EU-Minister, Ostseefangmengen

EU-Minister wollen Ostseefangmengen beschließen

21.10.2024 - 05:49:03

Die fĂŒr Fischerei zustĂ€ndigen EU-Ministerinnen und Minister treffen sich diesen Montag zu voraussichtlich letzten Verhandlungen ĂŒber die Ostseefangmengen fĂŒr kommendes Jahr.

FĂŒr deutsche Ostseefischer sieht die Lage angesichts kleiner FischbestĂ€nde weiterhin trĂŒb aus. Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, Fangmöglichkeiten weiter einzuschrĂ€nken.

Unter anderem soll eine Ausnahme wegfallen, die es kleinen Booten derzeit noch erlaubt, Hering beispielsweise mit Stellnetzen oder Reusen zu fangen. DarĂŒber hinaus sollen aus BestandsschutzgrĂŒnden eingeschrĂ€nkte Beifang-Mengen fĂŒr Dorsch und Hering weiter sinken.

Die Kommission erarbeitet jedes Jahr VorschlĂ€ge, wie viel Fisch aus EU-Meeren gefangen werden darf und beachtet dabei auch die EinschĂ€tzung des Internationalen Rats fĂŒr Meeresforschung (ICES). Final entschieden werden die Mengen dann von den EU-Staaten - die diesjĂ€hrigen Abschlussverhandlungen könnten sich bis Dienstag ziehen.

BUND: Kleinere und dĂŒnnere Fische

Deutschlands Fischereiminister Cem Özdemir will sich dafĂŒr einsetzen, dass die Ausnahmen fĂŒr kleine Boote bestehen bleiben. Sie abzuschaffen, sei fĂŒr die Bestandserholung nicht notwendig, teilte das Landwirtschaftsministerium mit.

GrundsĂ€tzlich soll mit der Begrenzung der Fangmengen verhindert werden, wovor UmweltschĂŒtzerinnen und -schĂŒtzer schon lange warnen: dass FischbestĂ€nde kollabieren. Überfischung, Klimawandel und andere Faktoren wie Schadstoffbelastung setzen den Tieren zu. Nach Angaben des Bunds fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) werden die Fische in der Ostsee zunehmend weniger, kleiner und dĂŒnner.

@ dpa.de