Produktion/Absatz, Deutschland

DIW: Mieten steigen 2024 krÀftig - kaum noch Leerstand

18.12.2024 - 06:07:54 | dpa.de

Die Mieten in vielen deutschen StÀdten sind auch dieses Jahr krÀftig gestiegen.

Im Schnitt kletterten sie sowohl im Bestand als auch bei Neubauten um rund vier Prozent, wie eine Analyse des Deutschen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Seit 2010 seien die Nettokaltmieten damit insgesamt um 64 Prozent geklettert.

Die Kaufpreise fielen dagegen laut DIW im Jahresschnitt 2024 weiter. BaugrundstĂŒcke, Eigenheime und Eigentumswohnungen seien im Mittel fĂŒnf Prozent billiger als 2023. Allerdings zeichne sich hier eine Wende ab, schrieb das Institut, das Daten zu Kauf- und MietabschlĂŒssen des Immobilienverbands IVD in mehr als 150 deutschen StĂ€dten ausgewertet hat. Analysiert wurden KleinstĂ€dte mit einigen Tausenden Einwohnern bis hin zu Metropolen.

Leerstand stark gesunken

Seit der Jahresmitte stiegen die Kaufpreise wieder, wie die DIW-Ökonomen Konstantin Kholodilin und Malte Rieth schreiben. Grund dafĂŒr seien wohl die zuletzt gesunkenen Kreditzinsen und die hohe Nachfrage nach Wohnraum einer wachsenden Bevölkerung, wĂ€hrend das Angebot knapp bleibe.

Das zeigten auch die "historisch niedrigen Leerstandsquoten". Sie seien seit 2022 stark gefallen und lĂ€gen im Schnitt bei 2,5 Prozent. In GroßstĂ€dten seien sie noch niedriger: FĂŒr Berlin etwa liege die Leerstandsquote bei einem Prozent. Schon bei einer Quote unter drei Prozent gelte ein Wohnungsmarkt als angespannt.

Im Zuge gestiegener Zinsen war der lange Immobilienboom in Deutschland 2022 zum Erliegen gekommen. Die Kaufpreise fielen im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamts um rund acht Prozent.

Kaufpreise gerade in GroßstĂ€dten gefallen

Gemessen an ihrem Höchststand 2022 sanken die Preise fĂŒr EinfamilienhĂ€user besonders stark (um gut acht Prozent), gefolgt von BaugrundstĂŒcken und Eigentumswohnungen, schrieb das DIW. In den GroßstĂ€dten waren die RĂŒckgĂ€nge fĂŒr Immobilien und Bauland am krĂ€ftigsten: Hier sanken die Preise im Schnitt um 13 Prozent, bei EinfamilienhĂ€usern in mittlerer Lage sogar um 16 Prozent. Trotz der RĂŒckgĂ€nge seien Bauland, Einfamilien- und ReihenhĂ€user im Bundesschnitt immer noch etwa doppelt so teuer vor Beginn des Booms 2010, so das DIW. Bei Eigentumswohnungen seien es 117 Prozent.

"Die zwischenzeitlich sinkenden Preise können nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass das eigentliche Problem der Wohnungsknappheit fortbesteht", schrieb Ökonom Rieth. 2023 seien weniger als 300.000 neue Wohnungen gebaut worden und Prognosen fĂŒr dieses Jahr machten wenig Hoffnung. "Die neue Bundesregierung muss es sich daher dringend auf ihre Agenda schreiben, durch öffentliche BautĂ€tigkeit sowie eine Vereinfachung der Verfahren und Vorschriften gegenzusteuern."

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