Söder, SPD-Erbschaftsteuer

Söder: SPD-Erbschaftsteuer ist Einladung zur Auswanderung

13.01.2026 - 16:39:11

Die ReformplĂ€ne der SPD fĂŒr die Erbschaftsteuer gefĂ€hrden aus der Sicht von CSU-Chef Markus Söder den Wirtschaftsstandort Deutschland.

"Eine solche Steuerreform ist eine Einladung zur Auswanderung. Ganz einfach", sagte der bayerische MinisterprÀsident nach der Klausur der CSU-Landtagsabgeordneten im oberfrÀnkischen Kloster Banz.

WĂŒrde die Reform umgesetzt, brauche sich die Bundesregierung keine Gedanken mehr um eine Senkung der Unternehmensteuer oder Sonderinvestitionsprogramme machen, "weil wir keinen haben, der es investiert", sagte Söder. Er lobte den Ansatz, die SteuerfreibetrĂ€ge zu erhöhen, da diese regional unterschiedlich und unfair seien. "Deswegen, glaube ich, wĂ€re der bessere Weg doch, dass wir die Erbschaftsteuer gleich regionalisieren." Das fĂŒhre dann zwar zu mehr Wettbewerb unter den BundeslĂ€ndern, aber das sei fĂŒr ihn in Ordnung.

Mit Blick auf den Bundeshaushalt habe eine Erbschaftsteuerreform ohnehin keine Auswirkungen, so Söder. "Der Bund bekommt ja ĂŒbrigens auch keinen einzigen Euro Einnahme daraus." Daher sei das Argument, eine Steuerreform bringe hier Geld ein, nicht richtig.

Söder gegen "Konsens im Nonsens"

Sorge vor einem Streit darĂŒber in der Koalition hat Söder nach eigenen Worten nicht. Eine Reform der Erbschaftsteuer mĂŒsse ökonomisch vernĂŒnftig sein, alles andere wĂ€re ein "Konsens im Nonsens". Dies bringe nichts und stĂ€rke nur die AfD. Söder mahnte, zunĂ€chst das ausstehende Urteil des Bundesverfassungsgerichts abzuwarten. "Das wird man sich anschauen und darauf reagieren."

Die SPD will reiche Erben stĂ€rker besteuern. FĂŒr Unternehmen soll es einen neuen Freibetrag von fĂŒnf Millionen Euro geben. Darunter liegende kleine und viele mittlere Unternehmen sollen steuerfrei ĂŒbertragen werden können. Vermögenswerte ĂŒber diesem Betrag sollen ab diesem Betrag progressiv besteuert werden.

@ dpa.de