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Wirtschaft zeigt 'erste Zeichen einer Belebung'

23.02.2026 - 11:14:34 | dpa.de

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar stÀrker als erwartet verbessert.

Damit mehren sich aus Sicht von Experten die Zeichen einer Belebung nach einer jahrelangen SchwĂ€che in Deutschland. Das Ifo-GeschĂ€ftsklima stieg um einen Punkt auf 88,6 Punkte, wie das MĂŒnchner Forschungsinstitut am Montag in MĂŒnchen mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg auf 88,3 Punkte gerechnet.

Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit ihren GeschÀften. Die Bewertung der Lage stieg um einen Punkt auf 86,7 Punkte. Auch die Erwartungen verbesserten sich. Hier stieg der Indikator um 0,9 Punkte auf 90,5 Punkte. "Die deutsche Wirtschaft zeigt erste Signale einer Belebung", kommentierte Ifo-PrÀsident Clemens Fuest das Ergebnis der Umfrage. Das Ifo-Institut befragt monatlich 9.000 Unternehmen.

Im Verarbeitenden Gewerbe stieg der Index erneut. Auch im Dienstleistungssektor hellte sich das GeschÀftsklima auf. Im Handel hingegen gab der Index leicht nach. Im Bauhauptgewerbe wiederum setzte das GeschÀftsklima seine Erholung fort.

"Die deutsche Wirtschaft nimmt langsam Fahrt auf", kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. "Dahinter stecken die AuftrĂ€ge aus den Verteidigungs- und Infrastrukturprogrammen sowie leicht höhere Konsumausgaben." Die Zollkapriolen der USA hingegen sollte man nicht ĂŒberbewerten. "FĂŒr die Unternehmen ist jetzt Planungssicherheit wichtiger, als ob es mit den Zöllen noch einmal etwas herauf oder herunter geht."

"Wir sehen immer deutlichere Anzeichen, dass die Konjunktur ordentlich Schwung aufnimmt", schrieb Robin Winkler, Deutschland-Chefvolkswirt der Deutschen Bank. "Wir bleiben bei unserer Prognose, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr stĂ€rker wachsen dĂŒrfte als allgemein erwartet wird."

Skeptischer mit Blick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung zeigte sich Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg KrĂ€mer: "Zur Wahrheit gehört aber auch, dass das Ifo-GeschĂ€ftsklima anders als in der ersten HĂ€lfte des vergangenen Jahres noch nicht klar nach oben zeigt", hieß es in einer Analyse. "Das Ausbleiben der notwendigen breiten Wirtschaftsreformen belastet die Stimmung." RĂŒstungsauftrĂ€ge alleine wĂŒrden noch keinen Aufschwung machen.

Die Kurse deutscher Bundesanleihen gaben nach den Daten geringfĂŒgig nach. Der Eurokurs bewegte sich kaum. Auch der Aktienmarkt reagierte wenig.

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