Söder, Trostpflaster

Söder: 'Trostpflaster' fĂŒr GeberlĂ€nder im LĂ€nderfinanzausgleich kommt

11.12.2025 - 10:07:32

Die sogenannten GeberlÀnder im LÀnderfinanzausgleich sollen in den kommenden Jahren mehrere hundert Millionen als Ausgleich vom Bund bekommen.

Die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag, die man damals auf den letzten Metern gefunden habe, werde nun genau so umgesetzt, sagte Markus Söder (CSU) nach Beratungen des Koalitionsausschusses in Berlin. "Ein kleines, aber doch wichtiges Trostpflaster", betonte der bayerische MinisterprÀsident.

"Manch einer hat gedacht, wir schieben das auf die lange Bank", sagte Söder. Nun sei aber der "Durchbruch" gelungen - Söder dankte dabei SPD-Chef und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil fĂŒr eine seriöse und gute Umsetzung.

Söder: 850 Millionen Euro fließen nach Bayern

Im 144-seitigen Koalitionsvertrag hatten sich CDU, CSU und SPD auf einen finanziellen Ausgleich fĂŒr die sogenannten GeberlĂ€nder in dem Finanzsystem geeinigt: 400 Millionen Euro pro Jahr sollen vom Bund anteilig an die Geber erstattet werden. Zuletzt waren dies Bayern, Baden-WĂŒrttemberg, Hessen und Hamburg, wobei der Freistaat seit Jahren der mit Abstand grĂ¶ĂŸte Zahler ist.

Über die nĂ€chsten vier Jahre hinweg sollten somit rund 850 Millionen Euro nach Bayern fließen, sagte Söder. "Auch Hessen und Baden-WĂŒrttemberg bekommen etwas." Das sei auch dem bayerischen Einsatz in Berlin zu verdanken.

Söder betonte aber, dies ersetze nicht eine notwendige Reform des Ausgleichssystems. "Die muss trotzdem aus unserer Sicht zwingend sein." Bayern bleibe auch bei seiner Klage in Karlsruhe. "Aber es ist zumindest mal ein Zeichen des Akzeptierens, dass das eine hohe Belastung ist", lobte er.

2024 klagte Bayern in Karlsruhe gegen Finanzausgleich

Im Juli 2024 hatte Bayern seine Klage gegen den Finanzausgleich beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Wann das Gericht eine Entscheidung fĂ€llt, ist völlig offen. Der Freistaat fordert eine Neuregelung, da er seit vielen Jahren die mit Abstand grĂ¶ĂŸte Last bei dem Ausgleichssystem trĂ€gt.

@ dpa.de