VERMISCHTES, Weichen

VERMISCHTES: Weichen und Motoren defekt - Hitze stoppt ZĂŒge immer wieder

02.07.2025 - 14:15:44 | dpa.de

Die große Hitze hat bei der Deutschen Bahn (DB) und ihren Konkurrenten zu ZugausfĂ€llen und VerspĂ€tungen gefĂŒhrt.

Wie hĂ€ufig das vorkam, war zunĂ€chst nicht bekannt. Ursachen sind nach Bahnangaben ĂŒblicherweise defekte Weichen oder eine Überhitzung des Motors. Außerdem können BöschungsbrĂ€nde zu Streckensperrungen fĂŒhren, so wie zuletzt in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Hamburg.

In Nordrhein-Westfalen hatten bereits am Dienstag mehrere Bahnbetreiber fĂŒr mehr als 30 Linien vor ZugausfĂ€llen und VerspĂ€tungen gewarnt. Auf mehreren Linien fuhren ersatzweise Busse. Am Vormittag sei der Bahnverkehr wieder weitgehend rund gelaufen, hieß es. "Angesichts des Extremwetters muss aber auch heute mit EinschrĂ€nkungen gerechnet werden", sagte ein Bahnsprecher. Wegen erwarteter Unwetter am Abend habe die Bahn bereits Reparaturtrupps in Stellung gebracht.

"Bei solchen Temperaturen können ZĂŒge heißlaufen", erlĂ€uterte ein Bahnsprecher. Dann könne es zu Problemen mit der Technik, etwa bei Klimaanlagen, kommen. "In der Hitze kann es passieren, dass Weichenantriebe nicht mehr richtig funktionieren und ausgetauscht werden mĂŒssen."

Nach Defekt zu heiß im Zug - FahrgĂ€ste wĂ€hlen Notruf

Wenn unterwegs eine Panne auftritt und dadurch die KĂŒhlung ausfĂ€llt, kann es fĂŒr die FahrgĂ€ste bei weit ĂŒber 30 Grad schnell unangenehm werden. So passierte es am Dienstag bei einem Regionalzug der Nordwestbahn. 48 Reisende mussten in Niedersachsen zweieinhalb Stunden bei hohen Temperaturen in dem Zug mit kaputter Klimaanlage ausharren.

Die Regionalbahn hatte einen technischen Defekt und blieb auf einer EisenbahnbrĂŒcke zwischen Berne und Elsfleth in der Wesermarsch stehen, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Die Klimaanlage funktionierte nur noch eingeschrĂ€nkt, der Zug heizte sich schnell auf, einige FahrgĂ€ste wĂ€hlten schließlich den Notruf. Polizei und RettungskrĂ€fte befreiten die Menschen aus der misslichen Lage.

FĂŒnf von ihnen hatten Kreislaufprobleme und zu wenig FlĂŒssigkeit im Körper. Ein 14- und ein 15-JĂ€hriger wurden deshalb in ein Krankenhaus gebracht. Eine Anfrage bei der Nordwestbahn blieb zunĂ€chst unbeantwortet. Die "Nordwest-Zeitung" hatte zuvor ĂŒber den Einsatz berichtet.

ZĂŒge ohne Klimaanlage - Flixtrain streicht Verbindungen

Beim Fernverkehrsanbieter Flixtrain wurden am Mittwoch zehn Fahrten gestrichen und zwei andere Verbindungen verkĂŒrzt, wie eine Sprecherin des Unternehmens Flix auf Anfrage mitteilte. Als Grund nannte sie die "extreme Witterung". Betroffen waren vor allem ZĂŒge am Nachmittag.

Die ĂŒberwiegend Ă€lteren Wagen von Flixtrain haben keine Klimaanlage, an heißen Tagen dĂŒrfte die Fahrt deshalb kaum zu ertragen sein. Flixtrain ist einer der wenigen Wettbewerber der bundeseigenen Deutschen Bahn im Fernverkehr.

Die von den ZugausfĂ€llen betroffenen FahrgĂ€ste seien informiert und es seien ihnen Umbuchungen auf andere ZĂŒge oder auf Reisebusse angeboten worden, ergĂ€nzte die Flix-Sprecherin. Bei der DB sind kaum noch Ă€ltere ICE mit schwachen Klimaanlagen unterwegs, dementsprechend gibt es im DB-Fernverkehr kaum noch Probleme.

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