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Aktien New York: Anleger setzen auf Dow-Werte - Nasdaq rutscht weiter ab

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 20:17 Uhr | dpa.de

Die New Yorker Nasdaq-Börse entkommt auch am Dienstag nicht den jüngsten Turbulenzen im Chipsektor.

Während der stärker mit Standardwerten bestückte Wall-Street-Index Dow Jones Industrial US2605661048 dank einiger guter Quartalsberichte auf den dritten positiven Handelstag in Folge zusteuert, treiben KI-Profiteure den Anlegern immer mehr die Sorgenfalten auf die Stirn. Bedenken, dass sich immense Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) letztlich nicht rechnen, paaren sich neuerdings mit Sorgen vor Konkurrenz aus China.

Der Dow kam zwei Stunden vor Schluss mit 52.803 Punkten auf ein Plus von 1,1 Prozent. Der breit aufgestellte S&P 500 US78378X1072 gewann 0,3 Prozent auf 7.436 Zähler.

Der Nasdaq 100 US6311011026 sackte allerdings nochmals ab, auch wenn er sein zwei Prozent hohes Spitzenminus auf 0,8 Prozent reduzieren konnte. Mit dem Stand von zuletzt 27.818 Punkten bahnt sich bei dem technologielastigen Leitindex der fünfte Handelstag im Minus an. Zwischenzeitlich war sein Rückfall seit dem Rekordhoch auf zehn Prozent angewachsen. Börsianer sprechen bei diesem Umfang für gewöhnlich von einer Korrektur.

Um bis zu 16 Prozent ging es zuletzt bei den Speicherherstellern Sandisk US80004C1018, Seagate KYG7945J1040 und Western Digital US9581021055 bergab. Der Kurs von Sandisk hat sich mittlerweile binnen eines Monats fast halbiert. Bei den Chipkonzernen Marvell Technology US5738741041 und Micron US5951121038 war das Minus zeitweise auch prozentual zweistellig.

Positiv von sich reden machen im Tech-Sektor neuerdings eher Software-Aktien mit einer breiten Erholung, die sich am Dienstag bei Werten wie Microsoft US5949181045 und Salesforce US79466L3024 fortsetzte.

Für Aufmerksamkeit sorgte noch Apple US0378331005 mit einem Börsenwert, der erstmals die Schwelle von fünf Billionen US-Dollar erreichte. Zuvor war dies nur Nvidia gelungen, doch der Chiphersteller US67066G1040 hat den Status im Rennen um das wertvollste Unternehmen längst wieder verloren.

Unter den Dow-Werten profitierten Aktien von Sherwin Williams US8243481061, Coca-Cola US1912161007 und Boeing US0970231058 deutlich von ihren Zahlenvorlagen, bevor in den kommenden Tagen die Schwergewichte Microsoft US5949181045, Meta US30303M1027, Amazon US0231351067 und Apple US0378331005 den Fokus wieder stärker auf den Technologiesektor richten.

Sherwin Williams sprang um mehr als acht Prozent hoch, nachdem der Farben- und Beschichtungshersteller seine bereinigte Gewinnprognose je Aktie für das Gesamtjahr angehoben hatte. Der Softgetränke-Hersteller Coca-Cola überzeugte angesichts eines Anstiegs um 4,5 Prozent mit seinem Quartalsgewinn je Aktie. Boeing sorgte es mit fast fünf Prozent Plus für Freude, dass der Flugzeugbauer einen überraschend starken bereinigten freien Barmittelzufluss bekannt gegeben hatte.

Bei UPS US9113121068 führte es aber nicht mehr zu Kursgewinnen, dass der Logistiker seine Prognosen erhöhte. Die Aktien sackten um fast sechs Prozent ab. Die Fokussierung auf margenstärkere Sendungen hat eine Kehrseite, denn das Unternehmen warnte nach dem Rückfahren der Geschäftsbeziehung mit Amazon vor einem geringeren Liefervolumen. Anleger zeigten sich mit Blick auf die zweite Jahreshälfte verunsichert.

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