Ost-LĂ€nder zahlen 2,3 Milliarden Euro fĂŒr DDR-Sonderrenten
02.05.2026 - 08:22:15 | dpa.deIn Sachsen werden rund 670 Millionen Euro fĂ€llig, in Sachsen-Anhalt sind es 360 Millionen Euro und in ThĂŒringen 350 Millionen Euro, wie aus einer Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Christian Görke hervorgeht.
Der Gesamtbetrag fĂŒr die ostdeutschen LĂ€nder sinkt. Bund und LĂ€nder teilen sich die Kosten, der Bund schultert dabei nun einen gröĂeren Anteil. Zuletzt hatten die LĂ€nder rund 2,6 Milliarden Euro aufbringen mĂŒssen, 2020 waren es rund 2,9 Milliarden Euro gewesen.
Die Zusatzversorgung war zu DDR-Zeiten eine zusĂ€tzliche Rente fĂŒr bestimmte Berufsgruppen, etwa im Gesundheitswesen. Die Sonderversorgung war ein eigenes Alterssicherungssystem zum Beispiel fĂŒr Polizisten. Beides wurde nach der deutschen Einheit in das bundesdeutsche Rentensystem ĂŒbernommen. Heute profitieren mehrere Hunderttausend Menschen von den Zahlungen.
Die Linke hĂ€lt es fĂŒr ein Unding, dass die Landeshaushalte weiterhin die Kosten fĂŒr die DDR-Zusatzversorgung tragen mĂŒssen. "Der Bund muss diese Zahlungen komplett ĂŒbernehmen und aus dem Bundeshaushalt stemmen, um die LĂ€nder zu entlasten", sagte die sachsen-anhaltische Fraktionsvorsitzende Eva von Angern der Deutschen Presse-Agentur. Die finanzielle Belastung sei sehr hoch. "Der Bund als Rechtsnachfolger der DDR darf sich nicht weiter aus seiner Verantwortung stehlen."
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