ROUNDUPPrognose, Wilders

Wilders nicht mehr stÀrkste Kraft

29.10.2025 - 21:22:47 | dpa.de

Die Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders ist einer Prognose zufolge bei der Parlamentswahl in den Niederlanden nicht die stÀrkste Kraft geworden.

Die erste Prognose sieht stattdessen die linksliberalen Demokraten 66 als Sieger, wie das niederlĂ€ndische Fernsehen nach Schließung der Wahllokale meldete. Allerdings lĂ€gen beide Parteien sehr dicht beieinander, so dass sich das Ergebnis noch Ă€ndern könne.

Die linksliberalen Demokraten 66 (D66) mit dem Spitzenkandidaten Rob Jetten können demnach mit 27 der insgesamt 150 Sitze im Parlament in Den Haag rechnen. Wilders kommt der Prognose zufolge auf 25 Sitze. Bei der letzten Wahl vor zwei Jahren war der Islam- und EU-Feind erstmals die Nummer 1 geworden, damals mit 37 Sitzen. Anders als damals hatten diesmal im Vorfeld der Wahl alle grĂ¶ĂŸeren Parteien eine Koalition mit ihm ausgeschlossen.

Nach der Prognose kann die rechtsliberale heutige Regierungspartei VVD mit 23 Sitzen im Parlament rechnen. Das rot-grĂŒne BĂŒndnis GroenLinks/PvdA bekommt demnach 20 Mandate. Dahinter folgen die Christdemokraten mit 19.

Die Prognose des niederlÀndischen Fernsehens basiert auf Nachwahlbefragungen. Erste Hochrechnungen auf der Basis von Ergebnissen werden erst im Laufe der Nacht erwartet.

Nach einem Jahr ließ Wilders die Koalition platzen

Die Wahl in den Niederlanden war nach dem vorzeitigen Aus der vorigen Regierung im Juni dieses Jahres nötig geworden. Diese Regierung aus vier Parteien galt als die am weitesten rechts stehende der niederlĂ€ndischen Geschichte. StĂ€rkster der vier Koalitionspartner war die Partei fĂŒr die Freiheit (PVV) von Wilders. Dieser wurde jedoch nicht selbst MinisterprĂ€sident. Diese Position bekleidete der parteilose frĂŒhere Spitzenbeamte Dick Schoof.

Nach weniger als einem Jahr zog sich Wilders mit seiner Partei aber schon wieder aus der Regierung zurĂŒck. Seine BegrĂŒndung dafĂŒr war, die anderen drei Koalitionspartner trĂŒgen die Umsetzung einer harten Anti-Migrations-Politik nicht mit.

Dieses Mal lehnen alle großen Parteien eine Zusammenarbeit mit Wilders ab. Deshalb scheint es ausgeschlossen, dass seine Partei erneut mitregieren wird. Wer stattdessen die neue Regierung anfĂŒhren wird, ist noch ungewiss, aber grundsĂ€tzlich hat der Spitzenkandidaten der stĂ€rksten Partei die besten Aussichten. Das wĂ€re der 38 Jahre alte Rob Jetten von D66.

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