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New York Schluss: Nahezu stabil vor Ende von Iran-Ultimatum

07.04.2026 - 22:33:49 | dpa.de

Die US-Börsen sind am Dienstag nach einer späten Erholung und vor Ablauf des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran nur wenig verändert und richtungslos aus dem Handel gegangen.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 schloss 0,18 Prozent tiefer bei 46.584,46 Punkten. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 stieg um 0,08 Prozent auf 6.616,85 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 0,04 Prozent auf 24.202,37 Punkte aufwärts.

Stunden vor Ende seines Ultimatums richtete Trump noch einmal eine harsche Botschaft an den Iran. Er drohte mit Angriffen auf die iranische Infrastruktur sowie mit einer "Auslöschung" des Landes, sollte bis 2.00 Uhr MESZ die Blockade der Straße von Hormus nicht aufgehoben sein. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Israels Luftwaffe griff unterdessen nach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu iranische Eisenbahnstrecken und Brücken an. Laut US-Medienberichten kappte Teheran mittlerweile die diplomatischen Kontakte zu Washington und drohte mit Angriffen auf israelische Erdgasfelder.

Die Aktien von Apple US0378331005 erholten sich etwas von ihrem fünfprozentigen Kursverlust aus dem frühen Handel und endeten 2,1 Prozent im Minus. Zunächst hatte das Nachrichtenmagazin "Nikkei Asia" unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet, dass der Technologiekonzern bei der Entwicklung eines faltbaren iPhones in der technischen Testphase auf Probleme stößt. Dadurch könne sich der Produktions- und Lieferplan um Monate verzögern. Kreisen zufolge wird das Gerät aber pünktlich auf den Markt kommen. Das Unternehmen plane, das faltbare Modell im September zusammen mit dem iPhone 18 Pro und dem Pro Max vorzustellen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Offiziell hat sich Apple noch nicht konkret zur Einführung eines Falt-iPhones geäußert.

Die Papiere von Intel US4581401001 legten um 4,2 Prozent zu und bauten ihren Kursgewinn im bisherigen Jahresverlauf auf gut 43 Prozent aus. Intel schließt sich der Initiative des Tech-Milliardärs Elon Musk zur Entwicklung von Halbleitern für dessen Unternehmen Tesla US88160R1014, SpaceX und xAI an. Das sogenannte Terafab-Projekt ist ein großangelegter Plan von Musk, langfristig eigene Chips für Robotik, Künstliche Intelligenz und Weltraum-Rechenzentren herzustellen. Das Vorhaben zielt darauf ab, jedes Jahr eine enorme Rechenleistung zu erzeugen - etwa 1 Terrawatt Kapazität pro Jahr.

Deutlich nach oben ging es für die Aktien privater Krankenversicherer, nachdem bekannt wurde, dass das staatliche Krankenversicherungsprogramm Medicare den privaten Krankenversicherern im kommenden Jahr 2,48 Prozent mehr zahlen wird. Dies ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den ursprünglich im Januar vorgeschlagenen Sätzen. Sie verbuchten die Papiere von Unitedhealth US91324P1021, Humana US4448591028 und CVS Health US1266501006 Kursgewinne zwischen 6,7 und 9,4 Prozent.

Die Titel von Broadcom US11135F1012 legten um 6,2 Prozent zu. Der Halbleiterkonzern gab eine Vereinbarung mit Alphabet US02079K3059 zur Entwicklung und Lieferung von Chips im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) bekannt. Damit macht Broadcom Nvidia US67066G1040 zunehmend Konkurrenz, dessen Aktie um 0,3 Prozent zulegte. Laut Jefferies-Analyst Blayne Curtis dürfte die langfristige Vereinbarung Broadcom einen Mindestumsatz im Bereich von rund 200 Milliarden Dollar garantieren.

Für Paramount Skydance US69932A2042 ging es um 10,7 Prozent aufwärts. Das Unterhaltungsunternehmen hatte bekannt gegeben, Eigenkapital-Konsortialvereinbarungen mit Fonds aus der Golfregion geschlossen zu haben, um die Übernahme von Warner Bros. Discovery US9344231041 zu finanzieren.

Die Anteilscheine von Gilead Sciences US3755581036 sanken um 1,0 Prozent. Der Pharmakonzern will das deutsche Biotech-Unternehmen Tubulis GmbH für bis zu 5 Milliarden US-Dollar übernehmen. Gemäß den Bedingungen des Kaufvertrags erwirbt Gilead das gesamte Aktienkapital von Tubulis für 3,15 Milliarden Dollar in bar als Vorauszahlung und leistet bis zu 1,85 Milliarden Dollar an Meilensteinzahlungen.

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