EZB sieht Banken im Euroraum robust - warnt aber vor Risiken
18.11.2025 - 10:09:44Die Institute zeigten eine robuste Kapital- und LiquiditĂ€tsausstattung sowie eine hohe ProfitabilitĂ€t, teilte die EZB-Bankenaufsicht als Ergebnis ihrer jĂ€hrlichen ĂberprĂŒfung der groĂen GeldhĂ€user im WĂ€hrungsraum mit. Die Eigenkapitalanforderungen hĂ€lt die EZB fĂŒr 2026 weitgehend stabil.
Die europÀischen Banken agierten weiter in einem schwierigen Umfeld, das von erhöhten geopolitischen Risiken und neuen Wettbewerbsmustern wegen der Digitalisierung und der Konkurrenz durch Nicht-Banken geprÀgt sei, urteilte die EZB. "Dies erfordert vorausschauende Risikobewertungen und eine ausreichende WiderstandsfÀhigkeit."
Die EZB-Bankenaufsicht bewertet regelmĂ€Ăig die TragfĂ€higkeit des GeschĂ€ftsmodells und das Risikomanagement von Banken ("Supervisory Review and Evaluation Process"/SREP). Im Ergebnis legen die Aufseher KapitalzuschlĂ€ge fĂŒr bestimmte Banken fest und bestimmen unter anderem, wie viel Geld Institute als Dividende an ihre Anteilseigner ausschĂŒtten dĂŒrfen. Deutsche Bank DE0005140008 und Commerzbank DE000CBK1001 hatten kĂŒrzlich schon mitgeteilt, dass die Kapitalanforderungen fĂŒr sie fĂŒr 2026 leicht reduziert wurden.
Die EZB-Bankenaufsicht, die als Lehre aus der globalen Finanzkrise 2008 hervorgegangen ist, kontrolliert die gröĂten Banken im Euroraum direkt. Im Test wurden 105 Banken untersucht, die direkt von der EZB beaufsichtigt werden.

