ROUNDUPEurozone, Industriestimmung

Industriestimmung verbessert sich trotz hoher Ölpreise erneut

04.05.2026 - 11:30:20 | dpa.de

Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im April trotz des Ölpreisschocks infolge des Iran-Kriegs den vierten Monat in Folge verbessert.

Der Indikator fĂŒr die Stimmung der Einkaufsmanager stieg um 0,6 Punkte auf 52,2 Punkte, wie S&P Global am Montag in London nach einer zweiten SchĂ€tzung mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit fast vier Jahren. Eine erste SchĂ€tzung wurde damit wie von Analysten im Schnitt erwartet bestĂ€tigt.

Der Stimmungsindikator liegt damit weiter ĂŒber der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies deutet auf ein Anziehen der wirtschaftlichen AktivitĂ€t hin.

In Deutschland und Frankreich, den grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften der Eurozone, entwickelte sich die Stimmung in den Industriebetrieben in unterschiedliche Richtungen. WĂ€hrend der Indikator fĂŒr Frankreich deutlich anzog und sich damit klar von der Expansionsschwelle nach oben absetzte, gab der entsprechende Wert fĂŒr Deutschland nach drei Anstiegen in Folge wieder etwas nach. Allerdings fiel der RĂŒckgang nicht ganz so deutlich aus wie zunĂ€chst in einer ersten SchĂ€tzung ermittelt, zudem hielt sich der Indikator ĂŒber der Schwelle von 50 Punkten.

In weiteren wichtigen LĂ€ndern der Eurozone zeigte sich ein positives Bild. In Italien verbesserte sich die Stimmung in den Industrieunternehmen unerwartet deutlich und zum vierten Mal in Folge. In Spanien hellte sich die Stimmung nach der EintrĂŒbung im MĂ€rz stĂ€rker als erwartet auf; der entsprechende Index kletterte zudem deutlich ĂŒber die Expansionsschwelle.

FĂŒr die Eurozone insgesamt zeigte sich Analyst Chris Williamson von S&P Global unter dem Strich aber skeptisch: "Obwohl der Indikator auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren gestiegen ist, ist die Umfrage eher ein Grund zur Besorgnis als zum Feiern." Produktion und AuftragseingĂ€nge wĂŒrden durch den Aufbau von Sicherheitslagern gestĂŒtzt, der auf weit verbreitete Sorgen ĂŒber LieferengpĂ€sse und steigende Preise infolge des Krieges im Nahen Osten zurĂŒckzufĂŒhren sei.

Die Daten im Überblick:


Region/Index         April           Prognose      VorlÀufig     Vormonat



EURORAUM
Industrie               52,2             52,2            52,2           51,6            



DEUTSCHLAND
Industrie               51,4             51,2            51,2           52,2



FRANKREICH
Industrie               52,8             52,8           52,8           50,0



ITALIEN
Industrie               52,1            51,8             ---            51,3



SPANIEN
Industrie               51,7             49,5             ---            48,7



(in Punkten)

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