'Erdöl-Notstand': Slowakei schrÀnkt Treibstoff-Verkauf ein
18.03.2026 - 20:28:39 | dpa.deDie Verordnung solle vorerst fĂŒr 30 Tage gelten, könne aber notfalls auch verlĂ€ngert werden, sagte MinisterprĂ€sident Robert Fico am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung.
Als MaĂnahme gegen HamsterkĂ€ufe und Tanktourismus dĂŒrfen pro Fahrzeug nur mehr Diesel und Benzin bis zu einem Maximalwert von 400 Euro gekauft werden. Die Mitnahme von mehr als 10 Litern in Kanistern oder anderen mitgebrachten GefĂ€Ăen ist auch innerhalb dieses Limits verboten. TreibstoffverkĂ€ufe ins Ausland werden zusĂ€tzlich begrenzt. Die Regierung sieht darin eine Alternative zu drastischen Preiserhöhungen fĂŒr die Konsumenten.
AuslÀndische Autofahrer zahlen mehr
FĂŒr Fahrzeuge mit auslĂ€ndischen Kennzeichen gilt ein höherer Preis als fĂŒr InlĂ€nder. Er wird als Durchschnitt der jeweils in den NachbarlĂ€ndern Ăsterreich, Tschechien und Polen geltenden Preise ermittelt.
Besonders im Grenzgebiet der Slowakei zu Polen war zuletzt an mehreren Tankstellen vorĂŒbergehend kein Treibstoff mehr zu bekommen. Die Regierung in Bratislava hatte nĂ€mlich nach Ausbruch des Iran-Krieges mit der Raffinerie Slovnaft eine freiwillige Preisbremse vereinbart. Deshalb waren die Spritpreise in der Slowakei weniger stark gestiegen als in den NachbarlĂ€ndern, was einen Tanktourismus aus Ăsterreich und vor allem Polen auslöste.
Schon vor einem Monat hat die Slowakei einen "Erdöl-Notstand" ausgerufen, weil seit Ende Januar kein Erdöl mehr durch die Druschba-Pipeline ĂŒber die Ukraine aus Russland flieĂt. Davon ist die Ălversorgung der Slowakei ebenso wie Ungarns bisher weitgehend abhĂ€ngig. Bratislava und Budapest werfen der Ukraine vor, die Ăllieferungen absichtlich zu behindern und keine unabhĂ€ngige ĂberprĂŒfung der nach ukrainischer Darstellung durch russische Drohnenangriffe beschĂ€digten Pipeline zu erlauben.
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