Lagarde, RĂŒcktritt

Lagarde schliesst einen vorzeitigen RĂŒcktritt als EZB-Chefin nicht aus

Veröffentlicht: 03.07.2026 um 12:36 Uhr, dpa.de

Die PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Zentralbank, Christine Lagarde, hat einen vorzeitigen RĂŒcktritt von ihrem Amt mit Verweis auf die französischen PrĂ€sidentschaftswahlen nicht ausgeschlossen.

"Das ist möglich", sagte sie der französischen Wirtschaftszeitung "Les Echos" auf die Frage, ob dies eine Option sei, falls die Unsicherheit nachlasse. "Ich glaube, dass in der französischen PrÀsidentschaftsdebatte eine europÀische Stimme zu hören sein muss."

Die Amtszeit von EZB-PrÀsidentin Lagarde lÀuft bis Oktober 2027. "Angesichts der Tatsache, dass wir erneut eine turbulente Phase durchleben, bin ich der Meinung, dass der KapitÀn des EZB-Schiffs an Bord bleiben muss", sagte Lagarde. Damit wiederholte sie eine zuvor gemachte Aussage.

Lagarde erklĂ€rte, es sei "sicherlich möglich", dass sie in den kommenden Monaten offene GesprĂ€che mit einigen der französischen Kandidaten fĂŒhren werde. Dass sie selbst in Frankreich kandidiere, stehe nicht auf der Tagesordnung. Die nĂ€chste französische PrĂ€sidentschaftswahl findet verfassungsgemĂ€ĂŸ im FrĂŒhjahr 2027 statt. Der amtierende PrĂ€sident Emmanuel Macron darf nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten nicht erneut antreten. Ein Wahlsieg des rechten Rassemblement National gilt als möglich. Beobachter vermuten, dass Macron einen RĂŒcktritt Lagardes favorisiert, damit er noch Einfluss auf die Nachfolge nehmen kann.

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