US-Anleihen: Kursverluste - VerschÀrfung der Lage im Nahen Osten
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 17:38 Uhr, dpa.deGrund fĂŒr die AbschlĂ€ge sind die VerschĂ€rfung der Lage im Nahen Osten und die gestiegenen Rohölpreise. Der Terminkontrakt fĂŒr zehnjĂ€hrige Staatsanleihen (T-Note-Future) fiel um 0,23 Prozent auf 108,80 Punkten. Die Rendite der zehnjĂ€hrigen Anleihen stieg auf 4,60 Prozent.
Im Konflikt um die StraĂe von Hormus hat US-PrĂ€sident Donald Trump die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekĂŒndigt, die iranische HĂ€fen ansteuern oder von diesen abfahren. Allen anderen LĂ€ndern solle ein "fairer und offener" Zugang zur Meerenge möglich sein, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.
Bereits zum vierten Mal in weniger als einer Woche griff das US-MilitĂ€r den Iran an. Die in dem Land mĂ€chtigen Revolutionsgarden reagierten erneut mit Vergeltungsangriffen auf die Golfstaaten Kuwait und Bahrain sowie auf das gut 1.000 Kilometer entfernte Jordanien. Ob es einen diplomatischen Ausweg gibt oder wie eine RĂŒckkehr zur Waffenruhe gelingen soll, ist völlig unklar.
Die merklich gestiegenen Ălpreise schĂŒrten erneut Inflationserwartungen. Dies spricht eher fĂŒr steigende Leitzinsen durch die US-Notenbank (Fed). Marktbewegende Konjunkturdaten wurden nicht veröffentlicht. Im weiteren Wochenverlauf dĂŒrften besonders die Verbraucherpreisdaten aus den USA beachtet werden, die am Dienstag anstehen. Zudem wird US-Notenbankchef Kevin Warsh vor dem US-Kongress sprechen. "Wir erwarten von der Warsh-Rede nicht viel, weil er Forward Guidance strikt ablehnt", schreiben die Experten der Dekabank.
