert, bis der demokratische Übergang vollzogen ist." Sie rief die StreitkrĂ€fte des sĂŒdamerikanischen Landes dazu auf, GonzĂĄlez als Oberbefehlshaber anzuerkennen.

US-SpezialkrÀfte nehmen Maduro gefangen

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) Ziele in Venezuela angegriffen, den autoritĂ€ren Staatschef Maduro gefasst und außer Landes gebracht. Ihm soll nun in New York unter anderem wegen mutmaßlichen Drogenhandels der Prozess gemacht werden.

Nun stellt sich die Frage, wer die RegierungsgeschĂ€fte in Caracas kĂŒnftig leitet. Laut venezolanischer Verfassung wĂŒrde VizeprĂ€sidentin Delcy RodrĂ­guez bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die RegierungsgeschĂ€fte ĂŒbernehmen. Als mögliche Szenarien werden in der Verfassung unter anderem Tod, RĂŒcktritt, Amtsenthebung oder Amtsaufgabe aufgefĂŒhrt.

Außenminister hĂ€lt an Maduro als PrĂ€sidenten fest

Da im vorliegenden Fall keiner dieser GrĂŒnde vorliegt, geht Venezuelas Außenminister allerdings davon aus, dass Maduro weiterhin PrĂ€sident ist. "Die Verfassung ist klar: Der gewĂ€hlte PrĂ€sident, der verfassungsmĂ€ĂŸige PrĂ€sident ist NicolĂĄs Maduro Moros. Seine physische Anwesenheit in Venezuela muss von den USA sofort wieder hergestellt werden", sagte Yvan Gil im Staatsfernsehen.

Auch US-PrĂ€sident Donald Trump will nach eigenen Angaben ĂŒber die politische Zukunft Venezuelas mitentscheiden. "Wir treffen diese Entscheidung jetzt. Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes ĂŒbernimmt und einfach so weitermacht", sagte er in einem Telefoninterview des Senders Fox News auf die Frage nach der politischen Zukunft Venezuelas. "Wir werden sehr involviert sein. Wir wollen Freiheit fĂŒr die Menschen erreichen."

@ dpa.de