USA gehen gegen Kubas Waffenimporte vor
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 21:32 Uhr | dpa.deWie das US-AuĂenministerium mitteilte, werden Sanktionen gegen fĂŒnf Unternehmen und acht Einzelpersonen verhĂ€ngt, die die militĂ€rischen Beziehungen Havannas sowie Waffenlieferungen an die kubanische Regierung ermöglichen. Zu den gelisteten hochrangigen Beamten zĂ€hlen Kubas Minister der RevolutionĂ€ren StreitkrĂ€fte, Ălvaro LĂłpez Miera, sowie die kubanischen MilitĂ€rattachĂ©s an den Botschaften in Moskau und Peking.
"Das kommunistische Regime in Kuba ist ein staatlicher Förderer des Terrorismus, der die USA ausspioniert, gewalttĂ€tige linke Radikale bewaffnet, giftige marxistische Ideologie verbreitet und nur 90 Meilen (ca. 145 Kilometer) vor unserer KĂŒste als Operationsbasis fĂŒr Russland, China und den Iran dient", schrieb US-AuĂenminister Marco Rubio auf der Plattform X.
Washington: Das MilitÀr wird auch gegen die Bevölkerung eingesetzt
Mit der Aufnahme in die Sanktionsliste dĂŒrfen US-BĂŒrger und -Unternehmen grundsĂ€tzlich keine GeschĂ€fte mehr mit den Betroffenen tĂ€tigen. Mögliche Vermögenswerte in den USA werden eingefroren.
Kubas MilitĂ€r und Geheimdienste arbeiten laut Washington nicht nur mit Gegnern der Vereinigten Staaten zusammen. Sie sollen zudem die wichtigsten Akteure bei der UnterdrĂŒckung der kubanischen Bevölkerung sowie Knotenpunkte der Korruption in dem wirtschaftlich schwer angeschlagenen Karibikstaat sein.
Seit dem Sieg der kubanischen Revolution 1959 unter Fidel Castro sind die Beziehungen zwischen Washington und Havanna angespannt. Unter PrĂ€sident Donald Trump nahmen die Spannungen zuletzt nochmals zu. Mit zahlreichen Sanktionen und einer Blockade von Ăllieferungen will er einen wirtschaftlichen und politischen Wandel auf der Insel erzwingen. Trump hat wiederholt eine mögliche "Ăbernahme" Kubas ins Spiel gebracht.
