Dekabank: Konjunkturelle Belastungen durch den Iran-Krieg halten sich in Grenzen
25.06.2026 - 16:35:21 | dpa.de"Weltweit hohe Rohölreserven haben uns vor einer Ălkrise durch den Krieg am Persischen Golf bewahrt", sagte Chefvolkswirt Ulrich Kater am Donnerstag in Frankfurt. Wie in der Coronazeit habe auch die hohe FlexibilitĂ€t der Unternehmen dazu beigetragen, dass Lieferketten und WirtschaftskreislĂ€ufe intakt geblieben seien. Kater sprach von einer bestandenen Belastungsprobe.
Zuletzt ist die Zuversicht an den FinanzmĂ€rkten gewachsen, nachdem die USA und der Iran ein Rahmenabkommen unterzeichnet hatten. Die Ălpreise sind unter das Niveau vom Kriegsbeginn gesunken. "Die Weltwirtschaft wird weiter stabil und stetig wachsen", sagte Kater. In diesem Jahr sollte das Weltwirtschaftswachstum bei 2,9 Prozent liegen und im kommenden Jahr bei 3,2 Prozent.
Verhaltender dĂŒrfte die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und Deutschland verlaufen. Aber auch fĂŒr Deutschland zeigte sich Kater optimistisch: "Die Aufschwunghoffnung fĂŒr Deutschland kommt langsam zurĂŒck." Er verwies auf die ReformvorschlĂ€ge zur Altersvorsorge. "Der Reformzug verlĂ€sst den Bahnhof zwar spĂ€t, aber die Hoffnung steigt, dass er jetzt endlich Fahrt aufnimmt." In diesem Jahr erwartet Kater fĂŒr Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent und im kommenden Jahr von 1,1 Prozent.
Auch fĂŒr die weitere Entwicklung der globalen AktienmĂ€rkte zeigte sich die Dekabank zuversichtlich. Die internationalen AktienmĂ€rkte notierten auf Rekordniveau. "Das stabile globale Wirtschaftswachstum ist das RĂŒckgrat der Unternehmensgewinne", sagte Joachim Schallmayer, Leiter KapitalmĂ€rkte und Strategie bei der Dekabank. "Die Unternehmen haben in der Vergangenheit ihre RĂŒckenmuskulatur permanent weiter trainiert und beweisen jetzt ihre Fitness." So sei das erste Quartal fĂŒr die Unternehmen in den USA und Europa hervorragend gelaufen.
