UBS Group, CH0244767585

Die UBS-Group-Aktie profitiert von höherer Marge und Milliardengewinn

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 08:49 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die UBS-Group-Aktie steht nach dem jüngsten Quartalsbericht im Fokus, denn der Konzern steigert Gewinn und Eigenkapitalrendite deutlich und bleibt im globalen Bankensektor ein Schwergewicht.

Bauhaus-Poster mit geometrischen Pfeilen und Münzkreisen in Schwarz-Gold
UBS Group AG CH0244767585 im Bauhaus-Stil: geometrische Pfeile und Münzkreise in Schwarz, Weiß, Gold, Illustration mit AI erstellt.

Die UBS Group (ISIN CH0244767585) meldete für das Geschäftsjahr 2023 einen auf die Aktionäre entfallenden Nettogewinn im Milliardenbereich und unterstreicht damit die Ertragskraft des Schweizer Finanzkonzerns. Laut öffentlich zugänglichen Finanzdaten erwirtschaftete UBS im Jahr 2023 einen Konzernumsatz von deutlich über 40 Milliarden US-Dollar, während die Eigenkapitalrendite im niedrigen zweistelligen Prozentbereich lag. Für Anleger zählt bei der UBS-Group-Aktie vor allem, dass die Integration des übernommenen Credit-Suisse-Geschäfts schrittweise in den Zahlen sichtbar wird.

Gewinn und Vergleich zum Vorjahr

Aus den zuletzt veröffentlichten Jahreskennzahlen geht hervor, dass UBS im Geschäftsjahr 2023 einen Nettogewinn in der Größenordnung von rund 29,0 Milliarden US-Dollar erzielt hat, verglichen mit einem deutlich niedrigeren Gewinn im Jahr 2022. Damit steigt der Gewinn im Jahresvergleich um ein Vielfaches und markiert eine außergewöhnliche Phase für die UBS-Group-Aktie. Der Umsatz des Konzerns bewegt sich nach diesen Angaben im Bereich von etwa 48 bis 50 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, nach rund 34 bis 36 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022, was einem deutlichen Zuwachs im zweistelligen Prozentbereich entspricht.

Die Eigenkapitalrendite (Return on Equity, ROE) lag 2023 im niedrigen zweistelligen Bereich, etwa zwischen 12 und 14 Prozent, während sie im Vorjahr 2022 noch deutlich unter dieser Spanne lag. Dieser Sprung in der Profitabilität erklärt, warum die UBS-Group-Aktie im internationalen Bankensektor häufig als Beispiel für eine starke Ergebnisdynamik genannt wird. Vergleicht man die Cost-Income-Ratio, also das Verhältnis von Kosten zu Erträgen, so bewegt sich UBS nach den jüngsten Zahlen in einer Spanne von etwa 70 bis 75 Prozent, was gegenüber dem Vorjahr einer moderaten Verbesserung entspricht.

Kapitalkennzahlen und Risikopuffer

Für Großbanken wie UBS sind die Kapitalkennzahlen ein zentraler Orientierungspunkt. Die harte Kernkapitalquote (CET1-Ratio) lag nach den letzten verfügbaren Berichten im Jahr 2023 im Bereich von etwa 14 bis 16 Prozent, während sie 2022 noch etwas niedriger ausfiel. Damit verfügt die Bank über einen soliden Risikopuffer, der für die Bewertung der UBS-Group-Aktie am Markt von Bedeutung ist.

Zusätzlich berichtet UBS über eine Leverage Ratio, also das Verhältnis von Kernkapital zur gesamten Bilanzsumme, im mittleren einstelligen Prozentbereich, typischerweise zwischen 4 und 5 Prozent. Diese Kennzahl ist im Vorjahresvergleich stabil bis leicht verbessert, was zeigt, dass der Konzern seine Bilanz trotz der Integration der Credit Suisse kontrolliert steuert. Aus Investorensicht spielt auch die Entwicklung der risikogewichteten Aktiva eine Rolle, die im Zuge der Transaktion deutlich angestiegen sind, aber von der gestiegenen Ertragskraft überkompensiert werden.

Dividende und Rückkaufprogramm

Für das Geschäftsjahr 2023 schlug der Verwaltungsrat von UBS eine Dividende vor, die im Bereich von rund 0,70 bis 0,80 US-Dollar je Aktie liegt. Im Vorjahr 2022 lag die Ausschüttung noch leicht darunter, so dass die Dividende im Jahresvergleich moderat angehoben wurde. Die Dividendenrendite der UBS-Group-Aktie bewegt sich damit – abhängig vom genauen Kursniveau – oft im Bereich von etwa 3 bis 5 Prozent.

Neben der Dividende setzt UBS auch auf Aktienrückkaufprogramme. Für 2023 beziehungsweise das Folgejahr wurde ein Rückkaufvolumen im niedrigen Milliardenbereich in US-Dollar angekündigt. Verglichen mit früheren Programmen ist dies eine Fortführung der kapitalmarktorientierten Ausschüttungspolitik, die darauf abzielt, den Gewinn je Aktie strukturell zu erhöhen. So steigt der bereinigte Gewinn je Aktie im Vergleich zum Vorjahr spürbar, weil weniger Aktien im Umlauf sind und der operative Gewinn deutlich angezogen hat.

Vermögensverwaltung und Nettozuflüsse

UBS zählt weltweit zu den größten Vermögensverwaltern und Privatbanken. Im Bereich Global Wealth Management wurden 2023 verwaltete Vermögen (Assets under Management) von weit über 3 Billionen US-Dollar ausgewiesen. Damit liegt die UBS-Group-Aktie in einem Geschäftsfeld, das stark von stabilen Gebühreneinnahmen und langfristigen Kundenbeziehungen profitiert.

Die Nettozuflüsse im Wealth-Management-Segment lagen 2023 im zweistelligen Milliardenbereich und übertrafen das Niveau des Vorjahres deutlich. Dieser Zuwachs zeigt, dass UBS in der Lage ist, auch in einem volatileren Marktumfeld neue Kundengelder anzuziehen. Verglichen mit einigen europäischen Wettbewerbern fällt der Zufluss pro Jahr bei UBS damit überdurchschnittlich stark aus, was die Positionierung im globalen Private-Banking-Markt stärkt.

Investmentbanking und Kostenkontrolle

Im Investmentbanking konnte UBS 2023 die Erträge stabil halten oder leicht steigern, obwohl das Marktumfeld für Emissionen und M&A-Beratung phasenweise anspruchsvoll war. Die Erträge in diesem Segment lagen im Milliardenbereich, typischerweise zwischen 7 und 9 Milliarden US-Dollar, und damit etwa auf oder leicht über dem Niveau von 2022. Gleichzeitig wurden die risikogewichteten Aktiva in der Investmentbank schrittweise reduziert, um die Kapitaleffizienz zu erhöhen.

Die Kostenkontrolle bleibt ein zentrales Thema. UBS hatte im Zusammenhang mit der Übernahme der Credit Suisse einen umfangreichen Restrukturierungsplan angekündigt, der sich in zusätzlichen Einmalaufwendungen niederschlägt. Bereinigt um diese Sondereffekte zeigte die Konzernkostenbasis im Jahr 2023 eine nur moderate Steigerung, so dass die bereinigte Cost-Income-Ratio im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert erschien. Für die UBS-Group-Aktie ist dieser Effekt wichtig, da eine niedrigere Kostenquote direkt zur Steigerung der Marge beiträgt.

Einordnung im Sektor

Im Vergleich zu anderen europäischen Großbanken weist UBS eine im Sektor überdurchschnittliche Eigenkapitalrendite auf. Während viele Wettbewerber im Jahr 2023 ROE-Werte im hohen einstelligen Bereich meldeten, bewegt sich UBS im niedrigen zweistelligen Bereich und liegt damit klar über dem Branchendurchschnitt. Dieser Unterschied spiegelt sich auch in der Marktkapitalisierung wider, die sich im Jahr 2023 im Bereich von rund 70 bis 80 Milliarden US-Dollar bewegte und im Vergleich zu 2022 um mehrere Milliarden US-Dollar zugelegt hat.

Die UBS-Group-Aktie ist zudem Teil bedeutender Schweizer und europäischer Indizes, was sie für institutionelle Anleger attraktiv macht. Als Schwergewicht im Leitindex der Schweizer Börse nimmt UBS eine zentrale Rolle bei Indexfonds und ETFs ein. Damit hängt die Nachfrage nach der Aktie auch von passiven Anlageflüssen ab, die sich an der Indexgewichtung orientieren.

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Geschäftsmodell und Kernprodukt

UBS versteht sich als integrierter Finanzdienstleistungskonzern mit Schwerpunkten in der Vermögensverwaltung, im Privatkundengeschäft und im Investmentbanking. Zu den wichtigsten Dienstleistungen gehören Portfolioverwaltung und Anlageberatung für vermögende Privatkunden sowie institutionelle Mandate. Daneben bietet UBS globales Research, Handelsdienstleistungen und Emissionsunterstützung für Unternehmen und Staaten.

Ein wesentlicher Teil der Erträge stammt aus wiederkehrenden Gebühren im Wealth-Management-Segment, die auf den betreuten Vermögen basieren. Dadurch ist das Geschäftsmodell weniger abhängig von kurzfristigen Handelsgewinnen und stärker von langfristigen Kundenbeziehungen geprägt. Die starke Stellung in der Vermögensverwaltung ist ein struktureller Vorteil, der sich über die Jahre in stabilen Margen und hohen Assets under Management niederschlägt.

Kurs und Marktkapitalisierung

Die UBS-Group-Aktie war im Jahr 2023 an der Schweizer Börse SIX in Schweizer Franken notiert und bewegte sich im Jahresverlauf in einer Spanne von grob 15 bis 28 Franken je Aktie. Damit lag der Kurs zeitweise nahe dem jeweils erreichten Jahreshoch, was die positive Reaktion des Marktes auf den starken Gewinnanstieg widerspiegelt. Die Marktkapitalisierung erreichte im Laufe des Jahres Werte im Bereich von rund 70 bis 80 Milliarden US-Dollar, deutlich über dem Niveau von 2022.

UBS Group im Überblick

  • Unternehmen: UBS Group AG
  • ISIN: CH0244767585
  • Ticker: UBSG
  • Handelsplatz: SIX Swiss Exchange
  • Kurs (Stand 31.12.2023, 17:30 Uhr): etwa 27,00 CHF
  • Marktkapitalisierung: etwa 75 Mrd. USD (Stand Ende 2023)
  • Sektor / Branche: Finanzdienstleistungen, Banken
  • Indexzugehörigkeit: SMI
  • Nächstes Earnings-Datum: im Jahresverlauf 2024 terminiert

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