Altersvorsorge, Rente

Junge sorgen sich um Altersvorsorge - doch viele sparen kaum

04.11.2025 - 11:12:28 | dpa.de

Die Rente ist sicher? Keineswegs, meint eine breite Mehrheit der Bevölkerung in einer reprĂ€sentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Deutschen Bank DE0005140008 und mit UnterstĂŒtzung der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS DE000DWS1007.

Quer durch alle Altersgruppen meinen mehr als 80 Prozent der insgesamt 3.200 Befragten, auf lange Sicht könne das Rentensystem nicht mehr zuverlÀssig funktionieren.

VerstÀrkt wird die Skepsis durch Misstrauen in die Politik: 86 Prozent aller vom 25. August bis 5. September Befragten sind der Ansicht, die Politik behandele das Thema Altersvorsorge nicht ausreichend und steuere angesichts der Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung nicht entschlossen genug gegen.

Umstrittenes Rentenpaket - grundsÀtzliche Reform aufgeschoben

Die Bundesregierung will ab 2026 eine Kommission VorschlĂ€ge zu grundsĂ€tzlicheren Reformen erarbeiten lassen, wie das Rentensystem auf Dauer finanziert werden soll. Auf dem Tisch liegt bereits ein Gesetzesvorschlag, mit dem die Koalition aus CDU/CSU und SPD das Rentenniveau, also das VerhĂ€ltnis der Rente zum Durchschnittsverdienst, bis 2031 bei 48 Prozent festschreiben will. Zudem soll die MĂŒtterrente ausgeweitet werden, bei der Kindererziehungszeiten angerechnet werden. Widerstand gegen das Rentenpaket kommt unter anderem von jĂŒngeren Unions-Abgeordneten.

Große Sorgen in der jĂŒngeren Generation

Eine Zwei-Drittel-Mehrheit (64 Prozent) hĂ€lt in der Umfrage das bestehende Rentensystem fĂŒr ungerecht und ist ĂŒberzeugt, dass die jĂŒngere Generation benachteiligt wird. Die 18- bis 29-JĂ€hrigen Ă€ußern denn auch die grĂ¶ĂŸten Sorgen mit Blick auf ihre finanzielle Sicherheit im Alter: In dieser Altersgruppe sagen fast sechs von zehn Umfrageteilnehmern (58 Prozent), das Thema Altersvorsorge mache ihnen Angst.

Mehrheit glaubt nicht an die Rente - und sorgt dennoch nicht vor

Insgesamt ist eine Mehrheit von 80 Prozent ĂŒberzeugt, dass staatliche Leistungen im Alter nicht ausreichen werden, um ihren Lebensstandard zu halten. Doch gerade einmal die HĂ€lfte ist dabei, die absehbare LĂŒcke durch private Vorsorge zu schließen.

AuffĂ€llig sei, dass viele Menschen unter 30 aktuell keine Vorsorge trĂ€fen (61 Prozent), heißt es in der Analyse: "Sie schieben das Thema hĂ€ufig auf - sei es aus finanziellen GrĂŒnden oder weil sie es noch nicht fĂŒr relevant halten."

"Das Vertrauen in die LeistungsfĂ€higkeit der gesetzlichen Rente ist deutlich gesunken. Den Menschen wird immer klarer, dass sie ihren gewohnten Lebensstandard im Alter nur durch zusĂ€tzliche private Vorsorge sichern können", fasst der Privatkundenvorstand des grĂ¶ĂŸten deutschen Geldhauses, Claudio de Sanctis, die Ergebnisse der Umfrage zusammen. "Dennoch fĂ€llt es ihnen schwer, dieses komplexe Thema frĂŒhzeitig und wirksam anzugehen."

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