Aktien Frankfurt Ausblick: Lage beruhigt sich weiter - Dax steigt moderat
04.02.2026 - 08:20:59So erholen sich die Gold- und Silberpreise, deren scharfe Korrektur vergangene Woche auch die AktienmÀrkte belastet hatte, weiter.
Der Dax DE0008469008 wird am Mittwoch moderat im Plus erwartet. Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax DE000A0C4CA0 fĂŒr den Leitindex einen Anstieg um 0,2 Prozent auf 24.831 Punkte.
Ein weiterer Versuch, ĂŒber die 25.000-Punkte-Marke zurĂŒckzukehren, zeichnet sich damit zunĂ€chst nicht ab. Anleger blicken am Mittwoch gespannt darauf, was UnterhĂ€ndler Russlands und der Ukraine in Abu Dhabi in Bezug auf ein erhofftes Kriegsende ausloten.
Was den Iran betrifft, hat das US-MilitĂ€r offenbar eine iranische Ăberwachungsdrohne unweit der SĂŒdkĂŒste des Landes abgeschossen. Derweil ist der Ort fĂŒr geplante Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran nach Aussagen aus Teheran noch nicht festgelegt.
Ein erneuter Ausverkauf bei Teilen von Tech-Aktien in den USA lĂ€sst den deutschen Gesamtmarkt zunĂ€chst unbeeindruckt, könnte aber Branchenwerte wie den 2026 bislang gröĂten Dax-Verlierer SAP DE0007164600 weiter beeinflussen. Die Commerzbank verwies auf die Besorgnis der Anleger ĂŒber die EinfĂŒhrung neuer Tools rund um KĂŒnstliche Intelligenz (KI) und deren potenzielle Störung traditioneller GeschĂ€ftsmodelle. Das hatte zuletzt vor allem die Aktien von Software- und Datenbankanbieter belastet.
Zudem richten sich die Blicke am Mittwoch auf GeschĂ€ftszahlen des Chipkonzerns Infineon DE0006231004 und nach US-Börsenschluss auf die der Google-Mutterkonzern Alphabet US02079K3059. Infineon verzeichnete auch im ersten GeschĂ€ftsquartal eine dynamische Nachfrage bei KI, wĂ€hrend das Marktumfeld ansonsten verhalten blieb. Die von Analysten viel beachtete Marge fĂŒr das operative GeschĂ€ft sank zwar, fiel aber damit besser aus, als von Analysten zuvor erwartet.
Angesichts des Booms im GeschĂ€ft mit KĂŒnstlicher Intelligenz im laufenden GeschĂ€ftsjahr erhöht Infineon zudem seine Investitionen krĂ€ftig. Damit soll der Ausbau von FertigungskapazitĂ€ten fĂŒr die Stromversorgungen von KI-Rechenzentren vorangetrieben werden. Im vorbörslichen Handel kamen die Nachrichten bei den Anlegern unter dem Strich gut an: Die Aktien notierten auf der Plattform Tradegate gut zwei Prozent ĂŒber dem Xetra-Schluss vom Dienstag.
Die Papiere von PVA Tepla DE0007461006 hingegen blieben auf Talfahrt und sackten auf Tradegate um mehr als neun Prozent ab. Das Technologieunternehmen hatte im vergangene Jahr in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld weniger Umsatz erzielt und verdient. Zudem enttÀuschte der Ausblick.

