UN-Bericht: Rekord-MilitÀrausgaben gefÀhrden Zukunft
09.09.2025 - 16:17:09 | dpa.de"Die Beweislage ist klar: ĂbermĂ€Ăige MilitĂ€rausgaben garantieren keinen Frieden", sagte UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres. "Oft untergraben sie ihn sogar, indem sie WettrĂŒsten anheizen, Misstrauen vertiefen und Ressourcen von den Bereichen abziehen, die die wahren Grundlagen der StabilitĂ€t sind."
Wenn weniger als vier Prozent der MilitĂ€rausgaben von 2024 in den Kampf gegen Hunger investiert wĂŒrden, mĂŒsste 2030 kein Mensch auf der Welt mehr Hunger leiden, heiĂt es in dem Bericht.
Rasanter Anstieg innerhalb eines Jahres
2024 betrugen die MilitĂ€rausgaben 2,7 Billionen Dollar (2,4 Billionen Euro), wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri im April berichtete, ein Anstieg von neun Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Der durchschnittliche Anteil an den Budgets der LĂ€nder sei seit 2022 von 6,6 auf 7,1 Prozent gestiegen.
Wenn der Trend anhalte, lĂ€gen die Ausgaben 2035 bei 6,6 Billionen Dollar, so der Bericht. "Die massive Umleitung von Ressourcen stellt eine ernsthafte Bedrohung fĂŒr die Zukunft der Menschheit dar, indem sie nachhaltigen Frieden und nachhaltige Entwicklung untergrĂ€bt", heiĂt es darin.
Warum Investitionen in zivile Sektoren mehr bringen
Eine Milliarde Dollar investiert in das MilitĂ€r könne im Durchschnitt 11.200 ArbeitsplĂ€tze schaffen. Dieselbe Summe fĂŒr die Bildung bringe aber etwa 26.700 ArbeitsplĂ€tze. FĂŒr das Klima seien zivile Investitionen auch besser: Nach SchĂ€tzungen sorge jeder in das MilitĂ€r investierte Dollar fĂŒr mehr als doppelt so viele CO2-Emissionen wie ein investierter Dollar in zivile Branchen.
Wenn statt in das MilitĂ€r mehr in die Entwicklung investiert werde, verbessere sich das Leben der Menschen, sie könnten sich bilden, wĂŒrden medizinisch versorgt, hĂ€tten Arbeitsmöglichkeiten, könnten selbstbestimmt leben - und das fĂŒhre zu friedlichen Gesellschaften und einer friedlichen Welt, so der Bericht.
Die UN fordern die LÀnder auf, Diplomatie und internationaler Zusammenarbeit Vorrang zu geben, um den aktuellen Trend steigender MilitÀrausgaben umzukehren.
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