Ukraine trifft Ăllager und Chemiefabrik in Russland
23.05.2026 - 16:35:03 | dpa.deTeile einer abgeschossenen Drohne seien auf das GelÀnde eines Treibstoffterminals gefallen, teilte der operative Stab der Region Krasnodar mit. In einigen technischen und administrativen GebÀuden seien Feuer ausgebrochen. Es gebe zwei Verletzte, hieà es in der Behördenmitteilung.
In sozialen Netzwerken berichteten Augenzeugen, dass der Ălterminal Gruschowaja des Energiekonzerns Transneft in Brand geraten sei. Es handelt sich um eine der gröĂten ĂllagerstĂ€tten im Kaukasus mit Reservoirs unter der Erde und an der OberflĂ€che - samt einem Umschlagplatz. Die fĂŒr Russlands Kriegswirtschaft wichtigen Anlagen der Ălindustrie in Noworossijsk waren bereits wiederholt Ziele ukrainischer Drohnenangriffe.
Selenskyj kĂŒndigt weitere Attacken mit Langstrecken-Drohnen an
Der ukrainische PrĂ€sident Selenskyj sagte zu dem Drohneneinsatz gegen die Anlage: "Gerade Ăl und Gas haben Russland so arrogant gemacht, dass es sich heute erlaubt, in der modernen Welt Krieg zu fĂŒhren und weiterhin alle anderen zu bedrohen." Er kĂŒndigte weitere SchlĂ€ge gegen russische Ziele mit den neuartigen Langstrecken-Drohnen an.
Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe gegen Ziele im russischen Hinterland massiv ausgeweitet. Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den nĂ€chtlichen Abschuss von 348 Drohnen. Von unabhĂ€ngiger Seite ist diese Zahl nicht ĂŒberprĂŒfbar. Zu Treffern machte das Ministerium wie immer keine Angaben.
SchÀden aus verschiedenen Regionen gemeldet
Allerdings gab es Berichte von Behörden ĂŒber SchĂ€den infolge von Drohnenangriffen in mehreren russischen Regionen, darunter etwa in Anapa am Schwarzen Meer. Im Gebiet Perm meldeten die Behörden ebenfalls einen Angriff auf einen Industriebetrieb. Dort soll ein Feuer in einer Chemiefabrik in der Stadt Gubacha ausgebrochen sein. Das Werk gehört zu den gröĂten Methanolproduzenten in Russland.
Der ukrainische PrĂ€sident Selenskyj lobte die StreitkrĂ€fte fĂŒr den Schlag gegen das Ziel rund 1.700 Kilometer von der Grenze seines Landes entfernt. "Ein russisches Unternehmen des militĂ€risch-industriellen Komplexes, das den Betrieb anderer russischer MilitĂ€rproduktionsstĂ€tten sowie die Herstellung von Sprengstoffen und Komponenten fĂŒr LuftfahrtausrĂŒstung und Drohnen unterstĂŒtzt", sagte er in einer Videobotschaft.
Ukraine meldet Abwehr von mehr als 100 russischen Drohnen
Die ukrainischen LuftstreitkrĂ€fte wiederum berichteten am Morgen von 124 russischen Drohnenangriffen. 102 Flugobjekte seien unschĂ€dlich gemacht worden, teilte die Flugabwehr mit. Infolge der russischen Angriffe seien zwölf EinschlĂ€ge von Kampfdrohnen an neun Orten sowie herabfallende TrĂŒmmer an fĂŒnf Orten registriert worden, hieĂ es.
Mehr als vier Jahre nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine dominiert inzwischen ein Drohnenkrieg das Kampfgeschehen. Am Boden hingegen gibt es wegen der Gefahr durch Angriffe mit den Flugkörpern deutlich weniger Truppenbewegungen und VerÀnderungen als in den ersten Kriegsjahren. Die KÀmpfe stecken nach Angaben von beiden Seiten in der Sackgasse.
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