Verdi ruft erneut zu Warnstreiks bei Deutsche-Bank-Tochter Postbank auf
02.04.2024 - 09:30:23 | dpa.deNach zweitĂ€gigen bundesweiten Warnstreiks unter anderem in den Postbank-Filialen sind seit Dienstag die BeschĂ€ftigten in der Abwicklung von BankgeschĂ€ften (Backoffice) zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie Verdi mitteilte. Die BeschĂ€ftigten im Backoffice seien beim Ăbergang der Postbank-IT auf die der Deutschen Bank DE0005140008 in den vergangenen Monaten starken Belastungen ausgesetzt gewesen, sagte Verdi-VerhandlungsfĂŒhrer Jan Duscheck. "Gerade deshalb erwarten wir endlich ein Verhandlungsangebot, das dieser Tatsache Rechnung trĂ€gt und faire Gehaltsanhebungen beinhaltet."
Aufgerufen zu Warnstreiks sind rund 4500 BeschĂ€ftigte an verschiedenen Standorten in den kommenden Tagen bis einschlieĂlich Donnerstag. Die AusstĂ€nde dĂŒrften Verdi zufolge an den verschiedenen Streiktagen spĂŒrbare Auswirkungen auf die Abarbeitung von Kundenanliegen bundesweit haben. Dazu gehörten TĂ€tigkeiten wie die Eröffnung von Girokonten oder Darlehensauszahlungen.
Verdi fordert fĂŒr etwa 12 000 BeschĂ€ftigte im Deutsche-Bank-Konzern mit einem Postbank-Tarifvertrag 15,5 Prozent mehr Geld, mindestens jedoch eine Anhebung der GehĂ€lter um 600 Euro. Der Deutsche Bankangestellten-Verband (DBV) will 14,5 Prozent mehr Geld fĂŒr die BeschĂ€ftigten von Postbank, Postbank Filialvertrieb, PCC Services und BCB erstreiten.
Verdi hatte nach der dritten ergebnislosen Verhandlungsrunde gedroht, die ArbeitskampfmaĂnahmen sukzessive auszuweiten und auch die Urabstimmung vorzubereiten. "Wenn die Arbeitgeberseite diese Eskalation vermeiden will, muss sie ihr Angebot bis zum nĂ€chsten Verhandlungstermin am 16. April deutlich nachbessern", hatte Duscheck gesagt.
Wegen der AnkĂŒndigung von FilialschlieĂungen dringt Verdi zudem darauf, die ArbeitsplĂ€tze durch eine VerlĂ€ngerung des KĂŒndigungsschutzes bis zum 31. Dezember 2028 langfristig abzusichern. Die Deutsche Bank will bis Mitte 2026 bis zu 250 der 550 Postbank-Filialen dichtmachen und dabei auch Personal abbauen. Kurz vor Weihnachten sicherte die Deutsche Bank zu, bis Ende September des laufenden Jahres auf betriebsbedingte KĂŒndigungen fĂŒr Tarifmitarbeiter im Bereich ihrer Privatkundenbank in Deutschland zu verzichten.
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