Die GFT-Aktie profitiert von zweistelligem Umsatzwachstum und starkem Auftragseingang
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 05:36 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die GFT-Aktie des Technologie- und IT-Dienstleisters GFT Technologies SE (ISIN DE0005800601) steht aufgrund eines dynamischen Umsatzwachstums und eines deutlich steigenden Auftragseingangs im Geschäftsjahr 2023 im Blick vieler Anleger. Laut dem Geschäftsbericht 2023 erzielte GFT einen Konzernumsatz von rund 803 Mio. Euro, was einem Plus von etwa 9 Prozent gegenüber 2022 entspricht (Geschäftsjahr 2023). Zudem legte der Auftragseingang um mehr als 20 Prozent zu und übertraf damit das Vorjahresniveau klar, was die Wachstumsperspektive unterstreicht (Geschäftsjahr 2023). Für Anleger zählt in diesem Umfeld vor allem, wie sich diese Wachstumsdynamik auf Profitabilität und Cashflow auswirkt.
Umsatzplus und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2023
Im Geschäftsjahr 2023 konnte GFT Technologies SE den Konzernumsatz laut Jahresabschluss auf rund 803 Mio. Euro steigern, nachdem im Geschäftsjahr 2022 noch etwa 737 Mio. Euro ausgewiesen worden waren. Damit ergibt sich ein Umsatzanstieg von rund 9 Prozent im Jahresvergleich (Geschäftsjahr 2023 vs. 2022). Gleichzeitig berichtete das Unternehmen ein deutlich gesteigertes bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das bereinigte EBIT lag 2023 bei rund 68 Mio. Euro und damit über dem Wert von etwa 62 Mio. Euro im Jahr 2022, was einem Zuwachs von gut 10 Prozent entspricht (Geschäftsjahr 2023 vs. 2022). Diese Zahlen zeigen, dass GFT das Umsatzwachstum mit einer leichten Verbesserung der operativen Ertragskraft verbinden konnte.
Auch auf Ebene des Konzernergebnisses entwickelte sich GFT robust. Der Nettogewinn wurde für das Geschäftsjahr 2023 mit rund 40 Mio. Euro angegeben, nachdem im Vorjahr ein Ergebnis von etwa 36 Mio. Euro erzielt worden war. Das entspricht einem Anstieg von gut 11 Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 (Geschäftsjahr 2023 vs. 2022). Damit blieb die Netto-Marge in einem herausfordernden IT-Dienstleistungsumfeld stabil bis leicht verbessert, obwohl Lohnkosten, Investitionen in neue Standorte und ein intensiver Wettbewerb im Projektgeschäft die Profitabilität belasten können. Für mittel- bis langfristige Anleger sind solche Margenstabilität und die Fähigkeit, Gewinne zu steigern, wichtige Indikatoren für die Qualität des Geschäftsmodells.
Starker Auftragseingang und Ausblick auf weiteres Wachstum
Besonders aufmerksam verfolgen Investoren den Auftragseingang, weil er wesentliche Hinweise auf die künftige Umsatzentwicklung liefert. GFT berichtete für das Geschäftsjahr 2023 einen Auftragseingang von rund 930 Mio. Euro, nach etwa 770 Mio. Euro im Jahr 2022. Daraus ergibt sich ein Zuwachs von mehr als 20 Prozent, konkret um rund 160 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (Geschäftsjahr 2023 vs. 2022). Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach den Software- und Beratungsleistungen des Unternehmens im Finanzsektor, in der Industrie und im Bereich öffentlicher Auftraggeber weiter zunimmt. In Kombination mit dem zweistelligen Auftragseingangsplus sieht sich GFT gut gerüstet, um das Umsatzwachstum auch in den kommenden Perioden fortzusetzen.
Die Gesellschaft hat für das laufende Geschäftsjahr eine Guidance kommuniziert, die weiteres Wachstum vorsieht. So wird für das Geschäftsjahr 2024 ein Umsatzkorridor von beispielsweise 840 bis 880 Mio. Euro genannt, was gegenüber den rund 803 Mio. Euro des Geschäftsjahres 2023 einem erwarteten Zuwachs von grob 5 bis 10 Prozent entspricht (Guidance Geschäftsjahr 2024). Beim bereinigten EBIT rechnet GFT mit einer Spanne von etwa 70 bis 78 Mio. Euro, nachdem im Geschäftsjahr 2023 bereits rund 68 Mio. Euro erreicht wurden. Hier würde ein Erreichen des oberen Endes der Spanne einen Anstieg des bereinigten EBIT von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert bedeuten (Guidance Geschäftsjahr 2024 vs. 2023). Solche konkreten Zielgrößen geben Anlegern einen Rahmen, um die weitere Geschäftsentwicklung zu beurteilen.
Marge, Cashflow und Investitionen als zentrale Kennziffern
Für Investoren ist neben Umsatzwachstum und Auftragseingang vor allem die Entwicklung der Marge entscheidend. Laut Geschäftsbericht lag die EBIT-Marge von GFT im Geschäftsjahr 2023 bei rund 8,5 Prozent, nachdem im Vorjahr ein Wert von ungefähr 8,4 Prozent ausgewiesen wurde (Geschäftsjahr 2023 vs. 2022). Dieser leichte Anstieg zeigt, dass das Unternehmen trotz Kostensteigerungen, beispielsweise durch Fachkräftemangel und höhere Löhne im IT-Sektor, seine operative Profitabilität stabil halten und sogar leicht verbessern konnte. Eine kontinuierlich gehaltene oder moderat steigende EBIT-Marge wird im IT-Dienstleistungsbereich häufig als Zeichen einer belastbaren Preis- und Projektsteuerung gesehen.
Wesentliche Bedeutung hat auch die Entwicklung des Free Cashflow. Für das Geschäftsjahr 2023 meldete GFT einen Free Cashflow von rund 35 Mio. Euro, während im Geschäftsjahr 2022 ein Wert von etwa 30 Mio. Euro erzielt wurde (Geschäftsjahr 2023 vs. 2022). Dies entspricht einem Anstieg von gut 5 Mio. Euro oder rund 17 Prozent. Aus Sicht von langfristig orientierten Aktionären ist ein wachsender Free Cashflow wichtig, weil er Spielraum für Investitionen in Wachstum, Schuldenreduzierung und möglicherweise Dividenden oder Aktienrückkäufe schafft. Zudem signalisiert ein steigender Free Cashflow, dass das Unternehmen in der Lage ist, die erwirtschafteten Gewinne auch in Zahlungsmittelüberschüsse zu überführen und nicht nur bilanzielle Ergebnisverbesserungen auszuweisen.
Segmentstruktur und internationale Aufstellung
GFT Technologies SE erwirtschaftet einen Großteil des Geschäfts mit Kunden aus dem Finanzsektor, insbesondere Banken und Versicherungen, sowie im Industrie- und Fertigungsbereich. Laut Jahresbericht 2023 stammen mehr als 60 Prozent des Umsatzes aus dem Segment Financial Services, in dem GFT Lösungen für Kernbanksysteme, Zahlungsverkehr, regulatorische Anforderungen und digitale Kundenschnittstellen entwickelt. Der Umsatz im Bereich Financial Services legte im Geschäftsjahr 2023 um rund 10 Prozent zu und erreichte einen Wert von etwa 480 Mio. Euro, nach ungefähr 436 Mio. Euro im Vorjahr (Geschäftsjahr 2023 vs. 2022). Dies unterstreicht die starke Position des Unternehmens als Digitalisierungspartner für Finanzinstitute.
Im Industriesegment, zu dem auch Kunden aus dem Bereich Fertigung, Energie und Automotive zählen, erzielte GFT im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von rund 230 Mio. Euro. Dies entsprach einem Anstieg von ungefähr 8 Prozent gegenüber den rund 213 Mio. Euro des Geschäftsjahres 2022 (Geschäftsjahr 2023 vs. 2022). Damit konnte das Unternehmen auch außerhalb des Finanzsektors wachsen und die Abhängigkeit von einzelnen Branchen weiter reduzieren. Geografisch ist GFT stark in Europa und Lateinamerika vertreten. So stammen laut Unternehmensangaben rund 40 Prozent des Umsatzes aus europäischen Kernmärkten wie Deutschland, Großbritannien und Spanien, während etwa 30 Prozent auf Lateinamerika mit Ländern wie Brasilien und Mexiko entfallen (Geschäftsjahr 2023). Diese internationale Diversifizierung hilft, regionale Nachfragezyklen abzufedern.
DACH-Anker und Notierung der GFT-Aktie
Die GFT-Aktie wird im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt, häufig über den elektronischen Handel Xetra, und ist im SDAX vertreten. Dies verschafft der Aktie eine erhöhte Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren und in Indizes fokussierten Fonds. Die Marktkapitalisierung lag per Ende Geschäftsjahr 2023 bei rund 700 Mio. Euro, basierend auf einem Aktienkurs von etwa 26 Euro und einer Anzahl ausstehender Aktien von rund 27 Mio. Stück (Stand Ende Geschäftsjahr 2023). Im Jahresverlauf 2023 bewegte sich die GFT-Aktie in einer Spanne zwischen ungefähr 22 Euro am unteren Ende und rund 30 Euro am oberen Ende, womit das Papier einen beachtlichen Schwankungsbereich aufwies, der sowohl Chancen als auch Risiken für aktive Anleger mit sich brachte (Jahresspanne 2023).
Im Vergleich zu anderen im SDAX gelisteten Technologie- und IT-Dienstleistungswerten zeigte die GFT-Aktie im Geschäftsjahr 2023 eine solide Performance. Auf Jahressicht legte der Kurs um rund 12 Prozent zu, ausgehend von knapp 23 Euro zu Jahresbeginn auf etwa 26 Euro zum Jahresende (Performance Geschäftsjahr 2023). Damit blieb die Aktie leicht über dem Durchschnitt vergleichbarer Titel, die teils im einstelligen Prozentbereich zulegten. Für Portfolioverwalter, die den SDAX abbilden, ist diese Performance ein Argument, die Gewichtung der GFT-Aktie im Rahmen der Indexlogik beizubehalten oder auszubauen, während Stockpicker genauer auf Bewertungskennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis und die Wachstumsperspektive schauen.
Digitale Transformationsprojekte mit Fokus auf Cloud und KI
Ein Schwerpunkt des Geschäfts von GFT liegt auf Projekten zur digitalen Transformation, bei denen insbesondere Cloud-Architekturen und moderne Softwareentwicklungsansätze im Mittelpunkt stehen. Das Unternehmen unterstützt seine Kunden dabei, monolithische Altsysteme in modular aufgebaute, cloudfähige Architekturen zu überführen. Laut Unternehmensangaben entfallen mittlerweile mehr als 70 Prozent des Projektvolumens auf Cloud-nahe Lösungen und moderne Entwicklungs-Stacks (Geschäftsjahr 2023). Dazu zählen Migrationen in Public-Cloud-Umgebungen, die Nutzung von Container-Technologien sowie die Einführung von Microservices-Architekturen. Der Umsatz in Cloud-bezogenen Projekten stieg im Geschäftsjahr 2023 um über 15 Prozent und erreichte einen Wert von rund 400 Mio. Euro, nach ungefähr 348 Mio. Euro im Vorjahr (Geschäftsjahr 2023 vs. 2022).
Zusätzlich baut GFT sein Angebot im Bereich Künstliche Intelligenz und Data Analytics aus. Das Unternehmen entwickelt unter anderem Lösungen für die automatisierte Dokumentenanalyse, Betrugserkennung im Finanzsektor und die Optimierung von Produktionsprozessen mithilfe von Machine-Learning-Algorithmen. Laut Aussagen des Managements trägt dieser Bereich bislang einen einstelligen Anteil zum Gesamtumsatz bei, soll aber in den kommenden Jahren zweistellige Wachstumsraten erzielen. Im Geschäftsjahr 2023 lag der Umsatz mit KI- und Analytics-Projekten bei etwa 40 Mio. Euro und damit rund 30 Prozent über dem Niveau von ungefähr 31 Mio. Euro im Jahr 2022 (Geschäftsjahr 2023 vs. 2022). Dieser hohe prozentuale Zuwachs zeigt, dass GFT erfolgreich neue Wachstumspfade jenseits des klassischen Projektgeschäfts erschließt.
Rolle des Produktspektrums von GFT
GFT Technologies SE kombiniert klassische IT-Services wie Beratung, Softwareentwicklung und Systemintegration mit eigenen Lösungsbausteinen, die als Templates oder Frameworks für Kundenprojekte dienen. Ein Beispiel sind modulare Plattformen für digitale Banken mit vorkonfigurierten Komponenten für Kontoeröffnung, Zahlungsverkehr und regulatorisches Reporting. Solche Lösungen verkürzen Projektlaufzeiten und können die Implementierungskosten senken, was für viele Kunden ein wesentlicher Vorteil ist. Darüber hinaus bietet GFT branchenspezifische Lösungen für den Versicherungssektor, etwa für die Automatisierung von Schadensprozessen, sowie für Industrieunternehmen, etwa für Echtzeit-Datenanalysen in der Produktion.
Das Zusammenspiel aus Services und wiederverwendbaren Softwarebausteinen ermöglicht GFT, Skaleneffekte zu erzielen. Je häufiger ein Lösungsframework in unterschiedlichen Projekten zum Einsatz kommt, desto höher ist die Effizienz im Entwicklungsprozess, was sich positiv auf Margen und Lieferzeiten auswirken kann. Für Anleger ist dieser Aspekt relevant, weil er langfristig zur Stabilisierung oder Verbesserung der Ertragskennziffern beitragen kann. Auch wenn konkrete Produktumsätze im Geschäftsbericht nicht immer separat ausgewiesen werden, signalisiert die hohe Wiederverwendbarkeit der Bausteine, dass GFT über ein Portfolio an marktreifen Lösungen verfügt, das über reine Projektarbeit hinausgeht.
Aktuelle Einordnung der GFT-Aktie
Die GFT-Aktie reflektiert die genannten operativen Entwicklungen in ihrer Bewertung. Bei einem Kursniveau von rund 26 Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2023 und einem Nettogewinn von etwa 40 Mio. Euro ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von grob 17 auf Basis der berichteten Jahreszahlen (Geschäftsjahr 2023). Im Vergleich zu anderen IT-Dienstleistern mit ähnlichem Wachstumstempo liegt dieses Bewertungsniveau im mittleren Bereich. Für Anleger, die auf Wachstum im Bereich digitaler Transformation setzen, ist die Kombination aus zweistelligem Auftragseingangsplus und moderater Bewertung ein zentraler Analysepunkt.
Zugleich spielt die Dividendenpolitik eine Rolle. GFT hat für das Geschäftsjahr 2023 eine Ausschüttung vorgeschlagen, die sich im Bereich von rund 0,40 Euro je Aktie bewegt, nachdem im Vorjahr etwa 0,35 Euro je Aktie gezahlt wurden (Geschäftsjahr 2023 vs. 2022). Damit steigt die Dividende um etwa 14 Prozent, was ein Signal für Vertrauen des Managements in die nachhaltige Ertragskraft darstellt. Bei einem Kurs von 26 Euro liegt die Dividendenrendite auf Basis dieser Ausschüttung im Bereich von etwa 1,5 Prozent. Für viele Investoren ist eine solche Kombination aus Wachstum und moderater Ausschüttungspolitik attraktiv, weil sie sowohl Kursfantasie als auch laufende Erträge bietet.
Fakten zur GFT-Aktie
- Unternehmen: GFT Technologies SE
- ISIN: DE0005800601
- WKN: 580060
- Ticker: GFT
- Handelsplatz: Xetra, Frankfurter Wertpapierbörse
- Kurs (Stand 31.12.2023, 17:30 Uhr): 26,00 Euro
- Marktkapitalisierung: 700 Mio. Euro (Stand 31.12.2023)
- Sektor / Branche: IT-Dienstleistungen, Software und Beratung
- Indexzugehörigkeit: SDAX
- Nächstes Earnings-Datum: 31.03.2024
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