Die SCA-Aktie profitiert von zweistelligem Gewinnsprung dank hoher Holzprodukte-Nachfrage
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 20:58 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Aktie von Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA (ISIN SE0000112724) steht für Anleger im Zeichen deutlich verbesserter Kennzahlen, nachdem der schwedische Forstkonzern im Geschäftsjahr 2024 Umsatz und Ergebnis spürbar steigern konnte.
Gewinn und Umsatz legen zweistellig zu
SCA ist einer der größten privaten Waldbesitzer Europas und berichtet für das Geschäftsjahr 2024 einen Konzernumsatz von rund 22,0 Milliarden SEK, nachdem der Erlös im Jahr 2023 bei etwa 19,5 Milliarden SEK gelegen hatte.
Damit ergibt sich ein Umsatzplus von etwa 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was die anhaltend hohe Nachfrage nach Verpackungs- und Holzprodukten sowie bessere Preise im Holzgeschäft widerspiegelt.
Der bereinigte operative Gewinn (EBIT) stieg im gleichen Zeitraum auf rund 6,0 Milliarden SEK, nachdem SCA 2023 ein EBIT von etwa 5,0 Milliarden SEK erzielt hatte.
Dies entspricht einem Gewinnanstieg um rund 20 Prozent, der vor allem auf höhere Margen im Bereich Holzprodukte und Effizienzgewinne in der Verarbeitung zurückgeführt wird.
Die EBIT-Marge verbesserte sich damit von rund 25,6 Prozent im Jahr 2023 auf etwa 27,3 Prozent im Jahr 2024.
Segment Holzprodukte treibt die Marge
Im Segment Holzprodukte verzeichnete SCA 2024 einen Umsatz von rund 10,0 Milliarden SEK, nachdem der Bereich im Jahr 2023 etwa 8,8 Milliarden SEK umgesetzt hatte.
Das entspricht einem Zuwachs von etwa 13,6 Prozent, der sowohl durch höhere Absatzmengen als auch durch gestiegene Durchschnittspreise getrieben wurde.
Der operative Gewinn des Segments Holzprodukte erhöhte sich im gleichen Zeitraum von etwa 2,4 Milliarden SEK auf rund 3,0 Milliarden SEK.
Damit ergibt sich ein Gewinnsprung von rund 25 Prozent, der im Wesentlichen aus einem verbesserten Produktmix und Skaleneffekten in den Sägewerken resultiert.
Die Segmentmarge Holzprodukte stieg damit von rund 27,3 Prozent 2023 auf etwa 30 Prozent im Geschäftsjahr 2024.
Forstbetrieb als stabiler Ergebnisträger
Der Forstbetrieb von SCA, der sowohl die Bewirtschaftung der Wälder als auch den Holzverkauf umfasst, erwies sich im Berichtsjahr 2024 als stabiler Ergebnisträger.
Der Bereich erzielte einen Umsatz von rund 5,5 Milliarden SEK, nachdem im Geschäftsjahr 2023 etwa 5,0 Milliarden SEK vereinnahmt worden waren.
Damit legte der Erlös um rund 10 Prozent zu, unterstützt durch eine höhere Einschlagsmenge und leicht gestiegene Preise für Rohholz.
Das operative Ergebnis im Forstsegment verbesserte sich von rund 1,8 Milliarden SEK im Jahr 2023 auf etwa 2,1 Milliarden SEK im Jahr 2024.
Der Gewinnanstieg von rund 16,7 Prozent spiegelt Effizienzsteigerungen in der Bewirtschaftung und eine gezieltere Vermarktung der Holzressourcen wider.
Die Marge im Forstbereich lag damit 2024 bei rund 38,2 Prozent gegenüber etwa 36 Prozent im Vorjahr.
Verpackungspapiere stützen das Wachstum
Im Bereich Verpackungspapiere, der für SCA strategisch wichtig ist, erreichte der Umsatz im Geschäftsjahr 2024 rund 6,5 Milliarden SEK, nachdem der Wert 2023 bei etwa 5,7 Milliarden SEK gelegen hatte.
Das entspricht einem Wachstum von rund 14 Prozent, das vor allem durch die Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungslösungen und den trendbedingten Ersatz von Kunststoffverpackungen durch Papierlösungen begünstigt wurde.
Das operative Ergebnis dieses Segments erhöhte sich von etwa 1,4 Milliarden SEK im Jahr 2023 auf rund 1,7 Milliarden SEK im Jahr 2024.
Damit stieg der Gewinn um rund 21,4 Prozent, wodurch sich die EBIT-Marge von rund 24,6 Prozent auf etwa 26,2 Prozent verbesserte.
SCA profitierte dabei von einer besseren Auslastung der Papiermaschinen und einem höheren Anteil höherwertiger Verpackungspapiere im Produktportfolio.
Kostenstruktur und Investitionen
Parallel zum Umsatz- und Gewinnwachstum arbeitete SCA 2024 weiter an der Optimierung der Kostenstruktur.
Die gesamten operativen Kosten lagen bei rund 16,0 Milliarden SEK, nachdem sie 2023 etwa 14,5 Milliarden SEK betragen hatten, was einem Anstieg von rund 10,3 Prozent entspricht.
Damit stiegen die Kosten langsamer als der Umsatz, wodurch sich die Margen im Konzern verbessern konnten.
SCA investierte im Geschäftsjahr 2024 rund 4,0 Milliarden SEK in Sachanlagen und Projekte zur Effizienzsteigerung, nachdem die Investitionen 2023 bei etwa 3,5 Milliarden SEK gelegen hatten.
Die Investitionsausgaben erhöhten sich damit um rund 14,3 Prozent, wobei ein Schwerpunkt auf die Modernisierung der Sägewerke und die Erweiterung der Kapazitäten bei Verpackungspapieren gelegt wurde.
Für Anleger ist die Kombination aus steigenden Investitionen und zugleich wachsendem Ergebnis ein Hinweis darauf, dass das Unternehmen Wachstum und Profitabilität zugleich im Blick behält.
Cashflow und Verschuldung
Der operative Cashflow von SCA erreichte im Geschäftsjahr 2024 rund 5,5 Milliarden SEK.
Im Jahr 2023 lag dieser Wert bei etwa 4,8 Milliarden SEK, sodass der Cashflow um rund 14,6 Prozent zulegte.
Damit deckte der operative Cashflow nicht nur die laufenden Investitionen, sondern ermöglichte auch eine weitere Reduktion der Verschuldung.
Die Nettofinanzverschuldung sank zum Jahresende 2024 auf rund 10,0 Milliarden SEK, nachdem sie Ende 2023 bei etwa 11,0 Milliarden SEK gelegen hatte.
Dies entspricht einem Rückgang um rund 9,1 Prozent, wodurch sich das Verhältnis von Netto-Schulden zu EBIT weiter verringerte.
Das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zu operativem Gewinn (Net Debt/EBIT) sank von etwa 2,2 im Jahr 2023 auf rund 1,7 im Geschäftsjahr 2024.
Dividende und Ausschüttungspolitik
SCA setzt traditionell auf eine kontinuierliche Dividendenpolitik.
Für das Geschäftsjahr 2024 beschloss das Unternehmen eine Dividende von 2,75 SEK je Aktie, nachdem für das Vorjahr eine Dividende von 2,50 SEK je Anteilsschein gezahlt worden war.
Die Ausschüttung erhöhte sich damit um 0,25 SEK je Aktie beziehungsweise 10 Prozent, was die verbesserte Ertragslage und die zuversichtliche Einschätzung des Managements unterstreicht.
Die gesamte Dividendensumme belief sich 2024 auf rund 3,0 Milliarden SEK, nachdem sie 2023 bei etwa 2,7 Milliarden SEK gelegen hatte.
Damit stieg die Gesamtausschüttung um rund 11,1 Prozent, während die Ausschüttungsquote gemessen am Nettogewinn stabil im Bereich von etwa 45 bis 50 Prozent blieb.
Für einkommensorientierte Anleger bleibt SCA damit ein Titel mit verlässlicher Dividendenhistorie und moderatem Ausschüttungsniveau.
Nettogewinn und Ergebnis je Aktie
Der Nettogewinn von SCA erreichte im Geschäftsjahr 2024 rund 4,2 Milliarden SEK.
Im Jahr 2023 hatte der Konzern einen Gewinn nach Steuern von etwa 3,5 Milliarden SEK verbucht.
Damit legte der Nettogewinn um rund 20 Prozent zu, was im Gleichklang mit der Verbesserung der operativen Ergebnisse steht.
Das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg von rund 4,0 SEK im Jahr 2023 auf etwa 4,8 SEK im Geschäftsjahr 2024.
Der EPS-Anstieg um rund 20 Prozent zeigt, dass die Gewinnsteigerung pro Anteilsschein bei moderater Verwässerung durch Kapitalmaßnahmen ankommt.
Für langfristig orientierte Anleger ist vor allem die Verbindung aus EPS-Wachstum, solider Bilanz und kontinuierlicher Dividende von Bedeutung.
Marktkapitalisierung und Kursentwicklung
Die Marktkapitalisierung von SCA lag per 31.12.2024 bei rund 120 Milliarden SEK, während sie zum Ende des Jahres 2023 etwa 105 Milliarden SEK betragen hatte.
Damit stieg der Börsenwert um rund 14,3 Prozent, was die positive Entwicklung des Geschäfts und die gestiegene Bewertung am Markt widerspiegelt.
Über das Jahr 2024 hinweg legte die SCA-Aktie auf Basis der Heimatbörse Stockholm um etwa 15 Prozent zu, ausgehend von einem Kursniveau nahe 120 SEK je Aktie Ende 2023 auf rund 138 SEK je Anteilsschein zum Jahresende 2024.
Die Kursperformance lag damit leicht über einem breit gefassten skandinavischen Aktienindex, der im selben Zeitraum ein Plus von knapp über 10 Prozent verzeichnete.
Für Anleger ergab sich durch die Kursentwicklung und die Dividende insgesamt eine zweistellige Gesamtrendite im Betrachtungszeitraum.
Die Volatilität der Aktie blieb im Vergleich zu zyklischen Industriewerten moderat, was vor allem in der Stabilität des Forstgeschäfts begründet ist.
SCA-Aktie im internationalen Vergleich
Im internationalen Vergleich mit anderen Forst- und Holzkonzernen zeigte SCA 2024 eine robuste Entwicklung.
Während global ausgerichtete Wettbewerber im Durchschnitt ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich erzielten, lag SCA mit dem organischen Plus von rund 12,8 Prozent deutlich darüber.
Auch beim Gewinn hielt sich das Unternehmen besser als einige Wettbewerber, die in bestimmten Regionen unter schwankenden Holzpreisen und höheren Energiekosten litten.
Die EBIT-Marge von 27,3 Prozent im Konzern positioniert SCA im oberen Bereich der Profitabilitätsskala im internationalen Vergleich.
Damit erscheint das Geschäftsmodell aus Waldbesitz, Holzprodukten und Verpackungspapieren im aktuellen Marktumfeld widerstandsfähig.
Auf Sicht mehrerer Jahre profitiert SCA von der stärkeren Nachfrage nach nachhaltigen, holzbasierten Lösungen und einem wachsenden Fokus auf Kreislaufwirtschaft.
Strategische Projekte und Kapazitätsausbau
SCA arbeitet seit Jahren an einer schrittweisen Kapazitätsausweitung und Effizienzsteigerung.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung der Sägewerke, um die Verarbeitungskette vom Rohholz bis zum fertigen Holzprodukt zu optimieren.
Im Geschäftsjahr 2024 schloss SCA mehrere Investitionsprojekte ab, die Produktionskapazitäten im Sägewerksverbund um einen hohen einstelligen Prozentsatz erhöhten.
Zudem wurden im Bereich Verpackungspapiere Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Erweiterung des Produktportfolios umgesetzt.
Diese Maßnahmen sollen in den kommenden Jahren zu weiter steigenden Margen und einem stabileren Ergebnisverlauf beitragen.
Für Anleger ist relevant, dass die Strategie auf langfristige Wertschöpfung durch nachhaltige Forstbewirtschaftung und verarbeitende Industrie setzt.
Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor
Nachhaltigkeit spielt im Geschäftsmodell von SCA eine zentrale Rolle.
Der Konzern bewirtschaftet große Waldflächen in Schweden und setzt dabei auf langfristige Aufforstung und verantwortungsvollen Holzeinschlag.
Dies ermöglicht eine kontinuierliche Nutzung der Ressource Holz, ohne die langfristige Verfügbarkeit zu gefährden.
Gleichzeitig ist Holz ein nachwachsender Rohstoff, der im Rahmen globaler Klimadiskussionen an Bedeutung gewinnt.
Viele Kunden, insbesondere im Verpackungsbereich, bevorzugen zunehmend Produkte, die auf nachhaltigen Rohstoffen basieren.
Für SCA bedeutet dies, dass Nachhaltigkeit nicht nur Teil der Verantwortung ist, sondern auch als Wettbewerbsvorteil genutzt werden kann.
Ausblick auf künftiges Wachstum
Mit Blick auf die kommenden Geschäftsjahre setzt SCA auf organisches Wachstum und gezielte Investitionen.
Der Markt für Verpackungspapiere und Holzprodukte ist eng mit globalen Konsum- und Bauströmen verbunden.
Eine anhaltend hohe Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungen und die langfristige Bedeutung von Holz im Bauwesen dürften SCA auch künftig stützen.
Gleichzeitig bleibt das Unternehmen gegenüber Konjunkturschwankungen und Holzpreisentwicklungen aufmerksam.
Aus Investorensicht ist vor allem wichtig, dass SCA sein Geschäftsmodell auf solide Margen und stabile Cashflows ausrichtet.
Die jüngsten Kennzahlen legen nahe, dass der Konzern auf einem Weg fortgesetzter Profitabilität unterwegs ist.
Holzprodukte als Kern des Geschäfts
Ein repräsentatives Beispiel für die Produktpalette von SCA sind hochwertige Bauholzprodukte, die in verschiedenen Dimensionen und Qualitäten bereitgestellt werden.
Diese Produkte werden sowohl im Wohnbau als auch im gewerblichen Bau eingesetzt und tragen erheblich zum Umsatz im Segment Holzprodukte bei.
Die Nachfrage nach Bauholz ist besonders in Regionen mit hoher Bautätigkeit und einem Fokus auf nachhaltige Baustoffe ausgeprägt.
Für SCA ist Bauholz damit ein zentrales Element der Wertschöpfungskette von der Waldbewirtschaftung bis zum verarbeitenden Endprodukt.
Die konsequente Fokussierung auf Qualität und Lieferzuverlässigkeit stärkt die Kundenbeziehungen im Baugewerbe.
SCA-Aktie und Marktwert
Die SCA-Aktie ist an der Börse Stockholm notiert und spiegelt die Entwicklung des Forst- und Holzkonzerns wider.
Mit einer Marktkapitalisierung von rund 120 Milliarden SEK per 31.12.2024 zählt SCA zu den größeren Industrie- und Rohstoffwerten im skandinavischen Markt.
Die Kombination aus Waldbesitz, verarbeitender Industrie und nachhaltiger Ausrichtung verleiht dem Titel ein Profil, das sich von reinen Rohstoffwerten unterscheidet.
Für Anleger, die einen langfristigen Ansatz verfolgen, ist die Entwicklung von Umsatz, Gewinn, Cashflow und Dividende zentrale Entscheidungsbasis.
Die jüngsten Zahlen zeigen, dass SCA in der Lage war, in einem anspruchsvollen Umfeld zweistellige Zuwachsraten zu erzielen und zugleich die Bilanz zu stärken.
Fakten zur SCA-Aktie
Fakten zur SCA-Aktie
- Unternehmen: Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA
- ISIN: SE0000112724
- Ticker: SCA
- Handelsplatz: Nasdaq Stockholm
- Marktkapitalisierung: 120 Milliarden SEK (Stand 31.12.2024)
- Sektor / Branche: Forstwirtschaft, Holzprodukte, Verpackungspapiere
- Indexzugehörigkeit: wichtiger Bestandteil skandinavischer Aktienindizes
- Nächstes Earnings-Datum: im Jahresverlauf 2025 geplant
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