Dobrindt verlÀngert Grenzkontrollen bis mindestens September
16.02.2026 - 12:31:02 | dpa.deBundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat nach Angaben seines Ministeriums der EU-Kommission mitgeteilt, dass die vorĂŒbergehend wiedereingefĂŒhrten und spĂ€ter verlĂ€ngerten Binnengrenzkontrollen an Deutschlands Landgrenzen ĂŒber den 15. MĂ€rz hinaus fĂŒr zunĂ€chst weitere sechs Monate verlĂ€ngert werden.
"Diese Grenzkontrollen sind aus den bisherigen migrations- und sicherheitspolitischen GrĂŒnden weiterhin notwendig", teilte ein Sprecher mit. Zuerst hatte "Bild" ĂŒber die geplante VerlĂ€ngerung der Kontrollen berichtet. Dobrindt sagte nach Angaben seines Ministeriums: "Die Grenzkontrollen sind ein Element unserer Neuordnung der Migrationspolitik in Deutschland."
Binnengrenzkontrollen schrittweise ausgeweitet
Grenzkontrollen sind im Schengen-Raum eigentlich nicht vorgesehen. An der Grenze zu Ăsterreich gibt es stationĂ€re Kontrollen seit 2015. Im Oktober 2023 ordnete die damalige Bundesinnenministerin, Nancy Faeser (SPD), solche Kontrollen auch fĂŒr die Grenzen zu Polen, Tschechien und der Schweiz an. Seit September 2024 kontrolliert die Bundespolizei auch an den Grenzen zu DĂ€nemark, Frankreich, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden.
Dobrindt hat diese temporĂ€ren Kontrollen, die bei der EuropĂ€ischen Kommission angemeldet werden mĂŒssen, verlĂ€ngert und intensiviert. Zudem verfĂŒgte er nach seinem Amtsantritt im Mai, dass auch Menschen, die in Deutschland Asyl beantragen wollen, an den Binnengrenzen zurĂŒckgewiesen werden sollen. Ausnahmen gibt es allerdings, etwa fĂŒr Schwangere, alleinreisende MinderjĂ€hrige und Kranke.
Die GrĂŒnen fordern seit langer Zeit ein Ende der Binnengrenzkontrollen. Ihr innenpolitischer Sprecher, Marcel Emmerich, sagt: "Die VerlĂ€ngerung der Grenzkontrollen schadet Europa, lĂ€hmt die Polizei, belastet die Wirtschaft und bricht mit ZurĂŒckweisungen geltendes Recht."
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