SPD, Treibstoff-Gipfel

SPD dringt auf Treibstoff-Gipfel

20.04.2026 - 16:06:45 | dpa.de

Die SPD dringt auf ein Spitzentreffen von Bund und LĂ€ndern zur Sicherstellung der Energieversorgung in Deutschland.

Auf die Frage nach Schritten gegen einen möglichen Treibstoffmangel infolge des Iran-Kriegs verwies SPD-GeneralsekretĂ€r Tim KlĂŒssendorf auf anstehende GesprĂ€che - aber auch auf die Forderung der SPD-MinisterprĂ€sidentinnen und -prĂ€sidenten nach einer Sonder-MinisterprĂ€sidentenkonferenz mit der Bundesregierung.

So ein Treffen finde "hoffentlich" statt, so KlĂŒssendorf nach einer SPD-PrĂ€sidiumssitzung in Berlin. "Es muss jetzt einfach eine ganz klare und gut aufgestellte Koordinierung zwischen Bund, zwischen LĂ€ndern, zwischen Kommunen geben. Deswegen auch noch mal der Ruf nach der Sonder-MPK."

Die SPD-LĂ€nderchefs hatten in einem Schreiben an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu so einem Treffen aufgerufen. Als Vorbild fĂŒhrten sie die Bund-LĂ€nder-Beratungen in der zurĂŒckliegenden Corona- und Energiekrise an.

"Wir brauchen alle an einem Tisch"

"Wir brauchen da jetzt wirklich alle an einem Tisch, und dann muss es da Konsequenzen und auch konkrete Maßnahmen geben", verlangte KlĂŒssendorf. Er pochte insbesondere auf eine Bestandsaufnahme fĂŒr den mittelfristigen Umgang mit Energie und Schritte fĂŒr eine ausreichende WiderstandsfĂ€higkeit fĂŒr die nĂ€chsten Monate und Jahre.

"Das geht sowohl um die Energieversorgung im Bereich der Flugreisen, aber das gilt natĂŒrlich auch fĂŒr unsere Gasversorgung, auch was die Speicher angeht", sagte der SPD-GeneralsekretĂ€r. Auch die inlĂ€ndische Energieproduktion und die erneuerbaren Energien sollten bei anstehenden GesprĂ€chen eine Rolle spielen.

"Sympathien" fĂŒr Tempolimit

Auch nach dem in der Koalition beschlossenen Entlastungspaket aus dem Tankrabatt und der Ermöglichung einer steuerfreien ArbeitgeberprĂ€mie werde die Lage weiter genau beobachtet. Weitergehende VorschlĂ€ge etwa nach einem Preisdeckel wie in Luxemburg oder Belgien seien fĂŒr die SPD "noch nicht vom Tisch".

Weitere konkrete Forderungen vermied KlĂŒssendorf. Auf Nachfrage bekrĂ€ftigte der SPD-GeneralsekretĂ€r aber seine "Sympathien" fĂŒr ein Tempolimit. Mit den jeweiligen Koalitionspartnern der SPD sei es nicht durchsetzbar gewesen.

"Aber ich glaube, dass es eine sehr vertretbare und auch zumutbare Maßnahme wĂ€re, um auch wirksam Benzin zu sparen", so der SPD-Politiker. Generell zeigten diese Debatten die zu hohe AbhĂ€ngigkeit von fossilen EnergietrĂ€gern und die Notwendigkeit noch stĂ€rkerer Investitionen in erneuerbare Energien.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte angesichts der Kriegsfolgen und Energiesorgen "zeitnah" Beratungen im Nationalen Sicherheitsrat angekĂŒndigt. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte vor einem Treffen mit Versorgern, FlughĂ€fen, Airlines und VerbĂ€nden betont, die Versorgungssicherheit in Deutschland bei Benzin, Diesel und Kerosin sei gewĂ€hrleistet. Sie warnte vor "Alarmismus".

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