Linke, Mitgliederzahl

Die Linke verdoppelt Mitgliederzahl mit Mietenstopp-Kampagne

24.01.2026 - 03:42:12

Die Partei Die Linke hat ihre Mitgliederzahl innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Der spektakuläre Zuwachs auf über 123.000 Mitglieder geht maßgeblich auf die Fokussierung der Partei auf die Wohnungspolitik zurück.

Nach der Abspaltung des Bündnisses Sahra Wagenknecht und sinkenden Umfragewerten schien die Partei in einer Krise. Doch die konsequente Ausrichtung auf den Kampf gegen steigende Mieten trifft offenbar den Nerv der Zeit. Die Mitgliederzahl stieg von rund 58.500 Ende 2024 auf den neuen Höchststand.

Herzstück der Strategie ist die bundesweite Mietenstopp-Kampagne. Unter dem Motto „Sicher wohnen statt Miet-Abzocke“ organisierte Die Linke über 80 lokale Mietenversammlungen. Die Partei wirft der Bundesregierung vor, “dreiste Vermieter und Immobilienbosse” zu schützen.

Die klare Positionierung findet breiten Anklang. Eine von der Linken in Auftrag gegebene Umfrage ergab eine große Mehrheit für einen Mietenstopp. Konkrete Hilfsangebote wie ein “Heizkostencheck” und eine “Mietwucherapp” flankieren die Kampagne.

Anzeige

Passend zum Thema steigender Wohnkosten: Viele Vermieter sind unsicher, welche Betriebskosten sie rechtssicher auf Mieter umlegen dürfen – besonders bei Heizung und Warmwasser. Der kostenlose PDF-Report “Betriebskosten 2025” erklärt in kompakter Form, welche Posten umlagefähig sind, welche Vertragsregelungen sinnvoll sind und welche Fallstricke häufig zu Streitfällen führen. Ideal für Vermieter, die teure Nachforderungen vermeiden wollen. Jetzt den kostenlosen Betriebskosten-Report 2025 herunterladen

Junge, weibliche und westdeutsche Neumitglieder

Der Mitgliederboom verändert die Partei grundlegend:
* Der Zuwachs konzentriert sich auf westdeutsche Landesverbände wie Nordrhein-Westfalen, Berlin und Baden-Württemberg
* Das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt jetzt unter 40 Jahren
* Der Frauenanteil erreicht mit 44,6 Prozent einen neuen Höchststand

Viele Neumitglieder nennen als Hauptmotive die Sorge vor einem gesellschaftlichen Rechtsruck und wachsender sozialer Ungleichheit. Die strategische Entscheidung, kontroverse Debatten in den Hintergrund zu rücken und Kernthemen zu priorisieren, zahlt sich aus.

Strategische Lücke im politischen Diskurs

Die Renaissance der Linken fällt in eine Zeit akuter Wohnungskrise. Studien belegen den bundesweiten Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Seit 2015 stiegen die Angebotsmieten deutlich stärker als die allgemeine Inflationsrate.

Die Linke hat diese Lücke besetzt. Mit der Forderung nach einem bundesweiten Mietendeckel hat sie ein klares Angebot an Millionen Mieterhaushalten formuliert. Während der Berliner Mietendeckel 2021 gekippt wurde, argumentiert die Partei für eine bundesweite Lösung.

Neuer Schwung für die Wohnungspolitik

Der Mitgliederboom verleiht der Linken neuen politischen Schwung. Die Partei plant, den Druck auf die Regierungskoalition weiter zu erhöhen. Bereits im Sommer 2025 veranstaltete die Bundestagsfraktion einen “Mietengipfel” mit zivilgesellschaftlichen Akteuren.

In Berlin startete der Landesverband kürzlich eine neue Kampagne gegen den “Mieten-Notstand”. Gefordert werden eine “Taskforce Wohnen” und eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Mietkriminalität. Die erfolgreiche Strategie soll auch in bevorstehenden Wahlkämpfen fortgesetzt werden.

Anzeige

PS: Heiz- und Betriebskosten bleiben ein häufiger Streitpunkt zwischen Mietern und Vermietern. Wer seine Abrechnungen jetzt rechtssicher gestaltet, schützt sich vor teuren Rückforderungen. Der Gratis-Report zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Betriebskosten korrekt abrechnen, welche Positionen Sie vertraglich regeln sollten und wie Sie typische Fehler vermeiden. Download per E‑Mail – schnell und praxisnah. Jetzt kostenlosen Betriebskosten-Report anfordern

@ boerse-global.de