StahlprĂ€sident: Industrie sichern fĂŒr sozialen Frieden
06.11.2025 - 14:06:37"Wertschöpfung, die heute abwandert, holen wir nicht zurĂŒck", sagte der PrĂ€sident des Branchenverbandes Wirtschaftsvereinigung Stahl, Gunnar Groebler, laut einer Mitteilung anlĂ€sslich eines "Stahlgipfels" im Kanzleramt.
Besonders betroffen seien industriell geprĂ€gte Regionen, in denen Menschen Verunsicherung und Zukunftsangst spĂŒrten. "Wer den sozialen Frieden sichern will, muss die industrielle Grundlage dieses Landes sichern", sagte Groebler, der auch Vorstandschef des Stahlherstellers Salzgitter ist.
Bei dem anderthalbstĂŒndigen "Stahlgipfel" ging es darum, wie die kriselnde Stahlindustrie gestĂŒtzt werden kann. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte dazu Vertreter von Industrie und Gewerkschaften sowie MinisterprĂ€sidenten von BundeslĂ€ndern mit Stahlindustrie eingeladen. An dem Treffen nahmen auch weitere Regierungsmitglieder teil.
Branchenverband: Am Stahl hÀngen rund 5,5 Millionen ArbeitsplÀtze
"Die starke PrÀsenz heute aus Bund, LÀndern, Industrie und Gewerkschaften zeigt: Die Zukunft der Stahlindustrie ist eine nationale Gemeinschaftsaufgabe", so Groebler weiter. Es gehe nicht nur um eine Branche. "Es geht um die grundlegende Frage, wie wir gesamte industrielle Wertschöpfungsketten in Deutschland halten wollen." Stahl sei das Fundament der Industrie. Rund 5,5 Millionen ArbeitsplÀtze hingen direkt oder indirekt an stahlintensiven Wertschöpfungsketten in Zuliefer- und Abnehmerbranchen.
Gebraucht wĂŒrden jetzt ein robuster Handelsschutz gegen Preisdumping, wettbewerbsfĂ€hige Energiepreise, mehr Tempo beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft und eine StĂ€rkung der Nachfrage nach emissionsarmem Stahl Made in Germany & EU.

