Iranische FriedensnobelpreistrÀgerin in Krankenhaus in Teheran verlegt
10.05.2026 - 22:34:25 | dpa.deDie 54-JÀhrige war nach einem Herzinfarkt seit mehr als einer Woche auf der Intensivstation eines Krankenhauses in der Stadt Sandschan im Nordwesten des Irans, wo sie auch inhaftiert war. Mohammadi sei eine Aussetzung ihrer Strafe gegen Zahlung einer hohen Kaution gewÀhrt worden, hieà es in einer Mitteilung der Stiftung.
Ihr Transport mit dem Krankenwagen sei abgeschlossen, und sie befinde sich nun im Tehran Pars Spital, wo sie von ihrem eigenen Ărzteteam behandelt werde, hieĂ es weiter. Auch ihr Anwalt Mostafa Nili bestĂ€tigte die Verlegung auf X. Mohammadis in Paris lebender Ehemann Taghi Rahmani hatte erst am Samstag auf X berichtet, der Gesundheitszustand der Menschenrechtsaktivistin sei weiter kritisch. Sie habe einen starken Blutdruckabfall erlitten, zudem falle ihr inzwischen selbst das Sprechen schwer, schrieb er.
USA forderten erst am Freitag Mohammadis Freilassung
Rahmani und andere Familienmitglieder forderten seit lĂ€ngerem, Mohammadi nach Teheran zu verlegen, damit sie dort von ihren eigenen FachĂ€rzten behandelt werden kann. Auch die USA forderten den Iran am Freitag dazu auf, Mohammadi sofort aus dem GefĂ€ngnis freizulassen. Sie mĂŒsse die nötige Behandlung bekommen, die Welt schaue zu, schrieb der im US-AuĂenministerium fĂŒr Menschenrechte zustĂ€ndige Spitzenbeamte Riley Barnes auf der Plattform X.
Mohammadi war 2023 fĂŒr ihren Einsatz gegen die UnterdrĂŒckung von Frauen und gegen die Todesstrafe im Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Anfang Februar wurde sie nach Angaben ihres Anwalts erneut zu mehreren Jahren Haft wegen "Verschwörung" und "propagandistischer AktivitĂ€ten" verurteilt; zudem gilt ein zweijĂ€hriges Ausreiseverbot.
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