LĂ€nder fordern bessere Einbindung bei Einkommensteuerreform
25.06.2026 - 15:28:23 | dpa.deDer rheinland-pfĂ€lzische MinisterprĂ€sident Gordon Schnieder (CDU) sagte, die LĂ€nder wollten eine tiefere Einbindung, als dies bisher geschehen sei. Der Bund mĂŒsse die LĂ€nder mit auf den Weg nehmen. Dies wollten die LĂ€nder Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) klar sagen. "Eine Steuerreform des Bundes kann nicht zur finanziellen Belastung von Kommunen oder LĂ€ndern werden", sagte Niedersachsens Regierungschef Olaf Lies (SPD).
Beide Ă€uĂerten sich nach Beratungen der MinisterprĂ€sidenten in Berlin. Am Nachmittag standen GesprĂ€che mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) an.
Die schwarz-rote Koalition im Bund strebt im Rahmen eines groĂen Pakets auch eine Reform der Einkommensteuer an, um ab 2027 kleine und mittlere Einkommen zu entlasten. Die LĂ€nder mĂŒssen einer Reform zustimmen. Die Einkommensteuer ist eine der wichtigsten Einnahmequellen des Staates. Bund und LĂ€nder bekommen einen Anteil von jeweils 42,5 Prozent, die Gemeinden 15 Prozent.
Eine vom Bund geplante EntlastungsprĂ€mie war im Bundesrat wegen zusĂ€tzlicher finanzieller Lasten fĂŒr die LĂ€nder gestoppt worden. Vorgesehen war, dass Arbeitgeber ihren BeschĂ€ftigten bis zum 30. Juni 2027 eine PrĂ€mie von bis zu 1.000 Euro hĂ€tten zahlen können, die steuer- und abgabenfrei sein sollte.
