ROUNDUP, Meyer

Meyer Werft plant Abbau von rund 440 Stellen

29.05.2024 - 09:53:16 | dpa.de

Die Papenburger Meyer Werft plant den Abbau von rund 440 ArbeitsplÀtzen.

Das bestĂ€tigte ein Sprecher der Werft am Mittwochmorgen auf Anfrage. Hintergrund sei eine angespannte finanzielle Lage der Werft. GesprĂ€che zwischen der GeschĂ€ftsfĂŒhrung, dem Betriebsrat und der IG Metall sollen im Juni beginnen. Ziel des Unternehmens sei, dass die Verhandlung bis Ende Juni abgeschlossen werde. Der Sprecher sagte, es stehe nicht fest, welche Unternehmensbereiche von möglichen Entlassungen betroffen seien könnten. Das Unternehmen beschĂ€ftigt rund 3000 Werftmitarbeiter und sichert Zulieferern und Dienstleistern in der Region AuftrĂ€ge.

Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung teilte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mit: "Es gilt, jetzt die Weichen dafĂŒr zu stellen, dass die Meyer Werft spĂ€testens bis Ende 2027 mit einer angemessenen Eigenkapitalausstattung ein ausreichendes Ergebnis erwirtschaften kann und im internationalen Wettbewerb besteht." Das sei Anspruch der Werft, und es mĂŒssten gesetzliche Vorgaben erfĂŒllt werden.

Am Mittwochmorgen hatte der Betriebsrat mitgeteilt, dass der Abbau von etwa 440 Stellen geplant sei. Der Betriebsratschef der Werft, Andreas Hensen, sagte, der Abbau solle vor allem Mitarbeiter betreffen, die nicht direkt am Bau von Schiffen beteiligt seien.

Niedersachsens Wirtschaftsministerium hat bereits angekĂŒndigt, sich fĂŒr einen Erhalt der ArbeitsplĂ€tze einzusetzen. Ein möglicher Stellenabbau bedeutete einen schmerzhaften Einschnitt fĂŒr den Standort in Papenburg, hieß es. Die Meyer Werft habe zentrale Bedeutung fĂŒr die gesamte Region, teilte das Ministerium mit.

Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Werft teilte mit, die Politik sei eng eingebunden und stehe an der Seite der Werft. Allen Beteiligten sei bewusst, dass eine kon­sen­su­ale Lösung im Sinne des Unternehmens und der BeschĂ€ftigten erreicht werden solle: "Es geht um die Zukunft der Meyer Werft."

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