Trumps Sondergesandter: So könnte ein Grönland-Deal aussehen
29.01.2026 - 18:04:28 | dpa.deDie Option auf neue StĂŒtzpunkte und Infrastruktur, mehr operative Freiheit fĂŒr die USA und ein "Golden Dome" auf Grönland: Das könnten nach EinschĂ€tzung des US-Sondergesandten fĂŒr Grönland, Jeff Landry, Eckpunkte eines Abkommens mit DĂ€nemark ĂŒber die Arktis-Insel sein.
Die Drohungen von US-PrĂ€sident Donald Trump, Grönland zu annektieren, hatten in den vergangenen Wochen fĂŒr Verwerfungen zwischen DĂ€nemark, zu dem die Insel gehört, und den USA gefĂŒhrt. EU-LĂ€nder wie Deutschland und Frankreich hatten sich in dem Konflikt hinter DĂ€nemark und Grönland gestellt. Inzwischen laufen GesprĂ€che zwischen den USA, DĂ€nemark und Grönland mit dem Ziel, einen Kompromiss zu finden.
Landry: Deal könnte feindlichen Einfluss zurĂŒckdrĂ€ngen
Er könne noch keine Details eines möglichen Grönland-Deals nennen, schrieb Landry in einem Meinungsbeitrag in der "New York Times". "Aber das Abkommen baut auf den Verteidigungsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und DĂ€nemark aus den Jahren 1941 und 1951 auf und wĂŒrde die Sicherheit der USA, der NATO und Grönlands stĂ€rken sowie die langjĂ€hrigen transatlantischen Verteidigungsverpflichtungen bekrĂ€ftigen."
Durch das Abkommen von 1951 haben die USA bereits jetzt groĂen militĂ€rischen Spielraum auf der Arktis-Insel. Aktuell betreiben die Vereinigten Staaten aber nur noch eine MilitĂ€rbasis auf Grönland: die Pituffik Space Base im Nordwesten der Insel.
Der Deal könnte den Einsatz fortschrittlicher Raketenabwehrsysteme wie "Golden Dome" erleichtern und den feindlichen Einfluss Chinas und Russlands zurĂŒckdrĂ€ngen, so Landry weiter. Die geplanten MaĂnahmen seien "nicht provokativ, sondern prĂ€ventiv". "Sie wĂŒrden sicherstellen, dass die Vereinigten Staaten und nicht ihre Gegner auf Dauer die Regeln in einer der strategisch wichtigsten Regionen der Welt festlegen."
Erste GesprĂ€che ĂŒber Grönland
Im Konflikt um Grönland hatte es zuvor erste GesprĂ€che zwischen hochrangigen Beamten der betroffenen LĂ€nder gegeben. Der dĂ€nische AuĂenminister Lars LĂžkke Rasmussen sieht sein Land danach auf einem guten Weg, sagt aber auch: Die Situation sei nicht gelöst.
Trump hatte zuletzt gedroht, Grönland im Zweifel auch mit militÀrischer Gewalt unter seine Kontrolle zu bringen. DÀnemark und Grönland hatten sich dem entschieden entgegengestellt.
Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos hatte Trump dann ĂŒberraschend erklĂ€rt, dass er doch keine gewaltsame Lösung anstrebe. BegrĂŒndet hatte er das damit, dass wĂ€hrend eines Treffens mit Nato-Chef Mark Rutte ein Rahmen fĂŒr eine zukĂŒnftige Vereinbarung ĂŒber Grönland entstanden sei.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

