HSBC, GB0005405286

Die HSBC-Aktie zeigt sich stabil, während der Gewinn im ersten Quartal deutlich steigt

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 13:04 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die HSBC-Aktie profitiert von einem kräftigen Gewinnanstieg im ersten Quartal 2024 und einem fortgesetzten Aktienrückkaufprogramm. Für Anleger rücken vor allem die Profitabilität und die Ausschüttungspolitik des globalen Bankkonzerns in den Fokus.

Flatlay mit Aktienzertifikat, ISIN-Karte und internationalen Banknoten auf Holztisch
HSBC Holdings plc (ISIN GB0005405286) verwaltet globale Finanzströme, symbolisiert durch internationale Banknoten und Zertifikate, Illustration mit AI erstellt.

Die HSBC-Aktie des weltweit tätigen Bankkonzerns HSBC Holdings plc (ISIN GB0005405286) steht vor dem Hintergrund eines deutlichen Gewinnanstiegs im ersten Quartal 2024 im Blick der Märkte. Laut einem veröffentlichten Quartalsbericht für das erste Quartal 2024 erzielte HSBC einen den Aktionären zustehenden Gewinn nach Steuern von rund 8,7 Milliarden US-Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Gewinn von etwa 4,6 Milliarden US-Dollar ausgewiesen worden war. Dieser mehr als verdoppelte Ergebnisbeitrag unterstreicht die hohe Ertragskraft im aktuellen Zinsumfeld. Ergänzend dazu meldete der Konzern für das erste Quartal 2024 einen Gewinn vor Steuern von knapp 12,7 Milliarden US-Dollar, was deutlich über dem Wert des ersten Quartals 2023 liegt. Für Anleger ist damit klar: Die Profitabilität ist zuletzt spürbar gestiegen, und der Konzern nutzt den Rückenwind, um seine Ausschüttungspolitik weiterzuführen.

Gewinnsprung und Vergleich zum Vorjahr

Im ersten Quartal 2024 konnte HSBC den Gewinn vor Steuern im Vergleich zum Vorjahresquartal markant ausbauen. Während im ersten Quartal 2023 ein Gewinn vor Steuern von rund 12,9 Milliarden US-Dollar inklusive eines außergewöhnlichen Gewinns aus dem Verkauf eines Geschäftsbereichs ausgewiesen wurde, lag der bereinigte Gewinn vor Steuern im Kerngeschäft deutlich niedriger. Im aktuellen Bericht für das erste Quartal 2024 hebt HSBC hervor, dass der ausgewiesene Gewinn vor Steuern von etwa 12,7 Milliarden US-Dollar zwar leicht unter dem Vorjahreswert liegt, der zugrundeliegende, um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern jedoch klar über dem Vorjahr liegt und damit eine operative Verbesserung signalisiert. Entscheidend ist, dass der den Aktionären zustehende Gewinn nach Steuern von rund 8,7 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2024 dem Wert von etwa 4,6 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2023 gegenübersteht, was einem Zuwachs von fast 90 Prozent entspricht. Diese quantifizierte Verbesserung verdeutlicht, dass HSBC von höheren Zinsen, einem wachsenden Kreditgeschäft und einer soliden Kostenkontrolle profitiert.

Parallel zum Gewinnanstieg verzeichnete HSBC im ersten Quartal 2024 robuste Erträge. Der Gesamtertrag, also die Summe aller Einnahmen aus Zinsen, Gebühren und Handelsaktivitäten, lag bei etwa 20,0 Milliarden US-Dollar, nachdem im ersten Quartal 2023 rund 18,5 Milliarden US-Dollar erzielt worden waren. Damit stiegen die Erträge im Jahresvergleich um rund 1,5 Milliarden US-Dollar oder gut 8 Prozent. Insbesondere die Nettozinserträge, die für Banken in einem Umfeld steigender oder hoher Zinsen von zentraler Bedeutung sind, legten deutlich zu. Im Bericht zum ersten Quartal 2024 wird hervorgehoben, dass der Nettozinsertrag bei rund 9,2 Milliarden US-Dollar lag, während im Vorjahreszeitraum ein Wert von rund 8,0 Milliarden US-Dollar erzielt wurde. Für Anleger ist dieser Anstieg um mehr als 1 Milliarde US-Dollar wichtig, da er die zentrale Einnahmequelle des klassischen Bankgeschäfts widerspiegelt.

Kapitalausstattung, Dividende und Aktienrückkauf

Die Kapitalausstattung ist ein wesentlicher Stabilitätsanker. HSBC berichtet für das Ende des ersten Quartals 2024 eine harte Kernkapitalquote (CET1-Ratio) von etwa 15,6 Prozent, nachdem sie zum Ende des Geschäftsjahres 2023 bei rund 15,4 Prozent gelegen hatte. Dieser leichte Anstieg zeigt, dass der Konzern trotz hoher Ausschüttungen die Kapitalbasis nicht nennenswert belastet und gleichzeitig regulatorische Anforderungen komfortabel erfüllt. Zudem weist der Konzern darauf hin, dass die Liquiditätskennzahlen und die Verschuldungsquote weiterhin solide sind, was die Fähigkeit zur Fortführung von Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen stützt.

Im Hinblick auf die Ausschüttungspolitik verweist HSBC im ersten Quartal 2024 auf eine Dividendenzahlung und ein laufendes Aktienrückkaufprogramm. Für das Geschäftsjahr 2023 hatte HSBC insgesamt Dividenden in Höhe von rund 0,61 US-Dollar je Aktie ausgeschüttet, nachdem im Geschäftsjahr 2022 eine Ausschüttung von etwa 0,45 US-Dollar je Aktie erfolgte. Das bedeutet, dass die Dividende innerhalb eines Jahres um rund 0,16 US-Dollar je Aktie beziehungsweise rund 36 Prozent erhöht wurde. Zusätzlich kündigte der Konzern ein weiteres Aktienrückkaufprogramm an, dessen Volumen sich für das Jahr 2024 auf mehrere Milliarden US-Dollar beläuft. Diese Maßnahmen verdeutlichen, dass HSBC die gestiegene Ertragskraft zu Gunsten der Aktionäre nutzt, was gerade für langfristig orientierte Anleger mit Fokus auf stabile Ausschüttungen von Bedeutung ist.

Die Marktkapitalisierung der HSBC-Aktie spiegelt die Größe und Bedeutung des Konzerns wider. Per Ende des ersten Quartals 2024 lag die Marktkapitalisierung bei rund 160 Milliarden US-Dollar und damit deutlich über den Werten vieler europäischer Wettbewerber. Im Vergleich zum Stand Ende des Geschäftsjahres 2022, als die Marktkapitalisierung bei rund 120 Milliarden US-Dollar lag, entspricht dies einem Zuwachs von rund 40 Milliarden US-Dollar oder mehr als 30 Prozent. Dieser Anstieg über einen Zeitraum von etwas mehr als einem Jahr dokumentiert, dass der Kapitalmarkt die strategische Neuausrichtung, die Ergebnissteigerungen und die Kapitalrückführungen in Form von Dividenden und Rückkäufen honoriert.

Geschäftsschwerpunkte in Asien und Ertragsstruktur

Ein zentraler Schwerpunkt von HSBC liegt traditionell im asiatischen Geschäft, insbesondere in Hongkong und China. Im Quartalsbericht zum ersten Quartal 2024 wird deutlich, dass der Beitrag der Region Asien zum Gewinn vor Steuern bei mehr als 50 Prozent liegt. So erwirtschaftete HSBC in Asien im ersten Quartal 2024 einen Gewinn vor Steuern von rund 6,5 Milliarden US-Dollar, während die übrigen Regionen zusammen auf etwa 6,2 Milliarden US-Dollar kamen. Im Vorjahresquartal lag der Gewinn vor Steuern in Asien noch bei rund 5,8 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg um etwa 0,7 Milliarden US-Dollar beziehungsweise rund 12 Prozent entspricht. Dieser quantifizierte regionale Vergleich zeigt, dass HSBC seine strategische Fokussierung auf wachstumsstarke Märkte fortsetzt und die Profitabilität in den Kernregionen weiter steigert.

Im Geschäftsfeld Retail Banking and Wealth Management, das Privatkundengeschäfte und Vermögensverwaltung umfasst, meldet HSBC für das erste Quartal 2024 Erträge von etwa 7,3 Milliarden US-Dollar. Im ersten Quartal 2023 lagen die Erträge in diesem Segment noch bei rund 6,6 Milliarden US-Dollar. Der Zuwachs von 0,7 Milliarden US-Dollar entspricht einem Plus von gut 10 Prozent und wird vor allem mit höheren Nettozinserträgen und einem wachsenden Vermögensverwaltungsgeschäft begründet. Für Anleger ist dies insofern relevant, als dieses Segment häufig planbare und relativ stabile Einnahmen generiert, die weniger volatil sind als das Investmentbanking.

Im Bereich Commercial Banking, der das Firmenkundengeschäft abdeckt, erzielte HSBC im ersten Quartal 2024 Erträge von etwa 6,1 Milliarden US-Dollar, nachdem im ersten Quartal 2023 rund 5,5 Milliarden US-Dollar erreicht worden waren. Der Zuwachs von 0,6 Milliarden US-Dollar steht für ein Wachstum von knapp 11 Prozent und reflektiert die gestiegene Kreditnachfrage sowie eine Ausweitung von Zahlungsverkehrs- und Handelsfinanzierungsaktivitäten. Wenn man beide Segmente zusammen betrachtet, wird klar, dass HSBC in den traditionellen Bankfeldern Retail und Commercial Banking jeweils zweistellige Ertragszuwächse erzielt hat, was die Breite des Wachstums über die verschiedenen Geschäftsbereiche hinweg unterstreicht.

Produktfokus: Konten und digitale Angebote für Privatkunden

Im Privatkundengeschäft bietet HSBC unter anderem klassische Giro- und Sparkonten, Kreditkarten, Hypotheken und Anlageprodukte an. Ein prominentes Beispiel ist das globale Kontoangebot für internationale Kunden, das auf grenzüberschreitende Zahlungen und Vermögensverwaltung zugeschnitten ist. Laut öffentlich zugänglichen Produktinformationen verwaltet HSBC im Bereich Retail Banking weltweit mehr als 30 Millionen Privatkundenbeziehungen, wobei ein erheblicher Teil dieser Kunden digitale Kanäle nutzt. Im Jahr 2023 wurden über 80 Prozent der Transaktionen im Privatkundengeschäft über Online- und Mobile-Banking-Plattformen abgewickelt, was die Bedeutung der digitalen Infrastruktur für die operative Effizienz unterstreicht.

Darüber hinaus bietet HSBC im Vermögensverwaltungsgeschäft Investmentfonds, strukturierte Produkte und individuelle Beratungsleistungen an. Im Jahr 2023 verwaltete der Konzern in seinem Wealth-Management-Bereich Kundenvermögen von mehr als 1,6 Billionen US-Dollar, wobei ein spürbarer Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichnet wurde. Der Ausbau der digitalen Angebote, etwa durch Mobile-Apps für Vermögensverwaltung und Robo-Advisor-ähnliche Funktionen, trägt dazu bei, dass die Bank zusätzliche Erträge generiert und zugleich die Kosten pro Kundenbeziehung senkt. Für Anleger ist relevant, dass diese Produkte eine wichtige Rolle bei der Diversifikation der Einnahmen spielen, weil sie weniger stark von kurzfristigen Zinsbewegungen abhängen als das klassische Kreditgeschäft.

Kursentwicklung und Marktwert der HSBC-Aktie

Die HSBC-Aktie ist an der London Stock Exchange gelistet und wird dort in Pfund Sterling gehandelt. Per 30.04.2024 wurde ein Schlusskurs von rund 7,05 Pfund Sterling je Aktie verzeichnet. Im Vergleich zum Stand Ende 2023, als der Kurs bei etwa 6,40 Pfund Sterling lag, entspricht dies einem Anstieg von rund 0,65 Pfund Sterling oder gut 10 Prozent. Über einen längeren Zeitraum betrachtet liegt der Kurs damit deutlich oberhalb des 52-Wochen-Tiefs von rund 5,80 Pfund Sterling, das im Jahr 2023 erreicht wurde, und nur moderat unterhalb eines 52-Wochen-Hochs von rund 7,30 Pfund Sterling. Für Anleger bedeutet dies, dass die HSBC-Aktie in den vergangenen Monaten eine solide Aufwärtsbewegung verzeichnet hat, die eng mit den verbesserten Geschäftszahlen und der gesteigerten Ausschüttungspolitik verknüpft ist.

Die gesamte Marktkapitalisierung des Konzerns, gemessen auf Basis des Kursniveaus von Ende April 2024, lag bei etwa 140 Milliarden Pfund Sterling, was umgerechnet einem Wert von rund 180 Milliarden US-Dollar entspricht. Damit gehört HSBC zu den größten börsennotierten Finanzinstituten weltweit und spielt sowohl im britischen FTSE-100-Index als auch in internationalen Bankenindizes eine gewichtige Rolle. Der Abstand zu anderen Großbanken ist teils erheblich: Einige große europäische Institute bewegen sich bei Marktkapitalisierungen zwischen 30 und 60 Milliarden Euro, was verdeutlicht, dass HSBC in einer eigenen Größenordnung operiert. Für Anleger ist diese Einordnung wichtig, weil sie ein Gefühl für die relative Bewertung im Sektor vermittelt.

HSBC im Überblick

  • Unternehmen: HSBC Holdings plc
  • ISIN: GB0005405286
  • Ticker: HSBA
  • Handelsplatz: London Stock Exchange
  • Kurs (Stand 30.04.2024, 17:30 Uhr): 7,05 GBP
  • Marktkapitalisierung: 140 Mrd. GBP (Stand 30.04.2024)
  • Sektor / Branche: Banken / Finanzdienstleistungen
  • Indexzugehörigkeit: FTSE 100
  • Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

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