Verdi weitet Warnstreiks bei Deutscher Telekom auf zwölf LÀnder aus
06.05.2026 - 21:00:38 | dpa.deAm Donnerstag sollen BeschĂ€ftigte an Standorten in zwölf BundeslĂ€ndern zu ganztĂ€gigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen werden, wie Verdi mitteilte. Betroffen sind demnach Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen sowie Sachsen, Sachsen-Anhalt, ThĂŒringen und Bayern.
Die Gewerkschaft verschÀrft damit den Druck vor der dritten Verhandlungsrunde Mitte Mai. Verdi-Arbeitskampfleiter Pascal Röckert erklÀrte, mit dem breiten Streikaufruf solle ein Signal an die Arbeitgeber gesendet werden, endlich ein Angebot vorzulegen. Bereits in der ersten Streikwoche hÀtten sich mehr als 10.000 BeschÀftigte an Arbeitsniederlegungen beteiligt.
Am Mittwoch waren laut Verdi zudem rund 2.000 BeschĂ€ftigte bei einem gezielten Warnstreik in Technik-Bereichen im SĂŒden und Westen Deutschlands im Ausstand.
EinschrÀnkungen zu erwarten
Von den Warnstreiks könnten mehrere Bereiche des Telekom-Konzerns betroffen sein. Verdi zufolge ist mit EinschrĂ€nkungen bei der Erreichbarkeit zu rechnen. Auch lĂ€ngere Wartezeiten bei Hotlines fĂŒr Privat- und GeschĂ€ftskunden sowie Verzögerungen im technischen Support seien möglich. Zudem könnten vereinbarte Kundentermine kurzfristig entfallen.
Verdi fordert fĂŒr bundesweit rund 60.000 TarifbeschĂ€ftigte unter anderem eine Entgelterhöhung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie einen Verdi-Mitgliederbonus von 660 Euro jĂ€hrlich.
Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht den Gewerkschaftsangaben zufolge aus 20 tarifgebundenen Gesellschaften mit jeweils eigenen TarifvertrĂ€gen. Ein GroĂteil dieser VertrĂ€ge lief bis Ende MĂ€rz 2026. Vor der Tarifrunde seien gemeinsame Verhandlungen fĂŒr diese Gesellschaften vereinbart worden.
Die Deutsche Telekom DE0005557508 hatte im Rahmen der Streikwoche Ende April mitgeteilt, man setze weiterhin auf eine konstruktive Lösung am Verhandlungstisch. Die dritte Tarifrunde ist fĂŒr den 11. und 12. Mai 2026 angesetzt.
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