BrÀnde nach russischen Luftangriffen auf Ukraine
03.09.2025 - 12:18:00Wie die ukrainische Luftwaffe morgens mitteilte, konnten 430 Drohnen und 21 von 24 Marschflugkörpern abgefangen werden. An 14 Orten habe es aber EinschlÀge gegeben.
Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj sprach von "einem weiteren massiven Angriff" und Dutzenden beschĂ€digten WohnhĂ€usern in verschiedenen Regionen des Landes. "Jedem russischen Angriff muss mit einer echten Antwort begegnet werden", schrieb er auf der Plattform X. In den kommenden Tagen werde die Ukraine mit ihren Partnern ĂŒber die Notwendigkeit starker DruckmaĂnahmen beraten. Er kĂŒndigte ein Treffen mit den nordischen und baltischen Staaten "in wenigen Stunden" in DĂ€nemark und ein bilaterales Treffen in Frankreich am Abend an.
Bahnanlagen getroffen
Durch einen Drohnenangriff wurden im zentralukrainischen Gebiet Kirowohrad mindestens fĂŒnf Menschen verletzt, wie die regionale MilitĂ€rverwaltung mitteilte. Getroffen wurden auch Bahnanlagen, so dass VerspĂ€tungen fĂŒr mehr als 20 ZĂŒge gemeldet wurden. Russland hat Angriffe auf die Bahn zuletzt verstĂ€rkt.
In den westukrainischen Gebieten Iwano-Frankiwsk und Chmelnyzkyj verursachten die Angriffe BrĂ€nde, ebenso weiter im Norden im Gebiet Luzk. Die Rede war von Infrastrukturanlagen, WohngebĂ€uden oder Garagen. Dabei machen ukrainischen Behörden stets nur Angaben ĂŒber SchĂ€den an zivilen Objekten, nie zu getroffenen MilitĂ€reinrichtungen.
Ukrainische Drohnen ĂŒber Russland
Zugleich flog die Ukraine ihrerseits nachts gröĂere Drohnenangriffe gegen Ziele im russischen Hinterland. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. 105 Drohnen seien abgefangen worden. Dem Gouverneur des russischen Gebiets Rostow, Juri Sljusar, zufolge wurden Mitarbeiter und Passagiere aus einem BahnhofsgebĂ€ude im Kreis Tschertkowo evakuiert. Nicht explodierte Munition sei auf das Dach des GebĂ€udes gefallen. Verletzte gebe es nicht.
Die russische Eisenbahn teilte mit, dass es durch eine herabgestĂŒrzte Drohne vorĂŒbergehend zu einem Stromausfall gekommen sei. VerspĂ€tung von teilweise mehreren Stunden haben demnach 26 PersonenzĂŒge.
Die Ukraine wehrt sich mehr als dreieinhalb Jahren gegen eine russische Invasion.

