Santander, ES0113900J37

Die Santander-Aktie profitiert von solider Profitabilität und zweistelligem Gewinnplus

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 04:57 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Santander-Aktie spiegelt ein robustes Ergebnisbild mit zweistelligem Gewinnwachstum und starker Eigenkapitalrendite wider, während das Institut im Euro-Stoxx-Index verankert bleibt.

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Banco Santander (ISIN ES0113900J37): fotorealistische moderne Bankfiliale mit Kunden und Beratern am Schalter, Illustration mit AI erstellt.

Banco Santander S.A. (ISIN ES0113900J37) hat im Geschäftsjahr 2024 laut Unternehmensangaben einen Nettogewinn von rund 11,1 Mrd. Euro erzielt, was einem Zuwachs gegenüber 2023 und einer weiterhin hohen Profitabilität entspricht. Per 31.12.2024 lag die Eigenkapitalrendite (ROE) im zweistelligen Prozentbereich, während die Aktie als Teil des Euro Stoxx 50 im europäischen Banken-Sektor vertreten ist.

Ergebnisentwicklung und Gewinnplus

Laut veröffentlichten Finanzdaten für das Geschäftsjahr 2024 lag der Gesamtumsatz der Banco Santander bei deutlich über 50 Mrd. Euro und damit über dem Niveau des Jahres 2023. Der Nettogewinn von etwa 11,1 Mrd. Euro für 2024 entsprach einem Plus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr 2023, in dem der Konzern einen Gewinn im Bereich von rund 9,5 bis 10 Mrd. Euro ausgewiesen hatte. Damit setzte Santander das Gewinnwachstum fort und baute die Ertragsbasis weiter aus.

Die Nettozinserträge, also der Zinsüberschuss aus Kredit- und Einlagengeschäft, machten 2024 den größten Teil der Erträge aus und lagen im mittleren zweistelligen Milliardenbereich in Euro. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Bank hier ein prozentual einstellig bis niedrig zweistelliges Wachstum, getragen von höheren Zinsmargen in Kernmärkten wie Spanien, Großbritannien und Brasilien. Die Gebühren- und Provisionsüberschüsse ergänzten diese Erträge mit einem stabilen Beitrag im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Milliardenbereich.

Operativ zeigte sich der Konzern mit einer Cost-Income-Ratio im Bereich um die 40 bis 50 Prozent weiterhin effizient. Gegenüber 2023 blieb die Kostenquote damit in einem Spannungsfeld aus leicht steigenden Aufwendungen für Digitalisierung und Regulatorik und Effizienzgewinnen durch Skaleneffekte weitgehend stabil. Für Anleger ist diese Relation zentral, da sie die Fähigkeit der Bank widerspiegelt, wachsende Erträge nicht von ebenfalls stark steigenden Kosten überlagern zu lassen.

Kapitalausstattung und Renditekennzahlen

Bei den Kapitalquoten meldete Banco Santander zum Stichtag 31.12.2024 eine harte Kernkapitalquote (CET1) im Bereich von etwa 12 Prozent, was im europäischen Bankenvergleich als solide gilt. Im Vergleich zum Vorjahresende 2023, als die CET1-Quote im Bereich knapp unter dieser Marke lag, konnte die Bank ihre Kapitalausstattung damit leicht verbessern oder zumindest stabilisieren, trotz ausgeschütteter Dividenden und Aktienrückkäufe.

Die Eigenkapitalrendite (ROE) lag 2024 laut den veröffentlichten Kennzahlen im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich, also deutlich über 10 Prozent. Gegenüber 2023, als die Rendite ebenfalls zweistellig, aber etwas niedriger ausfiel, bedeutet dies einen leichten Anstieg. Für Investoren ist dieser Vergleich wichtig, da ein ROE im Bereich von beispielsweise 12 bis 14 Prozent im internationalen Bankenvergleich zu den besseren Werten zählt und auf eine effizient arbeitende Kapitalbasis hindeutet.

Die Risikokosten, insbesondere die Dotierungen zu Kreditrückstellungen, lagen 2024 im moderaten Milliardenbereich. Im Vergleich zu 2023 bewegten sich die Risikovorsorgeaufwendungen in einem stabilen oder leicht erhöhten Rahmen, was angesichts des weiterhin anspruchsvollen Umfelds mit Zinswende, geopolitischen Unsicherheiten und veränderten Kundenverhalten als kontrolliert gelten kann. Die Quote notleidender Kredite blieb im mittleren einstelligen Prozentbereich und damit auf einem Niveau, das im europäischen Bankenvergleich nicht aus dem Rahmen fällt.

Dividendenpolitik und Ausschüttungen

Für das Geschäftsjahr 2024 schlug Banco Santander eine Gesamtdividende im Bereich von rund 0,18 bis 0,20 Euro je Aktie vor, verteilt auf Zwischendividenden und Schlusszahlung. Im Vergleich zur Ausschüttung für 2023, die im Bereich unterhalb dieser Spanne lag, bedeutet dies eine leichte Erhöhung der absoluten Dividende je Anteilsschein. Damit setzt die Bank ihren Kurs fort, die Anteilseigner mit einer Kombination aus Dividendenzahlungen und teilweise ergänzenden Aktienrückkaufprogrammen am Ergebniswachstum zu beteiligen.

Die Ausschüttungsquote, also der Anteil des Nettogewinns, der an die Aktionäre zurückfließt, bewegte sich 2024 im Bereich zwischen 30 und 40 Prozent und lag damit im Rahmen der kommunizierten Zielspanne. Gegenüber 2023 blieb dieser Prozentsatz damit im Wesentlichen stabil, wodurch das Institut einerseits Spielraum für weitere Kapitalstärkung behält und andererseits eine verlässliche Dividendenlinie verfolgt. Für dividendenorientierte Anleger ist diese Kontinuität ein wichtiger Faktor.

Regionale Schwerpunkte und Segmentzahlen

Santander erzielt einen großen Teil seiner Erträge in Europa und Lateinamerika. Laut den Konzernzahlen für 2024 trug Spanien einen Umsatzbeitrag im hohen einstelligen Milliardenbereich bei, während Brasilien und das übrige Lateinamerika zusammen ebenfalls im zweistelligen Milliardenbereich lagen. Diese Regionen sorgten durch höhere Zinsmargen und Kreditwachstum für einen relevanten Anteil am Konzerngewinn.

Im Segment Retail Banking, das Privatkunden mit Konten, Krediten und Zahlungsverkehrsangeboten betreut, erzielte Santander 2024 Erträge im hohen zweistelligen Milliardenbereich und konnte gegenüber 2023 ein prozentual mittleres einstelliges Wachstum verzeichnen. Das Corporate & Investment Banking-Segment, das sich an Firmenkunden und institutionelle Investoren richtet, steuerte Erträge im mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Milliardenbereich bei und zeigte im Jahresvergleich eine robuste Entwicklung.

Die Zahl der aktiven Kunden lag Ende 2024 im hohen zweistelligen Millionenbereich, wobei digitale Nutzer einen wachsenden Anteil ausmachten. Im Vergleich zu 2023 stieg die Zahl der digital aktiven Kunden im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, was die strategische Ausrichtung auf Online- und Mobile-Banking untermauert. Diese Entwicklung ist wichtig, da sie Kostenstrukturen langfristig verändern und zusätzliche Cross-Selling-Potenziale erschließen kann.

Digitalbanking-Produkt und Kundenbasis

Ein repräsentatives Produkt aus dem Santander-Portfolio ist das digitale Angebot rund um Girokonten und Kartenlösungen, das in verschiedenen Märkten teils unter länderspezifischen Marken geführt wird. Dieses Produktbündel umfasst typischerweise ein kosten- oder gebührenoptimiertes Konto, eine Debit- oder Kreditkarte sowie App-basierte Funktionen für Zahlungsverkehr, Budgetplanung und einfache Wertpapier- oder Fondsinvestments. Der Konzern berichtete, dass die Zahl der Kunden, die ausschließlich oder überwiegend digitale Kanäle nutzen, zwischen 2023 und 2024 im zweistelligen Prozentbereich zunahm und damit mittlerweile einen wesentlichen Teil der Gesamtbasis stellt.

Marktkapitalisierung und Kursniveau der Santander-Aktie

Die Santander-Aktie ist an der Heimatbörse Madrid sowie über verschiedene Zweitlistings und Handelssysteme, darunter deutsche Plattformen, handelbar. Die Marktkapitalisierung des Konzerns lag Ende 2024 im Bereich von rund 60 bis 70 Mrd. Euro und spiegelte die gesteigerte Ertragskraft wider. Gegenüber Ende 2023, als der Börsenwert im Bereich darunter lag, bedeutete dies eine deutliche Ausweitung der Marktkapitalisierung und damit ein gestiegenes Vertrauen des Kapitalmarkts in die nachhaltige Ertragslage des Instituts.

Im 52-Wochen-Vergleich bewegte sich der Aktienkurs in einer Spanne vom unteren einstelligen Eurobereich für das Jahrestief bis hin zu einem Bereich nahe oder leicht oberhalb von 5 Euro für das Jahreshoch. Damit notierte der Kurs zeitweise deutlich über den Niveaus, die in Jahren mit schwächerer Ergebnissituation oder höherer Unsicherheit zu beobachten waren. Aus technischer Sicht liegen relevante Marken im Bereich des 200-Tage-Durchschnitts und früherer Widerstände, die von Marktteilnehmern als Orientierungspunkte genutzt werden.

Fakten zur Santander-Aktie

  • Unternehmen: Banco Santander S.A.
  • ISIN: ES0113900J37
  • Ticker: SAN
  • Handelsplatz: Bolsa de Madrid
  • Marktkapitalisierung: rund 60-70 Mrd. Euro (Stand Ende 2024)
  • Sektor / Branche: Banken, Finanzdienstleistungen
  • Indexzugehörigkeit: Euro Stoxx 50, Ibex 35
  • Nächstes Earnings-Datum: im Jahresverlauf 2025 gemäß Finanzkalender

Weitere Informationen zur Santander-Aktie

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