OECD warnt vor EngpÀssen bei kritischen Rohstoffen
28.04.2026 - 15:14:19 | dpa.deMehrere Mineralien, die in der Digital-Technologie und fĂŒr erneuerbare Energien eine entscheidende Rolle spielten, seien in hohem MaĂe von ExportbeschrĂ€nkungen betroffen, deren Zahl stetig zunehme, teilte die Organisation fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris mit. Die Zahl der LĂ€nder, die solche BeschrĂ€nkungen einfĂŒhrten, habe zugenommen, insbesondere in Afrika und Asien.
Bestimmte, fĂŒr Energiesysteme unverzichtbare BodenschĂ€tze wie Kobalt, Mangan, Graphit und seltene Erden seien von den ExportbeschrĂ€nkungen besonders betroffen. So seien etwa 70 Prozent der weltweiten Exporte von Kobalt und Mangan, die fĂŒr SchlĂŒsselindustrien wie die Fertigung von Batterien und Chips von Bedeutung sind, zwischen 2022 und 2024 von mindestens einer ExportbeschrĂ€nkung betroffen gewesen.
WĂ€hrend die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen rasch steige, passe sich das Angebot nur langsam an und sei nach wie vor stark konzentriert, betonte die OECD. "LĂ€nder auf der ganzen Welt sind auf einen zuverlĂ€ssigen Zugang zu kritischen Rohstoffen angewiesen, die fĂŒr Wirtschaftswachstum, Innovation und Energiesicherheit unerlĂ€sslich sind", sagte OECD-GeneralsekretĂ€r Mathias Cormann auf dem OECD-Forum zu kritischen Mineralien in Istanbul.
"ExportbeschrĂ€nkungen können die AnfĂ€lligkeit stark konzentrierter Lieferketten verschĂ€rfen, indem sie die Exportmengen begrenzen und die Preise in die Höhe treiben", sagte er. Wichtig sei es, BeschrĂ€nkungen transparenter zu gestalten, um die Ăffnung und Diversifizierung der MĂ€rkte fĂŒr kritische Mineralien sowie fĂŒr beide Seiten vorteilhafte Partnerschaften mit den produzierenden LĂ€ndern zu fördern.
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