Goldman Sachs, US38141G1040

Die Goldman-Sachs-Aktie profitiert von starken Quartalszahlen und solider Investmentbanking-Nachfrage

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 15:43 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die Goldman-Sachs-Aktie bleibt nach starken Zahlen und einer Erholung im Investmentbanking gefragt. Der US-Finanzkonzern überzeugt mit deutlichen Gewinnsteigerungen und solider Kapitalausstattung, während das Handelsgeschäft stabilisiert.

Editorialaufnahme eines Börsenhandelsraums mit Kursbildschirmen und Charts
Börsen-Editorialfoto zeigt NYSE-Trading-Floor für The Goldman Sachs Group Inc., Aktie US38141G1040, Finanzcharts Bildschirme, Illustration mit AI erstellt.

Die Goldman-Sachs-Aktie (ISIN US38141G1040) steht im Fokus, nachdem der US-Finanzkonzern im zweiten Quartal 2024 einen deutlich höheren Gewinn ausgewiesen hat und von einer Erholung im Investmentbanking sowie stabilen Handelsaktivitäten profitiert.

Gewinnsprung im zweiten Quartal 2024

Goldman Sachs Inc. hat laut Unternehmensangaben für das zweite Quartal 2024 einen Nettogewinn von rund 2,9 Milliarden US-Dollar gemeldet, nachdem im Vorjahreszeitraum etwa 1,2 Milliarden US-Dollar erzielt worden waren.

Damit hat sich der Quartalsgewinn binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt, was vor allem auf niedrigere Rückstellungen und eine bessere Entwicklung im klassischen Investmentbanking zurückgeführt wird.

Der Gewinn je Aktie (EPS) lag im zweiten Quartal 2024 bei rund 8,20 US-Dollar und damit deutlich über dem Wert des Vorjahresquartals, in dem der EPS bei etwa 3,10 US-Dollar gelegen hatte.

Im gleichen Zeitraum stieg der ausgewiesene Nettoumsatz von ungefähr 10,9 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal 2023 auf rund 14,1 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal 2024.

Dies entspricht einem Umsatzplus von rund 29 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und spiegelt die wieder zunehmende Aktivität im Emissions- und Beratungsgeschäft wider.

Stärkeres Investmentbanking und Beratungsgeschäft

Das Segment Global Banking & Markets, in dem Goldman Sachs sein Investmentbanking und das Wertpapiergeschäft bündelt, verzeichnete im zweiten Quartal 2024 einen starken Zuwachs der Provisionserlöse aus IPOs, M&A-Beratung und Kapitalmarkttransaktionen.

Insbesondere das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen sowie Aktienemissionen konnte im Vergleich zum zweiten Quartal 2023 deutlich zulegen und trug maßgeblich zur Verbesserung des Konzerngewinns bei.

Während das festverzinsliche Handelsgeschäft im Vorjahreszeitraum schwächer lief, zeigte sich im zweiten Quartal 2024 eine stabilere Entwicklung, sodass die Gesamterträge im Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen auf Jahressicht zulegten.

Gleichzeitig blieb das Aktienhandelsgeschäft robust, was sich in höheren Provisions- und Handelserträgen gegenüber dem zweiten Quartal 2023 niederschlug.

Die Kombination aus wieder anziehendem Investmentbanking und solider Handelsperformance verschaffte Goldman Sachs im Berichtsquartal eine deutlich bessere Ertragsstruktur als im Vorjahr.

Vermögensverwaltung und Privatkundengeschäft

Im Bereich Asset & Wealth Management konnte Goldman Sachs die verwalteten Vermögen weiter ausbauen, gestützt durch Marktgewinne und Zuflüsse institutioneller und vermögender Privatkunden.

Laut den zuletzt veröffentlichten Kennzahlen stiegen die verwalteten Assets im Jahresvergleich und sorgten damit für zusätzliche Gebührenerträge.

Das Privatkundengeschäft blieb im Rahmen der strategischen Neuausrichtung im Hintergrund, nachdem sich der Konzern in den vergangenen Jahren wieder stärker auf das Kerngeschäft mit institutionellen Kunden und Vermögensverwaltung konzentriert hat.

Dieser strategische Fokus spiegelt sich in der Kostenbasis wider, die im zweiten Quartal 2024 trotz höherer Aktivität im Investmentbanking nur moderat gegenüber dem Vorjahresquartal anstieg.

Die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation verbesserte sich im Vergleich zum zweiten Quartal 2023, was die höhere Effizienz des Geschäftsmodells unterstreicht.

Kapitalausstattung und regulatorische Kennzahlen

Goldman Sachs wies für das zweite Quartal 2024 eine harte Kernkapitalquote (CET1) von rund 14 Prozent aus, womit der Konzern weiterhin einen komfortablen Puffer über den regulatorischen Mindestanforderungen hält.

Die Leverage Ratio blieb im Berichtszeitraum stabil, was auf eine disziplinierte Bilanzsteuerung und ein kontrolliertes Risikoprofil hinweist.

Die Risikoaktiva entwickelten sich im Jahresvergleich nur moderat, obwohl das Geschäft mit Unternehmensfinanzierungen und strukturierter Finanzierung wieder an Dynamik gewonnen hat.

Für Anleger ist die solide Kapitalausstattung von Bedeutung, da sie künftige Ausschüttungsmöglichkeiten und die Fähigkeit zur Aufnahme zusätzlicher Geschäftschancen unterstützt.

Zudem signalisiert die stabile Kapitalposition, dass der Konzern auch bei steigenden regulatorischen Anforderungen handlungsfähig bleibt.

Dividende und Aktienrückkäufe

Goldman Sachs hat im Zuge der Ergebnisvorlage für das zweite Quartal 2024 bestätigt, weiterhin Dividenden auszuschütten und Aktienrückkäufe durchzuführen.

Die Quartalsdividende lag im Berichtszeitraum bei rund 2,75 US-Dollar je Aktie und damit über dem Niveau früherer Jahre, in denen sie bei etwa 2,50 US-Dollar je Aktie lag.

Parallel dazu wurden im Laufe der vergangenen zwölf Monate mehrere Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe eingesetzt, was den Gewinn je Aktie stützt und den freien Streubesitz leicht reduziert.

Rückkäufe und Dividenden stellen für viele institutionelle Anleger einen zentralen Bestandteil der Renditeerwartung dar und unterstreichen die Ertragskraft des Geschäftsmodells.

Die Kombination aus wachsendem Gewinn und fortgesetzten Ausschüttungen erhöht die Attraktivität der Goldman-Sachs-Aktie im internationalen Bankensektor.

Vergleich mit Vorjahr und Sektorumfeld

Im Vergleich zum Gesamtjahr 2023, in dem Goldman Sachs einen Jahresüberschuss von rund 8,5 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete, deutet der starke Start in das Jahr 2024 auf eine mögliche Verbesserung der Jahresergebnisse hin.

Die bisherigen Quartalszahlen 2024 zeigen, dass der Gewinn im ersten Halbjahr deutlich über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum liegt.

Während 2023 noch stark von Belastungen im Privatkundengeschäft und schwächerem Handelsvolumen geprägt war, profitiert Goldman Sachs 2024 von einer Normalisierung dieser Faktoren.

Im Vergleich zu einigen US-Peers im Investmentbanking-Segment lässt sich für Goldman Sachs eine höhere Abhängigkeit von klassischen Emissions- und Beratungserlösen erkennen, was sich in der stärkeren Erholung bei verbesserten Marktbedingungen zeigt.

Zugleich bleibt der Konzern gegenüber breit diversifizierten Universalbanken im Retailgeschäft weniger exponiert, was die Ergebnisvolatilität in bestimmten Marktphasen beeinflussen kann.

Produktfokus: Investmentbanking und Wertpapierdienstleistungen

Zu den zentralen Produkten von Goldman Sachs im Investmentbanking zählen die Beratung bei Unternehmensübernahmen und Fusionen, die Begleitung von Börsengängen sowie die Strukturierung komplexer Finanzierungs- und Kapitalmarkttransaktionen für Unternehmen und institutionelle Investoren.

Daneben bietet der Konzern umfangreiche Wertpapierdienstleistungen, etwa im Handel mit Anleihen, Aktien, Währungen und Derivaten, sowie Lösungen im Bereich Risiko- und Portfoliomanagement.

Diese Produkte sind stark vom globalen Kapitalmarktumfeld abhängig und reagieren sensibel auf Zinsniveau, Volatilität und Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.

Die im zweiten Quartal 2024 verzeichnete Zunahme der Transaktionsaktivität und der Handelsvolumina spiegelt wider, dass das Marktumfeld gegenüber dem schwächeren Vorjahr wieder günstiger geworden ist.

Für den weiteren Jahresverlauf bleibt die operative Entwicklung von Goldman Sachs maßgeblich an die Entwicklung der Kapitalmärkte und die Nachfrage institutioneller Kunden gekoppelt.

Goldman-Sachs-Aktie und Markteinordnung

Die Goldman-Sachs-Aktie ist in den USA an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet und zählt zu den Schwergewichten im US-Finanzsektor.

Der Titel ist zudem Bestandteil wichtiger US-Aktienindizes, was die Aktie für internationale Anleger und passive Investoren relevant macht.

Mit einer Marktkapitalisierung im mittleren zweistelligen Milliardenbereich US-Dollar gehört Goldman Sachs zu den größten börsennotierten Finanzinstituten weltweit.

Die Kursentwicklung der Aktie reagiert traditionell stark auf die veröffentlichten Quartalszahlen und die Signale zur Entwicklung des Investmentbankings.

Der jüngste Gewinnsprung und die deutlich gestiegenen Umsätze im zweiten Quartal 2024 haben die Wahrnehmung des Titels im Markt gestützt.

Fakten zur Goldman-Sachs-Aktie

  • Unternehmen: Goldman Sachs Inc.
  • ISIN: US38141G1040
  • Ticker: GS
  • Handelsplatz: NYSE
  • Sektor / Branche: Finanzdienstleistungen, Investmentbanking
  • Indexzugehörigkeit: S&P 500

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