Regierungschefs, Kanzler

Ostdeutsche Regierungschefs beraten mit dem Kanzler

26.03.2026 - 05:50:05 | dpa.de

Die Regierungschefs der ostdeutschen LĂ€nder wollen bei ihrer Konferenz in Berlin nicht zuletzt ĂŒber Wirtschaftsthemen beraten.

Nach dem Auftakt am Mittwochabend werden dazu bei den weiteren GesprÀchen im Roten Rathaus in Berlin-Mitte auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU) erwartet.

Nach Angaben der Berliner Senatskanzlei geht es unter anderem um die Frage, wie der Standort Ostdeutschland unter anderem durch Leuchtturmprojekte noch sichtbarer werden könne. Berlin hat aktuell den Vorsitz der MinisterprÀsidentenkonferenz-Ost (MPK-Ost).

"Die ostdeutschen LĂ€nder halten zusammen", teilte Berlins Regierender BĂŒrgermeister, Kai Wegner (CDU) vor Beginn der Beratungen mit. "Wir setzen uns fĂŒr eine sichere Energieversorgung, gerade angesichts der hohen Energiepreise nach Beginn des Iran-Kriegs ein."

Ostdeutsche LĂ€nder fordern mehr Langstreckenverbindungen

"Wir sind uns auch einig, dass wir mehr Langstreckenverbindungen vom Flughafen BER brauchen - um die Wirtschaft in Ostdeutschland besser anzubinden und zu stĂ€rken", so der CDU-Politiker. Weitere Anliegen sind Wegner zufolge eine gleichmĂ€ĂŸige Beteiligung an der Verteilung des Sondervermögens und mehr Investitionen in den ostdeutschen LĂ€ndern.

"Ich werde den Vorsitz Berlins in der MPK-Ost in den kommenden Monaten nutzen, um die Interessen der Menschen in den ostdeutschen LĂ€ndern auch gegenĂŒber dem Bund deutlich zu vertreten", kĂŒndigte der Berliner Regierungschef an.

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, ergĂ€nzte, Ost- und Westdeutschland seien erstmals seit der Wiedervereinigung mit derselben Aufgabe konfrontiert, dem industriellen Umbau in einer Zeit globaler Spannungen und technologischer UmbrĂŒche.

"Ostdeutschland hat Transformation gelernt", so Kaiser. "Jetzt geht es darum, die industriellen Standorte, insbesondere in der Automobil- und Chemieindustrie, sowie gute ArbeitsplĂ€tze zu sichern und neue StĂ€rke aufzubauen." DafĂŒr seien unter anderem gezielte Zukunftsinvestitionen in Halbleiter, Batterien, neue Materialien und Digitalisierung nötig.

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