TotalEnergies, FR0000120271

Die TotalEnergies-Aktie zeigt nach starken Quartalszahlen robuste Ertragskraft

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 18:26 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die TotalEnergies-Aktie profitiert von soliden Ergebnissen und hohen Rückflüssen an die Aktionäre. Der Energie- und Ölkonzern steigert Gewinn und Ausschüttungen deutlich und bleibt damit ein Schwergewicht im europäischen Energiesektor.

Flatlay mit Aktienzertifikat, ISIN-Karte, Ölprobe und Windrad-Modell
Flatlay mit Aktienzertifikat und ISIN-Karte visualisiert Investition in TotalEnergies SE, Kennung FR0000120271, anschaulich, Illustration mit AI erstellt.

Die TotalEnergies-Aktie (ISIN FR0000120271) steht weiter im Zeichen hoher Ertragskraft: Für das Geschäftsjahr 2023 meldete der französische Energiekonzern einen bereinigten Nettogewinn von 23,2 Milliarden US-Dollar, nach 36,2 Milliarden US-Dollar im Rekordjahr 2022, und unterstreicht damit trotz gesunkener Energiepreise seine Profitabilität. Per Ende 2023 lag die Marktkapitalisierung des Unternehmens bei rund 160 Milliarden Euro, womit TotalEnergies zu den größten Werten im Euro Stoxx 50 gehört und auch für Anleger im DACH-Raum mit Zweitnotierungen an deutschen Handelsplätzen relevant bleibt.

Gewinnniveau bleibt hoch trotz rückläufiger Energiepreise

Laut veröffentlichten Jahreszahlen für 2023 erzielte TotalEnergies einen Umsatz von 237,1 Milliarden US-Dollar, nachdem im Jahr 2022 noch 263,3 Milliarden US-Dollar verbucht worden waren. Der Rückgang um rund 10 Prozent spiegelt vor allem niedrigere Öl- und Gaspreise wider, während das Geschäftsvolumen insgesamt stabil blieb. Entscheidend für Anleger ist, dass der bereinigte Nettogewinn mit 23,2 Milliarden US-Dollar zwar unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahreswert von 36,2 Milliarden US-Dollar liegt, damit aber weiter deutlich über dem Durchschnitt der Jahre vor 2022 bleibt.

In den Quartalsberichten für 2024 zeigte sich diese robuste Ertragslage erneut. Für das erste Quartal 2024 wies TotalEnergies einen bereinigten Nettogewinn von 5,1 Milliarden US-Dollar aus, nur leicht unter den 6,5 Milliarden US-Dollar aus dem ersten Quartal 2023. Im zweiten Quartal 2024 erzielte der Konzern einen bereinigten Nettogewinn von 4,9 Milliarden US-Dollar, während im zweiten Quartal 2023 noch 5,0 Milliarden US-Dollar erreicht worden waren. Damit lag das Ergebnis nahezu auf Vorjahresniveau, obwohl der durchschnittliche Ölpreis im gleichen Zeitraum um mehrere Dollar pro Barrel niedriger notierte. Diese Zahlen machen deutlich, dass TotalEnergies Kosteneffizienz und Portfolioqualität verbessern konnte.

Für das Gesamtjahr 2023 meldete TotalEnergies zudem einen operativen Cashflow (Cash Flow from Operations) von 46,3 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2022 hatte dieser Kennwert bei 55,7 Milliarden US-Dollar gelegen, sodass der Rückgang bei rund 17 Prozent lag. Angesichts der Tatsache, dass die Energiepreise im Jahresvergleich deutlich zurückgegangen sind, wertet der Markt dieses Cashflow-Niveau als Hinweis auf strukturell hohe Profitabilität, insbesondere im LNG-Geschäft und im Raffinerie- und Chemiebereich.

Hohe Ausschüttungen: Dividende und Aktienrückkäufe im Fokus

Für das Geschäftsjahr 2023 schlug TotalEnergies eine reguläre Dividende von 3,01 Euro je Aktie vor und erhöhte damit die Ausschüttung gegenüber den 2,81 Euro je Aktie für 2022 um rund 7 Prozent. Hinzu kam eine spezielle Zusatzdividende von 1,00 Euro je Aktie, sodass die gesamte Dividende je Anteil für 2023 bei 4,01 Euro lag. Damit flossen den Aktionären pro Aktie 1,20 Euro mehr zu als im Vorjahr, was einem Anstieg der gesamten Dividendenzahlung um mehr als 40 Prozent entspricht und die shareholderfreundliche Politik des Konzerns verdeutlicht.

Neben Dividenden setzt TotalEnergies auf umfangreiche Aktienrückkäufe. Im Jahr 2023 kaufte der Konzern eigene Aktien im Volumen von rund 9 Milliarden US-Dollar zurück, verglichen mit etwa 7,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022. Damit erhöhte sich das Rückkaufvolumen innerhalb eines Jahres um mehr als 20 Prozent. Im ersten Halbjahr 2024 setzte der Konzern dieses Programm fort und kündigte Rückkäufe von rund 2 Milliarden US-Dollar je Quartal an. Zusammen mit der Dividende strebt das Unternehmen an, 35 bis 40 Prozent des bereinigten Cashflows an die Aktionäre auszuschütten, sofern die Ölpreise auf einem moderaten Niveau bleiben.

Für Anleger im DACH-Raum ist zudem relevant, dass TotalEnergies im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohe Ausschüttungsquoten bietet. Verglichen mit einigen großen Mitbewerbern im Öl- und Gasbereich liegt die Kombination aus laufender Dividendenrendite und Aktienrückkäufen laut den verfügbaren Zahlen im oberen Bereich. So liegt die jährliche Dividende von 4,01 Euro je Aktie auf Basis der durchschnittlichen Kurse 2024 bei einer Rendite im mittleren einstelligen Prozentbereich, während das Rückkaufprogramm zusätzliche Kapitalrückflüsse schafft und den Gewinn je Aktie stützt.

Investitionen in LNG und Erneuerbare Energie

Ein Teil der Ertragskraft bei TotalEnergies basiert auf dem starken Stand im globalen LNG-Markt. Im Jahr 2023 setzte der Konzern eigenen Angaben zufolge rund 48 Millionen Tonnen LNG ab und lag damit leicht über dem Niveau des Jahres 2022, in dem etwa 47 Millionen Tonnen verkauft wurden. Der leichte Zuwachs von etwa 2 Prozent resultierte vor allem aus neuen Projekten und langfristigen Lieferverträgen in Asien und Europa. LNG bleibt eine zentrale Säule, mit der TotalEnergies schwankende Ölpreise ausgleichen will.

Parallel dazu treibt der Konzern den Ausbau der erneuerbaren Energien voran. Ende 2023 verfügte TotalEnergies über eine installierte Netto-Kapazität im Bereich erneuerbarer Energien (Solar und Wind) von rund 22 Gigawatt, nach 17 Gigawatt Ende 2022. Das entspricht einem Anstieg von knapp 30 Prozent innerhalb eines Jahres. Ziel des Unternehmens ist es, bis 2030 eine Kapazität von 35 bis 40 Gigawatt zu erreichen, womit sich die aktuelle Kapazität nochmals deutlich erhöhen würde. Diese Wachstumsambitionen sollen langfristig das Ergebnis unabhängiger von fossilen Brennstoffen machen.

Die Investitionsausgaben (Capex) unterstreichen diese strategische Ausrichtung. Im Geschäftsjahr 2023 investierte TotalEnergies insgesamt rund 16,3 Milliarden US-Dollar, wovon etwa 5 Milliarden US-Dollar in Projekte im Bereich erneuerbare Energien und Strom flossen. Im Jahr 2022 lagen die Gesamtausgaben bei rund 16 Milliarden US-Dollar, mit einem Anteil der Erneuerbaren von etwa 4 Milliarden US-Dollar. Damit erhöhte sich der Betrag für grüne Projekte von 2022 auf 2023 um rund 25 Prozent. Das Unternehmen plant, auch in den kommenden Jahren jährlich 4 bis 6 Milliarden US-Dollar in erneuerbare Energien und Strom zu investieren, während der restliche Teil des Budgets in Öl, Gas und Raffinerie/Chemie fließt.

Kursentwicklung und Bewertung der TotalEnergies-Aktie

Die Kursentwicklung spiegelt die robusten Ergebnisse und hohen Ausschüttungen wider. Die TotalEnergies-Aktie notierte im Verlauf des Jahres 2024 zeitweise nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von rund 72 Euro, während das 52-Wochen-Tief im gleichen Zeitraum bei etwa 56 Euro lag. Damit ergibt sich eine Spanne von etwa 16 Euro oder knapp 29 Prozent zwischen Tiefst- und Höchststand innerhalb von zwölf Monaten. Im Jahresverlauf 2023 legte der Kurs um rund 10 bis 15 Prozent zu, abhängig vom jeweiligen Handelsplatz, und profitierte vor allem von stabilen Ölpreisen und dem starken LNG-Geschäft.

Im längerfristigen Vergleich zeigt sich, dass die Aktie seit Ende 2020 deutlich zugelegt hat. Während der Kurs Ende 2020 noch im Bereich von 35 bis 40 Euro lag, wurde bis Ende 2023 ein Niveau von rund 60 bis 65 Euro erreicht. Das entspricht einem Anstieg von etwa 60 bis 70 Prozent innerhalb von drei Jahren. Dieser Kurszuwachs addiert sich zu den ausgeschütteten Dividenden, sodass die Gesamtrendite für langfristige Anleger nochmals höher ausfällt. Der Markt honoriert damit sowohl die hohen laufenden Cashflows als auch die strategische Neuaufstellung Richtung LNG und erneuerbare Energien.

Die Bewertung orientiert sich an Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und dem Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA (EV/EBITDA). Auf Basis des bereinigten Nettogewinns 2023 von 23,2 Milliarden US-Dollar und einer Marktkapitalisierung von etwa 160 Milliarden Euro ergibt sich ein KGV im unteren zweistelligen Bereich. Verglichen mit anderen großen integrierten Öl- und Energiekonzernen bewegt sich TotalEnergies damit im Mittelfeld, wobei die überdurchschnittliche Ausschüttungsquote und der Fokus auf erneuerbare Energien von vielen Marktteilnehmern als zusätzlicher Pluspunkt gesehen werden.

Energiegeschäft mit Tankstellen und Mobilität

Zum Kerngeschäft von TotalEnergies gehört ein breites Netz von Tankstellen, Raffinerien und Schmierstoffprodukten. In Europa betreibt der Konzern nach eigenen Angaben mehr als 8.000 Tankstellen, davon mehrere hundert in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese Aktivitäten sind in der Sparte Marketing & Services gebündelt, die 2023 einen bereinigten Betriebsgewinn im niedrigen einstelligen Milliardenbereich erwirtschaftete. Der Bereich profitiert von stabilen Margen im Kraftstoff- und Schmierstoffgeschäft sowie von neuen Angeboten rund um Elektromobilität und Ladeinfrastruktur.

Der Konzern baut zudem das Netz von Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge aus. Ende 2023 verfügte TotalEnergies in Europa über mehrere zehntausend Ladepunkte, einschließlich Schnellladestationen an Autobahnen und in städtischen Gebieten. Ziel ist es, ein integriertes Angebot von Kraftstoffen, Strom und Dienstleistungen für unterschiedliche Mobilitätsformen bereitzustellen. Für Anleger ist dieser Bereich vor allem interessant, weil er mittelfristig wachsen und gleichzeitig die Abhängigkeit von klassischen Kraftstoffen reduzieren soll.

Aktienblick: Ertragskraft und Ausschüttungen im Vordergrund

Für die TotalEnergies-Aktie bleibt der Blick vieler Anleger auf der Kombination aus hoher Ertragskraft, sichtbarem Dividendenwachstum und umfangreichen Aktienrückkäufen. Die Zahlen der Jahre 2022 und 2023 zeigen, dass der Konzern auch nach einem Rekordjahr in der Lage ist, zweistellige Milliardengewinne zu erzielen und einen wesentlichen Teil davon an die Anteilseigner auszuschütten. Gleichzeitig werden Milliardenbeträge in den Ausbau von LNG und erneuerbaren Energien investiert, was die strategische Transformationsfähigkeit des Unternehmens unterstreicht.

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 160 Milliarden Euro per Ende 2023, einem bereinigten Nettogewinn von 23,2 Milliarden US-Dollar im selben Jahr und einem Dividendenpaket von 4,01 Euro je Aktie für 2023 zählt TotalEnergies zu den renditestarken Energiewerten in Europa. Für Anleger, die den Energiesektor beobachten, spielen insbesondere die weitere Entwicklung der Öl- und Gaspreise, der Fortschritt bei den Ausbauzielen im Bereich Erneuerbare sowie die Stabilität der Ausschüttungspolitik eine zentrale Rolle.

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