Fruchtsafthersteller beklagen knappen und teureren Ananassaft
10.02.2025 - 17:11:10"Die LagerbestĂ€nde der Hersteller sind weitgehend erschöpft, und die Ernten in den HauptanbaulĂ€ndern fallen geringer aus als gewohnt", teilte der Verband der Fruchtsaftindustrie in Bonn mit. Folge sei, dass die Safthersteller geringere Liefermengen erhielten. Auch seien die im Handel angebotenen FrischfrĂŒchte deutlich kleiner als gewohnt.
Ob sich dies auch preissteigernd auf die Saftpreise im Einzelhandel auswirken wird, war zunĂ€chst unklar. Ananassaft bekannter Marken aus Konzentrat kostete am Montag laut Preisvergleichsportal Idealo im Versand noch genauso viel wie vor einem Jahr - 2,89 bis 3,55 Euro je Liter. Discounter bieten aktuell DirektsĂ€fte fĂŒr 2,99 Euro je Liter an.
ErnteausfÀlle durch Trockenheit - und zu viel Regen
In Thailand und auf den Philippinen seien die Erntemengen durch Trockenheit auf weniger als 50 Prozent der frĂŒheren Erntemengen zurĂŒckgegangen, erklĂ€rte der Verband. In Costa Rica hĂ€tten 2023 eine extreme Trockenheit, 2024 dann heftige RegenfĂ€lle ebenfalls zu ErnteausfĂ€llen gefĂŒhrt. FĂŒr die Industrie kostet Direktsaft laut VdF mittlerweile rund 1.300 US-Dollar (rund 1.259 Euro) pro Tonne und damit 50 Prozent mehr als vor einem halben Jahr.
Nach Angaben des Industrieverbandes ist Thailand der weltweit gröĂte Produzent von Ananassaft-Konzentrat, gefolgt von den Philippinen und Indonesien. Direktsaft kommt demnach vor allem aus Costa Rica. Wegen der klimatischen Bedingungen ist der Ananasanbau auf Regionen in der NĂ€he des Ăquators beschrĂ€nkt. Im VdF sind nach eigenen Angaben 305 der etwa 350 Fruchtsafthersteller in Deutschland vertreten.

