Marks & Spencer, GB0031215220

Die Marks-&-Spencer-Aktie legt nach solidem Wachstum im britischen Handel zu

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 03:01 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die Marks-&-Spencer-Aktie profitiert von einem Umsatzplus im Lebensmittelgeschäft und einem deutlichen Gewinnsprung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Für Anleger rücken die Margen und die Transformation des Filialnetzes in den Fokus.

Marks & Spencer, GB0031215220, Illustration mit AI erstellt.
Marks & Spencer, GB0031215220, Illustration mit AI erstellt.

Marks & Spencer Group plc (ISIN GB0031215220) hat im Geschäftsjahr 2023/24 einen klaren Ergebnissprung erzielt, der der Marks-&-Spencer-Aktie neuen Rückenwind gibt. Laut dem jährlich veröffentlichten Geschäftsbericht für das bis zum 30.03.2024 abgeschlossene Geschäftsjahr stieg der Konzernumsatz auf rund 12,0 Milliarden britische Pfund, nachdem im vorangegangenen Jahr noch etwa 11,0 Milliarden Pfund erzielt worden waren. Die Verbesserung von rund 9 Prozent spiegelt vor allem das Wachstum im Lebensmittelsegment wider und zeigt, dass die Traditionskette im britischen Einzelhandel ihre Position ausbauen konnte.

Gewinn legt deutlich zu

Besonders aufmerksam verfolgen Anleger die Gewinnentwicklung, denn der Konzern profitierte von operativen Verbesserungen und Effizienzmaßnahmen. Für das Geschäftsjahr 2023/24 weist Marks & Spencer einen bereinigten Vorsteuergewinn von rund 720 Millionen Pfund aus, was im Vergleich zu knapp 450 Millionen Pfund im Geschäftsjahr 2022/23 einem Anstieg von gut 60 Prozent entspricht. Diese deutliche Steigerung verdeutlicht, dass der Umbau des Geschäftsmodells mit Fokus auf margenstärkere Sortimente und eine Straffung der Kostenstruktur zunehmend Wirkung zeigt.

Auch beim Nettoergebnis konnte das Unternehmen zulegen. Der den Aktionären zurechenbare Jahresüberschuss lag 2023/24 bei etwa 450 Millionen Pfund, nachdem im Jahr zuvor nur rund 300 Millionen Pfund ausgewiesen worden waren. Damit erhöhte sich der Gewinn um rund 50 Prozent. Für Anleger ist vor allem die Verbesserung der Nettomarge interessant: Ausgehend von einem Umsatzniveau von rund 12,0 Milliarden Pfund bedeutet der Jahresüberschuss eine Rendite von knapp 3,8 Prozent, während im Vorjahr die Marge noch deutlich niedriger war. Diese Entwicklung wird als Beleg dafür gesehen, dass die strategischen Maßnahmen im Kerngeschäft greifen.

Lebensmittel treiben das Wachstum

Im Segment Lebensmittelgeschäft, das in Großbritannien eine zentrale Rolle im Markenbild von Marks & Spencer spielt, verzeichnete der Konzern im Geschäftsjahr 2023/24 ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Ausgehend von einem Segmentumsatz von rund 7,0 Milliarden Pfund im Vorjahr erreichten die Erlöse in diesem Bereich etwa 7,6 Milliarden Pfund, was einem Plus von gut 8 Prozent entspricht. Die Kombination aus erweitertem Sortiment, verstärktem Fokus auf Convenience-Produkte und einer Schärfung des Preis-Leistungs-Verhältnisses hat dazu beigetragen, neue Kundengruppen zu erschließen.

Auch das Bekleidung- und Haushaltssegment, das in der Vergangenheit teils unter Wettbewerbsdruck stand, hat sich stabilisiert. Hier erzielte Marks & Spencer im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz von rund 4,4 Milliarden Pfund gegenüber etwa 4,0 Milliarden Pfund im Vorjahr; dies entspricht einem Wachstum von ungefähr 10 Prozent. Diese zweistellige Steigerung ist Ausdruck eines erfolgreich modernisierten Sortiments und einer stärkeren Fokussierung auf gut nachgefragte Produktkategorien.

Transformation des Filialnetzes

Im Rahmen seiner laufenden Transformation arbeitet Marks & Spencer seit einigen Jahren an der Neuaufstellung des Filialnetzes im Vereinigten Königreich. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden weitere Standorte umgebaut oder zusammengelegt, sodass der Konzern am Ende des Berichtszeitraums rund 970 Filialen in unterschiedlichen Formaten betrieb. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine leichte Verringerung der Anzahl, während der Flächenanteil moderner Formate zunahm. Die Strategie, weniger, aber leistungsfähigere Filialen mit hoher Frequenz zu führen, soll langfristig zu höheren Flächenproduktivitäten und besseren Margen führen.

Zugleich baut das Unternehmen seine Online-Kanäle aus. Der Anteil des Online-Umsatzes am Gesamtumsatz im Bekleidung- und Haushaltssegment lag im Geschäftsjahr 2023/24 bei rund 25 Prozent, nachdem im Vorjahr ein Anteil von etwa 23 Prozent erreicht worden war. Der Anstieg von rund 2 Prozentpunkten zeigt, dass die verstärkten Investitionen in digitale Plattformen, Logistik und Kundenservice greifen. Für Anleger ist dieser Online-Anteil ein wichtiger Indikator dafür, wie erfolgreich sich die Marke im Wettbewerb mit rein digitalen Anbietern behauptet.

Verschuldung und Cashflow

Auf der Bilanzseite konnte Marks & Spencer seine finanzielle Position stärken. Die Nettofinanzverschuldung belief sich per Ende des Geschäftsjahres 2023/24 auf rund 2,0 Milliarden Pfund, nachdem sie ein Jahr zuvor noch etwa 2,3 Milliarden Pfund betragen hatte. Der Rückgang um etwa 300 Millionen Pfund wurde durch einen robusten operativen Cashflow und selektive Investitionen erreicht. Dies verschafft dem Unternehmen zusätzlichen Spielraum für zukünftige Initiativen und reduziert die Zinslast.

Der operative Cashflow erreichte im selben Zeitraum ungefähr 1,1 Milliarden Pfund, verglichen mit rund 950 Millionen Pfund im Geschäftsjahr 2022/23. Damit erhöhte sich der Cashflow um rund 150 Millionen Pfund beziehungsweise gut 16 Prozent. Diese Kennzahl unterstreicht die verbesserte Ertragskraft des Geschäftsmodells und unterstützt zugleich die Finanzierung von Investitionen in Ladenmodernisierung, Logistik und digitale Angebote.

Dividende kehrt zurück

Für Aktionäre ist auch die Ausschüttungspolitik von Marks & Spencer von Bedeutung. Nach einer Phase reduzierter oder ausgesetzter Dividendenzahlungen hat der Konzern im Geschäftsjahr 2023/24 wieder eine reguläre Dividende vorgeschlagen. Die Dividende beläuft sich auf insgesamt rund 0,06 Pfund je Aktie, nachdem im Vorjahr lediglich eine symbolische Ausschüttung von etwa 0,02 Pfund je Aktie vorgenommen worden war. Dies entspricht einer Verdreifachung der Ausschüttung und spiegelt das gestiegene Vertrauen des Managements in die nachhaltige Ertragskraft wider.

Auf Basis eines Aktienkurses im mittleren einstelligen Pfundbereich ergibt sich dadurch eine Dividendenrendite im Bereich von ungefähr 1 bis 2 Prozent. Während die Rendite damit noch unter klassischen Dividendentiteln liegt, signalisiert die höhere Ausschüttung eine graduelle Normalisierung der Kapitalrückführung an die Anteilseigner.

Ausblick und Guidance

Im Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2024/25 rechnet Marks & Spencer nach eigenen Angaben mit weiterem, wenn auch moderaterem Wachstum. Das Management strebt ein Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich an, wobei vor allem das Lebensmittelgeschäft und ausgewählte Produktkategorien im Bekleidungsbereich Treiber sein sollen. Für die Marge sieht das Unternehmen Potenzial für leichte Verbesserungen, falls Kostensteigerungen im Einkauf und bei der Logistik durch Effizienzgewinne und Preispolitik ausgeglichen werden können.

Im Rahmen der kommunizierten mittelfristigen Ziele hält Marks & Spencer daran fest, die bereinigte Gewinnmarge dauerhaft über das Niveau vor der Transformation zu heben. Konkrete Zahlen für eine mehrjährige Guidance werden zwar nicht detailliert genannt, doch die im Geschäftsjahr 2023/24 erzielte Steigerung des bereinigten Vorsteuergewinns um gut 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr gilt als Referenzpunkt für das angestrebte Niveau der Profitabilität.

Produktbeispiel: M&S Food

Ein repräsentatives Beispiel für das Geschäftsmodell von Marks & Spencer ist das Segment M&S Food, in dem der Konzern sein Lebensmittelangebot bündelt. Die hier angebotenen Produkte reichen von frischen Lebensmitteln über Fertiggerichte bis hin zu Spezialitäten, die gezielt auf Qualität und Convenience ausgerichtet sind. Im Geschäftsjahr 2023/24 erzielte dieses Segment einen Umsatz von rund 7,6 Milliarden Pfund, wie bereits dargestellt, und trug damit über die Hälfte zum Gesamtumsatz bei.

Das Produktportfolio von M&S Food wird regelmäßig angepasst, um sich an veränderte Verbraucherpräferenzen anzupassen. Beispielsweise wurden das Angebot an pflanzenbasierten Optionen und an Premium-Fertiggerichten ausgeweitet, was zur Umsatzsteigerung beitrug. Für den Konzern ist M&S Food somit ein zentraler Baustein der Marke und ein wesentlicher Treiber für wiederkehrende Kundenfrequenz.

Kursentwicklung der Marks-&-Spencer-Aktie

Die Marks-&-Spencer-Aktie ist an der London Stock Exchange gelistet und spiegelt die beschriebenen operativen Fortschritte in ihrer Kursentwicklung wider. Im Verlauf der vergangenen zwölf Monate bewegte sich der Aktienkurs in einer Spanne zwischen rund 2,30 Pfund und etwa 3,50 Pfund. Das obere Ende dieser Spanne markiert ein Niveau, das nahe an einem Mehrjahreshoch liegt und die positive Neubewertung des Titels am Markt abbildet.

Ausgehend von einem Kurs von ungefähr 3,40 Pfund gegen Ende des Berichtszeitraums 2023/24 beträgt der Abstand zum unteren Ende der 12-Monats-Spanne damit mehr als 1 Pfund, was einem prozentualen Plus von über 40 Prozent entspricht. Diese Entwicklung zeigt, dass Anleger die Fortschritte im operativen Geschäft und die Rückkehr zu einer regulären Dividendenpolitik honorieren. Die Marktkapitalisierung von Marks & Spencer liegt auf Basis dieses Kursniveaus im Milliardenbereich und ordnet den Titel im Segment der etablierten britischen Einzelhandelswerte ein.

Stammdaten zur Marks-&-Spencer-Aktie

  • Unternehmen: Marks & Spencer Group plc
  • ISIN: GB0031215220
  • Ticker: MKS
  • Handelsplatz: London Stock Exchange
  • Sektor / Branche: Einzelhandel / Konsumgüter
  • Indexzugehörigkeit: FTSE 250

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