Aktien New York: Nvidia liefert Techwerten weiter RĂŒckenwind
12.09.2024 - 19:30:15"AngefĂŒhrt von den Technologieaktien in New York kam es gestern zu einem Stimmungswechsel am Markt", erklĂ€rte Marktanalyst Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets.
So hatte Nvidia-Chef Jensen Huang zur Wochenmitte auf einer Technologiekonferenz ĂŒber eine hohe Nachfrage nach den knappen Chips des KI-Vorzeigeunternehmens berichtet, was die zuletzt weniger euphorische Stimmung der Anleger aufgehellt hatte. Nvidia-Papiere bauten nun am Donnerstag ihre Vortagesgewinne aus und stiegen um rund 2 Prozent an. Die Anteilsscheine von Broadcom zogen um gut 4 Prozent an; die Papiere der Google-Mutter Alphabet und des Facebook-Konzerns Meta waren ebenfalls gefragt.
Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 stieg denn auch um 0,7 Prozent auf 19.368 Punkte. Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 notierte zuletzt 0,3 Prozent höher bei 40.983 Punkten. Der marktbreite S&P 500 legte um ein halbes Prozent auf knapp 5582 ZÀhler zu.
Im Fokus bleiben Wirtschaftsdaten. So schwĂ€chte sich in den USA der Anstieg der Erzeugerpreise im August wie erwartet ab. An den FinanzmĂ€rkten wird angesichts einer rĂŒcklĂ€ufigen Inflation und einer schwĂ€cher werdenden Konjunktur am kommenden Mittwoch mit einer Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed gerechnet. Unklar ist jedoch, wie stark die Zinssenkung ausfĂ€llt.
Bis mehr Klarheit ĂŒber den Zinskurs der US-Notenbank Fed herrscht, dĂŒrften sich viele Investoren nur bedingt aus dem Fenster lehnen - zumal der September ohnehin als ein eher schwacher Börsenmonat gilt.
Die EuropÀische Zentralbank (EZB) reagierte bereits an diesem Donnerstag auf die abflauende Inflation sowie eine trÀge Wirtschaftsentwicklung im Euroraum mit einer erwarteten Zinssenkung.
Weit hinten im Dow Jones Industrial waren die Aktien des Chemiekonzerns Dow Inc mit einem Minus von 1,2 Prozent zu finden, nachdem das Unternehmen den Umsatzausblick fĂŒr das dritte Quartal reduziert und zudem auf Margendruck in Europa hingewiesen hatte.
FĂŒr die Aktien von Moderna US60770K1079 ging es um 13 Prozent nach unten. Damit rĂŒcken die Höchstkurse aus der Coronapandemie in noch weitere Ferne. Der Impfstoffhersteller dampft wegen enttĂ€uschender VerkĂ€ufe seinen Forschungs- und Entwicklungsetat deutlich ein. Zudem dĂŒrfte die Gewinnschwelle erst 2028 erreicht werden, hieĂ es vom Unternehmen. Analystin Eliana Merle von der Schweizer GroĂbank UBS sieht im aktuellen Kursrutsch indes eine Gelegenheit. Sie hĂ€lt den aktualisierten Finanzrahmen langfristig gesehen fĂŒr positiv, auch wenn kurzfristig die UmsĂ€tze im Vergleich zur Konsenserwartung geringer seien. Ihr zufolge wird die Pipeline von Moderna weiterhin unterschĂ€tzt.
Dagegen zogen die Anteilsscheine von Alaska Air US0116591092 um 1,4 Prozent an. Sie profitierten von einem optimistischeren Ausblick der Fluggesellschaft fĂŒr das laufende Quartal. Dabei liefern eine gute Sommernachfrage sowie unerwartet niedrige Treibstoffkosten RĂŒckenwind.

