LĂ€nder fordern Lockerung des EU-weiten Verbrenner-Aus
24.10.2025 - 14:01:42Die LĂ€nder-Regierungschefs fordern eine Aufweichung des auf EU-Ebene geplanten Verbots neuer Verbrennermotoren nach 2035.
"Ein starres Verbot der Verbrennertechnologie ab dem Jahr 2035 ohne RĂŒcksicht auf seine tatsĂ€chliche Umsetzbarkeit wĂŒrde nicht nur industrielle Kernkompetenzen und die WettbewerbsfĂ€higkeit des Automobilstandortes Deutschland gefĂ€hrden, sondern auch die gesellschaftliche Akzeptanz der ElektromobilitĂ€t insgesamt", heiĂt es in einem Beschlusspapier der MinisterprĂ€sidentenkonferenz in Mainz.
EU-Regelung sieht Verbot fĂŒr neue Verbrenner ab 2035 vor
Die derzeitigen Regeln sehen vor, dass ab 2035 in der EU nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden dĂŒrfen - faktisch ein Aus fĂŒr Verbrenner-Autos. Die Spitzen von Union und SPD hatten sich bisher noch nicht auf eine gemeinsame Linie verstĂ€ndigt, ob sich die Bundesregierung auf EU-Ebene fĂŒr Lockerungen beim geplanten Verbrenner-Aus einsetzen soll.
Die MinisterprĂ€sidenten bezeichnen die ElektromobilitĂ€t beim Auto in ihrem Beschlusspapier als zentrale Zukunftstechnologie. "Gleichzeitig halten sie alternative klimafreundliche Antriebskonzepte, klimafreundliche Kraftstoffe und ergĂ€nzende Ăbergangstechnologien wie hocheffiziente Verbrenner, Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge mit Range Extender fĂŒr erforderlich, um BeschĂ€ftigung und Wertschöpfung in Deutschland zu sichern und ein Erreichen der Klimaziele ohne Bruch in der Industrie zu gewĂ€hrleisten", heiĂt es dort weiter. Die Bundesregierung solle sich daher auf europĂ€ischer Ebene "fĂŒr eine dynamische, indikatorbasierte, flexible und verlĂ€ssliche Auslegung der Flottengrenzwerte auch ĂŒber 2035 hinaus" einsetzen.
Ruf nach klimafreundlichen Kraftstoffen
Zudem soll sich die Bundesregierung nach dem Willen der LĂ€nder dafĂŒr einsetzen, "die Zukunft des Verbrennungsmotors durch regulatorische MaĂnahmen in Bezug auf klimafreundliche und CO2-arme Kraftstoffe wie auch Wasserstoff langfristig auf europĂ€ischer und nationaler Ebene zu sichern". Der zusĂ€tzliche CO2-AusstoĂ dieser Fahrzeuge könne "durch entsprechende Erhöhung der Beimischquoten an CO2-armem Kraftstoff ausgeglichen werden. Zudem muss zĂŒgig ein realistischer Rahmen fĂŒr Verbrenner mit klimafreundlichen Kraftstoffen von der EU-Kommission gesetzt werden."

