Aktien New York: Dow schwÀchelt vor US-Zinsentscheid
08.12.2025 - 20:11:42 | dpa.deDer Dow Jones Industrial US2605661048 sank zuletzt um 0,7 Prozent auf 47.645 Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 bĂŒĂte 0,6 Prozent auf 6.832 ZĂ€hler ein. FĂŒr den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 0,5 Prozent auf 25.554 Punkte abwĂ€rts.
"Man ist sich in der Fed aktuell nicht einig, ob der Fokus auf die erhöhte Inflation oder den schwachen Arbeitsmarkt gelegt werden soll", stellte Gunter Deuber fest, Chefvolkswirt der Raiffeisen Bank International. Das duale Mandat der Notenbank aus PreisstabilitĂ€t und VollbeschĂ€ftigung fĂŒhre aktuell zu einem Zielkonflikt. Da die Inflation trotz der Zollpolitik von US-PrĂ€sident Donald Trump aber bisher geringer ausgefallen sei als erwartet, dĂŒrfte eine Zinssenkung das wahrscheinlichere Szenario sein, so Deuber. Marktanalyst Luis Ruiz vom Broker CMC Markets sprach gar vom "Weg des geringsten Widerstands".
Nach dem Teilstillstand der US-RegierungsgeschĂ€fte hat die Fed allerdings noch immer nur wenige und obendrein zum Teil stark verspĂ€tete Konjunkturdaten fĂŒr ihre Entscheidungsfindung zur VerfĂŒgung. Ob das Fehlen wichtiger Daten zu einer geldpolitischen Lockerung animiert oder eher fĂŒr ein Stillhalten spricht, sei unklar, gab Experte Patrick Franke von der Landesbank Helaba zu Bedenken. Der Markt ĂŒberschĂ€tze die Wahrscheinlichkeit einer vorweihnachtlichen Zinssenkung. Allerdings sei mittelfristig sowieso unwichtig, ob die Zinsen im Dezember oder erst im Januar sinken wĂŒrden.
Der Medienkonzern Paramount US69932A2042 will den Hollywood-Rivalen Warner Bros. Discovery US9344231041 nicht kampflos Netflix US64110L1061 ĂŒberlassen und bietet rund 108 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden. Netflix hatte sich vergangene Woche auf eine knapp 83 Milliarden Dollar schwere Ăbernahme des Studio- und Streaming-GeschĂ€fts von Warner geeinigt, allerdings ohne die aktuell noch dazugehörenden Fernsehsender wie CNN. Die Warner-Aktien und die Titel von Paramount gewannen zuletzt 3,3 beziehungsweise 7,4 Prozent, wĂ€hrend die Netflix-Papiere 4,0 Prozent verloren.
Die Aktien von Tesla US88160R1014 verbilligten sich um 4,2 Prozent. Zuvor hatte die Investmentbank Morgan Stanley die Titel des E-Auto-Produzenten von "Overweight" auf "Equal-weight" abgestuft. Analyst Andrew Percoco geht laut einem Ausblick auf die US-Autobranche von einem "Elektroauto-Winter" aus. Dagegen sieht er die Hersteller von Pkw mit Verbrennungsmotoren und Hybrid-Antrieb etwas positiver.
Um mehr als 29 Prozent nach oben ging es fĂŒr die Aktien von Confluent US20717M1036, einem Spezialisten fĂŒr das Management von Daten, die fĂŒr die Entwicklung KĂŒnstlicher Intelligenz wichtig sind. Der IT-Konzern IBM US4592001014 will fĂŒr eine Milliardensumme das Dateninfrastruktur- kaufen. Ziel sei der Aufbau einer Datenplattform fĂŒr generative KI. Dazu bietet der Konzern 31 Dollar je Confluent-Aktie. Dies entspreche einem Unternehmenswert inklusive Schulden von 11 Milliarden Dollar. Die IBM-Anteilsscheine stiegen um 0,3 Prozent.
Die Papiere von Marvell Technology US5738741041 sackten als Schlusslicht im Nasdaq 100 um 7,3 Prozent ab. Am Freitag nach US-Börsenschluss war bekannt geworden, dass die Aktie des Halbleiter-Unternehmens nicht in den S&P-500-Index aufgenommen wird. Zudem stuften die Analysten der Benchmark Company die Titel von "Buy" auf "Hold" ab.
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