AntrĂ€ge fĂŒr neue E-Auto-Förderung jetzt möglich
19.05.2026 - 13:03:20 | dpa.deDas entsprechende Portal wurde wĂ€hrend einer Pressekonferenz mit Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) freigeschaltet. Viele Interessierte saĂen offenbar schon in den Startlöchern: Bis zum Ende der Veranstaltung, die eine halbe Stunde dauerte, gab es nach Auskunft des zustĂ€ndigen Bundesamts fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bereits 1.858 AntrĂ€ge.
Ausweis per BundID
Das Antragsverfahren lĂ€uft digital. Nötig ist dafĂŒr eine BundID, ein Konto, mit dem man sich online bei Behörden ausweisen kann.
Das Programm helfe dem Klima, der Industrie und einkommensschwachen Haushalten, die mehr Geld bekĂ€men, sagte Schneider. Und: "Elektroautofahren macht auch verdammt viel SpaĂ."
Was gefördert wird
FörderfÀhig sind Kauf und Leasing neuer Elektroautos, bestimmter Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können, sowie Elektroautos mit sogenannten ReichweitenverlÀngerern. Letztere sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.
Voraussetzung ist eine Zulassung des Fahrzeugs seit dem 1. Januar dieses Jahres. Die Höhe des staatlichen Zuschusses hĂ€ngt von Fahrzeug, Einkommen und FamiliengröĂe ab und kann bei bis zu 6.000 Euro liegen. Die PrĂ€mie gilt nur fĂŒr Privatautos, keine Dienstwagen.
Die Fördermittel sollen fĂŒr bis zu 800.000 Fahrzeuge ausreichen. "Förderung kann bis zu ein Jahr nach Zulassung beantragt werden", sagte Schneider. "Es bleibt also genĂŒgend Zeit."
Verkehrsclub lobt PrÀmie
Der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD) lobte die PrĂ€mie als wichtigen Impuls. "Anders als der Tankrabatt fördert sie den Umstieg auf einen effizienten und klimaschonenden Antrieb", sagte VCD-Verkehrsexperte Michael MĂŒller-Görnert. "Das hilft, hohe Spritpreise abzufedern und macht uns weniger abhĂ€ngig vom Ăl."
Zugleich forderte der VCD noch weitergehende Regelungen. "Neben Neuwagen sollten auch gebrauchte E-Autos in die Förderung einbezogen werden - viele Haushalte können sich nĂ€mlich trotz der PrĂ€mie keinen Neuwagen leisten", sagte MĂŒller-Görnert.
Kraftfahrzeuggewerbe sieht noch offene Fragen
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) begrĂŒĂte die neue Förderung, mahnte aber eine KlĂ€rung letzter offener Fragen an. Da der Handel die individuellen Voraussetzungen der Antragsteller nicht abschlieĂend prĂŒfen könne, brauche es eine zeitnahe Lösung durch Umweltministerium und BAFA, betonte DK-PrĂ€sident Thomas Peckruhn.
"Eine einheitliche, rechtssichere Haftungsfreistellungsklausel, die direkt im Zuge der Antragstellung integriert wird, wĂŒrde den Betrieben die nötige Sicherheit geben und fĂŒr alle Beteiligten ein bĂŒrokratisch faires Fundament schaffen", so Peckruhn.
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