Hegseth: 60-Tage-Frist fĂŒr Krieg gilt nicht bei Waffenruhe
30.04.2026 - 19:34:57 | dpa.de"Wir befinden uns derzeit in einer Waffenruhe, was nach unserem VerstÀndnis bedeutet, dass die 60-Tage-Frist (...) pausiert oder stoppt", sagte er vor einem Ausschuss des Senats.
Der demokratische Senator Tim Kaine hatte Hegseth damit konfrontiert, dass in den kommenden Tagen eine Frist ablĂ€uft, in der ein PrĂ€sident ohne Einwilligung des Parlaments Krieg fĂŒhren darf. Auf die Frage, ob Donald Trump um eine VerlĂ€ngerung von 30 Tagen bitten werde, ging Hegseth nicht ein.
Hintergrund ist das Gesetz War Powers Resolution aus dem Jahr 1973, das MilitĂ€reinsĂ€tze ohne Zustimmung des Kongresses auf maximal 60 Tage einschrĂ€nkt. Will ein PrĂ€sident darĂŒber hinaus Kampfhandlungen des US-MilitĂ€rs befehligen, bedarf es die formelle Zustimmung des Parlaments. Damit soll verhindert werden, dass die USA in langwierige, nicht legitimierte EinsĂ€tze hineingezogen werden. Ăber eine Pausierung der Frist im Falle einer Waffenruhe steht in dem Gesetz nichts.
Trump wĂ€re nach Ende der 60 Tage theoretisch gezwungen, die US-Truppen schrittweise abzuziehen. Das wĂŒrde auch fĂŒr die SeestreitkrĂ€fte und Schiffe gelten, die trotz der Waffenruhe zurzeit die US-Blockade iranischer HĂ€fen aufrechterhalten.
Wann genau diese Frist im aktuellen Fall auslÀuft, ist nicht klar. Trump informierte das Parlament am 2. MÀrz, nachdem der Krieg am 28. Februar begonnen hatte. Je nach Rechnung könnten die im Gesetzestext genannten 60 Tage also in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai oder in der Nacht vom 1. auf den 2. Mai enden (jeweils 0.00 Uhr Ortszeit, 6.00 Uhr in Deutschland).
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