ROUNDUP, MilitÀrschlÀgen

Ölpreise steigen nach MilitĂ€rschlĂ€gen im Iran-Krieg

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 11:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Ölpreise sind am Montag nach gegenseitigen MilitĂ€rschlĂ€gen der USA und des Iran gestiegen.

Der Preis fĂŒr ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November legte um mehr als zwei Prozent auf 91,31 US-Dollar zu. Damit steht die Notierung so hoch wie seit einer Woche nicht mehr.

GestĂŒtzt wurden zuletzt auch die Spritpreise, die weiter auf hohem Niveau lagen. Super E10 kostete am Sonntag im bundesweiten Durchschnitt 2,153 Euro pro Liter, wie der ADAC errechnete. Der E10-Preis lag damit 5 Cent unter dem Rekordhoch von 2,203 Euro aus dem MĂ€rz 2022. FĂŒr Diesel mussten Autofahrer am Sonntag im Schnitt 2,202 Euro zahlen. Hier wurde der Höchstwert von 2,446 Euro im April 2026 erreicht.

Eine Verhandlungslösung fĂŒr ein Ende des Iran-Kriegs dĂŒrfte durch die jĂŒngsten gegenseitigen Angriffe erschwert werden, heißt es in einer EinschĂ€tzung vom Handelshaus Pepperstone. Allerdings habe sich der Preisanstieg am Ölmarkt in Grenzen gehalten. "Zum jetzigen Zeitpunkt scheint es wenig Neigung zu geben, den Rohölpreis signifikant nach oben zu treiben", schreiben die Experten.

Erstmals seit Ende Juli haben die US-StreitkrĂ€fte wieder Ziele im Iran angegriffen. Die USA nahmen zwei Raketenabschussrampen in der NĂ€he der Straße von Hormus ins Visier, wie verschiedene Medien unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Der Iran reagierte umgehend mit Vergeltungsangriffen auf StĂŒtzpunkte des US-MilitĂ€rs.

Der Iran-Krieg hatte die Ölpreise im FrĂŒhjahr stark nach oben getrieben. Zeitweise hatte Rohöl der Sorte Brent mehr als 120 Dollar je Barrel gekostet. Nachdem die Notierungen im FrĂŒhsommer mit der Aussicht auf ein Ende des Kriegs vorĂŒbergehend bis auf 70 Dollar gefallen waren, sind sie zuletzt wieder gestiegen, nachdem sich eine Verhandlungslösung weiterhin nicht abzeichnet.

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